Bericht Canadierbergung mit der Feuerwehr...

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25.06.2012 14:01 (zuletzt bearbeitet: 25.06.2012 16:11)
avatar  philomont ( gelöscht )
#26 RE: Bericht Canadierbergung mit der Feuerwehr...
ph
philomont ( gelöscht )

Bezüglich der Wegeunterschiede:

Die Zeichnungen der Flaschenzüge in der Tafel sind einerseits (aus meiner Sicht) praxisfremd und teilweise falsch bezeichnet.

a) zeigt die lose Rolle (2:1), einfachster „Flaschenzug“
b) zeigt einen Potenzflaschenzug (4:1, 2 hoch 2 lose Rollen), zum raschen Bergen geeignet?
c) zeigt einen Faktorenflaschenzug (3:1, drei tragende Seilverbindungen), sehr gut geeignet.
d) zeigt wieder einen Potenzflaschenzug (8:1, da 2 hoch 3 lose Rollen), zum raschen Bergen geeignet?

c) kann zu einem praxisgerechteren „einfachen“ Flaschenzug werden in dem die lose Rolle nicht direkt am Boot sondern mittels Prusikschlinge am Lastseil, also dem dann vom Boot zur festen Rolle (Umlenkrolle) führenden Strang befestigt wird. Im Bereich der festen Rolle wird sinnvollerweise eine Rücklaufsperre (z.B. Prusik, TiBloc, Seilklemme) angebracht. Bei diesem einfachen (auch Expressflaschenzug genannt) und allen weiteren darauf aufgebauten (nächste Stufe ist der „doppelte“ oder auch „Schweizer“ genannte F., eine Kombination aus Potenz- und Faktorenf., 5:1) Flaschenzügen relativiert sich das Problem der Potenzflaschenzüge mit den Wegen, da ja der Prusik samt loser Rolle einfach weitergeschoben wird.

Das in einem vorgehenden Beitrag verlinkte PDF der DAV-WW-Gruppe beschreibt ein sinnvolles Verfahren samt Vorgehensweise vom einfachen schnellen Rettungsversuch bis zum zusehends komplizierter aber effektiver werdenden mehrstufigen Flaschenzug.

Man bedenke bitte die auftretenden Kräfte und überprüfe die verwendeten Seile, Reepschnüre, Bandschlingen und sonstiges hinsichtlich Ihrer Zugfestigkeit und kalkuliere entsprechende Reserven (Alter, Abnutzung etc.) ein. Plötzlich reißendes Material bewegt sich mit enormer Geschwindigkeit. Hoffentlich steht dann niemand im Weg herum.


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25.06.2012 21:24
avatar  Sciurus
#27 RE: Bericht Canadierbergung mit der Feuerwehr...
Sc

Moin!

Kurze Vorstellung: Mein Name ist Heiko und ich bin Baumkletterer. Mit Schnitt und Fällungen bestreite ich meinen Lebensunterhalt. Daneben bin ich als externer Ausbilder für professionelle Kletterer bei der Forst beschäftigt.
In diesem Forum lese ich schon seit geraumer Zeit. Große Wissenslücken hinsichtlich Zelten und Zeltöfen haben mich ursprünglich hierher verschlagen. Ich habe aber festgestellt, dass mich noch viele andere Themen interessieren. Natürlich baue auch ich gerade am ultimativen Zeltofen…
By the way: Eine kleine Vergangenheit als Paddler habe ich auch. Meine aufregendste Tour 1988: Rogen- Femund.

Nun aber zur Sache. Als ich diesen Thread las, fühlte ich mich an diverse Berichte aus einem meiner Themenkreise, nämlich „Rettung hilfloser Personen aus dem Seil“ erinnert. Es gab auch da eine Menge schematische Zeichnungen mit allen erdenklichen Flaschenzügen. Nur das an einem Ende des Flaschenzugs kein Bootsumriss gezeichnet was, sondern ein Strichmännchen mit Helm. (Auch dort folgten viele Vorschläge zur Problemlösung rasch aufeinander und die nötigen Korrekturen ließen, wie hier, nicht lange auf sich warten.)

In der Praxis ist das große Problem nun, einen der hier gezeigten Flaschenzüge, der auch ausreichend stark und damit entsprechend aufwendig ist, in einer Notsituation zu konfigurieren. Angesichts des mehr oder weniger umfangreichen Materials stellt sich dann vielleicht doch die Frage: “Wie war das noch mal?“ Notverfahren sollten immer und sicher beherrscht werden. Ist das so?

Als wir mit diesem Problem beschäftigten, folgten wir zunächst zwei, bei uns üblichen Grundsätzen: Mach es einfach und sicher. Mach es mit vertrautem Material.
(Dazu muß man wissen, dass ein gut ausgestatteter Kletterer eine Menge multifunktionales Material, die sogenannten „Bordmittel“ (Bandschlingen, Karabiner, Rollen, Klemmen. Reepschnüre etc.) am Gurt mitführt mit denen sich, nach einiger Zeit, auch komplexe Flaschenzüge realisieren lassen.).
Weitere Einzelheiten werde ich Euch ersparen. Wir konnten die hilflose Person „retten“ aber oft nur nach vielen Versuchen und den entsprechenden Irrtümern („Verdammt, funktioniert so doch nicht!“).
Da Rettungsszenarien bei uns mit einem Zeitlimit belastet sind und auch bei noch so erfahrenen Leuten in dieser (Not-) Situation erheblicher Stress aufkommt (das dürfte bei Euch nicht viel anders sein) , erschienen uns die gefunden Varianten nicht suffizient und wir brachen mit den Grundsätzen es einfach und mit vertrautem Material zu machen.

Jetzt beschreibe ich einfach mal, was wir daraufhin zusammengebastelt haben und was ich Albert gezeigt habe:
1 x Lewmar 2- scheibiger Violinblock (gr. Rolle D=50 mm) mit Hundsfott und Klemme; 1 x Lewmar 2- scheibiger Violinblock. Die Blöcke sind mit Wirbeln versehen, der Durchmesser der großen Rolle beträgt 5 cm und die Bruchlast 8 kn. Das größte Maß ist die Länge mit ca. 13 cm.
Eingeschoren sind ca. 5m Cup- Schot in D=6 mm (BL 8 kn) und mit einem gebändselten Auge am Hundsfott des einen Blocks angeschlagen. (Cup- Schot hat den für Polyesterleinen geringsten Reck- wer mehr will, greift zu Dyneema etc. ; natürlich kann man das Auge auch spleissen)
In den Wirbelaugen der Blöcke sind einfache Schnappkarabiner (BL=7 kn), in diese eingehakt sind geknotete (Bandschlingenknoten oder doppelter Spierenstich) Rundschlingen aus o. g. Cup- Material.
Das ganze ist in einem wasserfesten Beutel (20 cm x 30 cm) gestaut und wiegt ca. 700 g. In dem Beutel ist noch Luft für mehr Leine.
Der ganze Spaß kostet ca. 100 €

Einsatz: Festmacher wird z. B. am Uferbaum belegt. Der Flaschenzug auch (Bandschlinge oder ähnliches).
Den Flaschenzug ausziehen und mit Prusikknoten auf dem Festmacher anschlagen (Block mit Klemme Richtung Boot: 5- fache Kraft (5 Stränge an Last); Block mit Klemme Richtung Baum 4- fache Kraft (4 Stränge an Last). Talje dichtholen (ergibt bei 5 m Schot ca. 1,5 m Hub). Klemme ist Rücklaufsperre. Festmacher nachsetzen. Klemme lösen und mit dem Prusik auf dem Festmacher Flaschenzug wieder ausziehen. Und so weiter und so weiter.

Na ja, das war ja ein ganz schöner Aufsatz. Hoffentlich taugt das ganze Geschreibsel überhaupt für Eure Zwecke und ich habe Euch nicht gelangweilt.

Am Mittwoch bin ich bei Albert. Wenn es dann jemanden interessiert, kann er das ganze mal fotografieren und einstellen. Das Einstellen übersteigt nämlich bei weitem meine Fähigkeiten.

Gruß

Heiko


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26.06.2012 09:23 (zuletzt bearbeitet: 26.06.2012 09:56)
#28 RE: Bericht Canadierbergung mit der Feuerwehr...
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Moinsen,

ich hab gerade nur die letzen Beiträge gelesen.
Wenn ich oben lese man solle ein schwimmfähiges Seil unter dem Boot drunter durch schwimmen lassen, dann denk ich mir nur meinen Teil.
Die gezeigten Flaschenzüge, vor allem a und b, sind keineswegs völlig praxisfremd, im Gegenteil. Das ist die Methode, mit der ein Paddler mit seinen Bordmitteln ein fremdes Boot bergen kann, bei b) evtl noch die Rolle und den Wurfsack eines weiteren Mitpaddlers benutzt.
Heikos technische Ausführungen habe ich offen gestanden nur noch überflogen. Zu komplex, zu viel Material. Was man im WW braucht ist ein Wurfsack, einen, besser zwei Karabiner, eine Prusikschlinge und ein Rolle. Eine zusätzliche Bandschlinge bringen viel und kann im alpinen WW auch als Sitzgurt verwendet werden, ein Messer für den Notfall sollte selbstverständlich sein.. Mehr Material verwirrt den Laien und ist Schlepperei. Wer aus dem Bergsport/Höhle/Baumklettern kommt, kann mit dem Material umgehen und wird sich zu helfen wissen. Der Unterschied von horizontal zu vertikal lässt macht sich allerdings im Detail dann oft erstaunlich stark bemerkbar. Zeitstress ist natürlich ein Problem, aber bei verklemmten Booten sehr selten. Meist kann man in Ruhe überlegen.
Wer nicht mit Seilen umzugehen weiss sollte solche Bergungen üben. Und dann nochmal üben. Und noch mal. Ich gebe Sicherheitskurse und beim Boote Bergen sind auch altgediente Paddler schnell an ihrer Grenze, obwohl es eigentlich ganz einfach ist, mit ein paar Tricks im Hinterkopf.
Der urspünglich gezeigte Fall ist sicher nicht ganz einfach, gerade OCs zerren unglaublich, aber es hätte auch hier letztlich nur ein oder zwei Wurfsäcke und etwas Material gebraucht, und das Boot wäre mit weit weniger Schäden wieder ans Ufer gekommen.
Falls sich genug Interessenten im Rheinland finden, biete ich gern einen Kurs Sicherheit im Fliessgewässer an.

grüsse vom westzipfel, thomas


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26.06.2012 09:42
avatar  sputnik
#29 RE: Bericht Canadierbergung mit der Feuerwehr...
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Zitat von raftinthomas im Beitrag #28
..Falls sich genug Interessenten im Rheinland finden, biete ich gern einen Kurs Sicherheit im Fliessgewässer an.


Leider trennen uns rund 450km. Sonst hättest du bereits den ersten Interessenten.

Gruß, Stefan

Stark und groß durch Spätzle mit Soß'


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26.06.2012 09:57 (zuletzt bearbeitet: 26.06.2012 09:57)
avatar  AxeI
#30 RE: Bericht Canadierbergung mit der Feuerwehr...
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Tja Stefan,
wärste im Verein hätteste Dich ja zum Sicherheitskurs in Ulm am kommenden Wochenende anmelden können. Da hätte ich Dich gerne immer wieder ins kalte Wasser getrieben...
Muss wohl heute sowas wie einen "Vereinstag" haben.

Axel

P A D D E L B L O G
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26.06.2012 10:17
avatar  sputnik
#31 RE: Bericht Canadierbergung mit der Feuerwehr...
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Zitat von AxeI im Beitrag #30
Tja Stefan,
wärste im Verein ......


Na hör mal, ich bin im Verein!!!! im GOC. Leider bietet der seinen Kurs "Retten und Bergen" mangels Interesse
nicht mehr an.

Wenn es dich interressiert, wie es um die Canadierausbildung bei den beiden Kanu-Vereinen in meiner Nähe bestellt
ist, brauchst du nur das Kursangebot und die Bildergalerie ansehen.

Gruß, Stefan

Stark und groß durch Spätzle mit Soß'


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26.06.2012 10:21
avatar  AxeI
#32 RE: Bericht Canadierbergung mit der Feuerwehr...
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Nachdem Baden und Württemberg inzwischen 60 Jahre zusammen gefasst sind haben der Badische und der Württembergische Kanuverband sich im Jubiläumsjahr darauf geeinigt endlich zu fusionieren.

Der GOC ist im badischen Verband. Insofern könntest Du Dich ab jetzt auch bei WKV-Kursen anmelden. Aber der Kurs ist schon überbelegt.

Axel

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26.06.2012 10:29
avatar  sputnik
#33 RE: Bericht Canadierbergung mit der Feuerwehr...
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Abgesehen davon fehlen mir auch noch Helm, Wildwasserweste mit Cowtail, etc.

Da stellt sich mir bereits die Frage, ob diese Kurs nicht etwas oversized für mich wäre, da ich diese Dinge
bei einer Wanderpaddelfahrt sowieso nicht bei mir habe (auf deinen Bildern vom vergangenen Sa. habe ich deine
Kursteilnehmer mit Helm gesehen. Das erste mal, daß ich das auf diesem Teilabschnitt des Neckars gesehen habe).

Weiters würde ich gerne einen reinen Canadier-Bergen Kurs besuchen. Ich werde mal den Kursleiter von 2011
anschreiben.

Erstaunlich, daß der von dir genannte Kurs überbelegt ist, den vom GOC angebotenen jedoch kaum jemand interessiert.

Gruß, Stefan

Stark und groß durch Spätzle mit Soß'


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26.06.2012 10:55
avatar  Roland
#34 RE: Bericht Canadierbereegung mit der Feuerwehr...
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Zitat von sputnik im Beitrag #33
Ich werde mal den Kursleiter von 2011 anschreiben.
Gruß, Stefan


Wen meinst du denn?
Ich hab mal 2010(glaub ich)einen Kurs in der Nähe von Speyer mit gemacht.
Konnte damals aber nur die Trockenübungen mitmachen. (Durchgeschnittene Sehne)
War schon interessant und hilfreich. Leider weis ich den Namen des Leiters nicht mehr.
Er wollte damals bei Interesse diesen Kurs wiederholen. Vielleicht kennt in ja jemand.
Kurze Beschreibung:
Alter ca: 50
Größe ca: 1,80
Gewicht ca: 90kg
längere Haare zum Zopf gebunden
fährt einen VW Pritschenwagen Allrad
schläft im Tippi
hat einen ganz tollen Hund

Gruß
Roland

P.S.:würde auch mitmachen


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26.06.2012 11:13
avatar  sputnik
#35 RE: Bericht Canadierbereegung mit der Feuerwehr...
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Hallo Roland,

ich kenne ihn nicht, werde jedoch heute abend im alten Programm nachschlagen. Da der Kurs nicht ausgeschrieben
war, hatte ich mich beim GOC-Vorstand danach erkundigt.

Dann wäre wir ja schon 2 Interessierte. Alles im Umkreis von 200km wäre für mich in Ordnung für ein WE. Speyer ist
ja auch gleich um die Ecke.

Bilder zu dem Kurs 2010 (und vom Hund) habe ich gerade auf der HP vom GOC angesehen.

Gruß, Stefan

Stark und groß durch Spätzle mit Soß'


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26.06.2012 11:34
avatar  Roland
#36 RE: Bericht Canadierbereegung mit der Feuerwehr...
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Jetzt weis ich wers war:
Andreas Steltner aus Bensheim.

Gruß
Roland


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26.06.2012 12:11
avatar  AxeI
#37 RE: Bericht Canadierbereegung mit der Feuerwehr...
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Sollten wir dieses Jahr im Spätsommer mal wieder ein Kentertraining durchführen kann ich ja Bescheid sagen. Vielleicht finden sich ja mehr Interessenten als beim letzten Mal und dann werden wir zusätzlich an einem Stromabschnitt mit einem alten schäbigen PE-Boot oder unserem übel malträtierten NC-Prospector Bergeübungen einbauen.

Ich schrecke vor dem Anbieten von Kursen fortwährend zurück auch wenn ich für mich in Anspruch nehme inzwischen über allerhand Erfahrung zu verfügen. Drum würde ich so eine Veranstaltung - ähnlich wie das Polingtreffen, das dieses Jahr übrigens mangels Interesse auch flach fällt - als "Erfahrungsaustausch" ankündigen.

Axel

P A D D E L B L O G
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26.06.2012 12:41
avatar  philomont ( gelöscht )
#38 RE: Bericht Canadierbergung mit der Feuerwehr...
ph
philomont ( gelöscht )

Zitat von raftinthomas im Beitrag #28

...
Wenn ich oben lese man solle ein schwimmfähiges Seil unter dem Boot drunter durch schwimmen lassen, dann denk ich mir nur meinen Teil.
...

Das geht ganz einfach:

1. etwas Seil aufnehmen
2. stromaufwärts unter den Rumpf stecken
3. Aufgenommene Seilstrang auslassen, das Seil jedoch festhalten
4. die Strömung befördert die Schlingen bzw. das lose Seilende unter dem Boot hindurch
5. Das lose Ende schwimmt auf.
u.s.w. s.o.

Einfach bei Gelegenheit daran erinnern und selbst ausprobieren, es funktioniert. Ansonsten halt bei mir einen Kurs machen :-)


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26.06.2012 13:00
avatar  sputnik
#39 RE: Bericht Canadierbergung mit der Feuerwehr...
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Zitat von philomont im Beitrag #38
...... Ansonsten halt bei mir einen Kurs machen :-)


Ach daher weht der Wind. Ich hatte mich schon gewundert, weshalb jemand sich hier anmeldet, es dann in vier Jahren
auf ganze zwei Beiträge zu bringt und nun auf einmal so kreativ wird.

@ Axel: dein Angebot vergangenes Jahr hatte ich wohl gelesen, jedoch wegen der kurzen Zeiteinheit nicht in
Erwägung gezogen.
Das Kanu umwerfen und danach versuchen mit verschiedenen Techniken wieder in Normallage zu bekommen, habe ich
bereits öfter freiwillig und unfreiwillig ausprobiert. Zugegebenermaßen ohne den Capistrano-Flip.
Ich dachte mehr an einen umfangreicheren Kurs oder auch Erfahrungsaustausch. Einen Tag sollte das schon dauern.
Schön wäre es an einem leicht fließenden Gewässer. Dort dann jemand mit dem Wurfsack bergen, um einmal die Kräfte
zu spüren. Oder wie helfe ich einem Paddler, der keine Super-Hitech-Wildwasserweste mit Bergering hat, sondern
eine normale, wie man sie zu 80% beim Wanderpaddeln hat......
Der Fragen gibt es so viele.

Gruß, Stefan

Stark und groß durch Spätzle mit Soß'


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26.06.2012 16:26 (zuletzt bearbeitet: 26.06.2012 16:28)
avatar  philomont ( gelöscht )
#40 RE: Bericht Canadierbergung mit der Feuerwehr...
ph
philomont ( gelöscht )

Zitat von sputnik im Beitrag #39
Zitat von philomont im Beitrag #38
...... Ansonsten halt bei mir einen Kurs machen :-)


Ach daher weht der Wind. Ich hatte mich schon gewundert, weshalb jemand sich hier anmeldet, es dann in vier Jahren
auf ganze zwei Beiträge zu bringt und nun auf einmal so kreativ wird.


Ich wusste gar nicht, dass hier eine Mindestbeitragspflicht besteht, um sich zu Wort melden zu dürfen. Aber gut, ich verlege mich gleich wieder auf das meist sehr amüsante Mitlesen und melde mich dann wieder in 2 Jahren.


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26.06.2012 16:32
#41 RE: Bericht Canadierbergung mit der Feuerwehr...
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Bevor mal wieder alles persönlich wird ....

Ich denke mal, der kleine augenzwinkernde Hinweis von Philomont bezüglich einer Kursteilnahme "Schwimmfähiges Seil tauchen lassen" dürfte wohl auch noch bei anerkannten Kursgegnern so durchgehen.


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26.06.2012 18:36
avatar  Biki
#42 RE: Bericht Canadierbergung mit der Feuerwehr...
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Zitat
@ Axel: Ich dachte mehr an einen umfangreicheren Kurs oder auch Erfahrungsaustausch. Einen Tag sollte das schon dauern.
Schön wäre es an einem leicht fließenden Gewässer. Dort dann jemand mit dem Wurfsack bergen, um einmal die Kräfte
zu spüren. Oder wie helfe ich einem Paddler, der keine Super-Hitech-Wildwasserweste mit Bergering hat, sondern
eine normale, wie man sie zu 80% beim Wanderpaddeln hat......



Da wäre ich auch gerne dabei!


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26.06.2012 20:39 (zuletzt bearbeitet: 26.06.2012 20:42)
avatar  Caspar Honig ( gelöscht )
#43 RE: Bericht Canadierbergung mit der Feuerwehr...
Ca
Caspar Honig ( gelöscht )

Hej,

das wär doch auch was für die Ideensammlung zum 12. Canadiertreffen bei Frank.
Auch wenn´s da kein Wildwasser gibt lässt sich vieles wie z.B. Flaschenzüge ausprobieren.

LG
Martin

"Ein See ist der schönste und ausdrucksvollste Zug einer Landschaft. Er ist das Auge der Erde. Wer hineinblickt,
ermißt an ihm die Tiefe seiner eigenen Natur." - H.D.Thoreau: Walden


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27.06.2012 10:59 (zuletzt bearbeitet: 27.06.2012 11:10)
avatar  AxeI
#44 RE: Bericht Canadierbergung mit der Feuerwehr...
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Zitat
@ Axel: Ich dachte mehr an einen umfangreicheren Kurs oder auch Erfahrungsaustausch. Einen Tag sollte das schon dauern.
Schön wäre es an einem leicht fließenden Gewässer. Dort dann jemand mit dem Wurfsack bergen, um einmal die Kräfte
zu spüren. Oder wie helfe ich einem Paddler, der keine Super-Hitech-Wildwasserweste mit Bergering hat, sondern
eine normale, wie man sie zu 80% beim Wanderpaddeln hat...





Wohlan, dann veranstalten wir doch - anstelle des Polingtreffens - im September ein Sicherheitstreffen. Ich habe das Bootshausgelände ohnehin für das Wochenende reserviert und mich in die Putzliste eingetragen. Das muss sich dann auch lohnen.

Das ist übrigens das Wochenende nach dem GOC-Treffen. Für all die, denen das GOC-Treffen zu weit in den Norden gerutscht ist, wäre das ja auch eine Möglichkeit zusammen zu kommen.
Ich bitte Frank noch das PDF-Dokument bei den Veranstaltungen auf der Journal-Seite zu verlinken und stelle es ins GOC-Programm.

Axel

P A D D E L B L O G
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27.06.2012 11:12
avatar  sputnik
#45 RE: Bericht Canadierbergung mit der Feuerwehr...
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Zitat von AxeI im Beitrag #44
Wohlan, dann veranstalten wir doch - anstelle des Polingtreffens - im September ein Sicherheitstreffen.....


Ich hab's geahnt. Ich könnt ko....

Der September ist so was von voll, darum finde ich den Termin für das GOC-Treffen ja so bescheuert. Das ist
Hauptreisezeit. Am 22.9. bin ich schon wieder unterwegs gen Italien.

Vielen Dank für dein Engagement, Axel. Sollte es einen Ausweichtermin geben, bin ich gerne dabei.

Gruß, Stefan

Stark und groß durch Spätzle mit Soß'


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27.06.2012 19:14
#46 RE: Bericht Canadierbergung mit der Feuerwehr...
Ma

Servus,
lieber Axel,
na, das freut mich, das der link hier eine derartige Debatte und Initiative ausgelöst hat!

Der Termin im September wird bei mir voraussichtlich nicht passen, sonst wäre ich da gerne dazugestoßen!
Herzlichen Gruß
marmotta

NB:
Mich selber hat der Winkel, in dem die Feuerwehr bei dem verlinkten Unfall den Bergezug angesetzt hat, etwas erstaunt. War aber vermutlich die Seite, an der die Anfahrt am einfachsten war. Ein "Nachher"-Bild war ja leider nicht veröffentlicht.


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27.06.2012 20:13
avatar  sputnik
#47 RE: Bericht Canadierbergung mit der Feuerwehr...
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Nun war ich doch neugierig, was es mit dem "Steve Thomas Rope Trick" auf sich hat und habe google befragt.

Erstes Ergebnis war folgende Seite http://www.coastals.org/canews/archive/F...nlineCaNews.pdf Durch die Skizze
kann man sich schon mal was darunter vorstellen.

Nach weiterer Recherche weiß ich nun, daß der Trick im Buch "Whitewater Rescue Manual"
http://www.amazon.de/Whitewater-Rescue-M...s/dp/0070677905 beschrieben wird.
Leider ist bei der Leseprobe die entsprechende Stelle nicht dabei.

Hat denn noch jemand anderes außer philomont diese Technik angewandt und hat Bilder/Filmmaterial darüber?
Denn solange ich nur gezeichnete Skizzen sehe ist das graue Theorie, die funktionieren könnte, aber nicht muß.

darum



Stark und groß durch Spätzle mit Soß'


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27.06.2012 20:32 (zuletzt bearbeitet: 03.07.2012 10:42)
avatar  AxeI
#48 RE: Bericht Canadierbergung mit der Feuerwehr...
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Das Buch ist eines der empfehlenswerten Bücher (neben dem absoluten Klassiker von Franco Ferrero oder dem alten aber immer noch wirklich guten wenn auch alten Buch von Slim Ray und Les Bechdel). Bei allen steht natürlich Kajakpaddeln im Vordergrund aber es geht auch um Rafts und eben Canadier. Die werden es mir hoffentlich nicht übel nehmen, wenn ich die Skizze hier wieder gebe.

Bei dieser Beschreibung des Steve-Thomas-Seiltricks stört mich ein wenig, dass auf der Skizze das Seil mit der Stromrichtung zum Boot geführt wird. Das geht gegebenenfalls mit einem angeseilten Helfer. Häufiger wird vermutlich der Helfer zunächst von unten kommen weil dort aufgrund des Hindernisses weniger Strömung ist (Philomont beschreibt diesen Ansatz, wenn ich das richtig interpretiert habe). Aber auch dieser Zugang birgt Risiken (wenn sich das gefüllte Boot löst und gegen den Helfer treibt kann es zu tragischen Unfällen kommen). Dass das Seil letztlich zum Lösen des Bootes vom Hindernis von oben her gespannt werden muss ist klar. Das ist auch am Bootsschonendsten. Der Helfer sollte sich dann aus dem Staub gemacht haben.

Axel

P A D D E L B L O G Sicherheitstreffen im September
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29.06.2012 16:35
avatar  philomont ( gelöscht )
#49 RE: Bericht Canadierbergung mit der Feuerwehr...
ph
philomont ( gelöscht )

Zitat von AxeI im Beitrag #48
Bei dieser Beschreibung ... Axel
Deine Bedenken sind durchaus richtig und unterstreichen ja einen der wesentlichsten Punkte der Rettungstechnik: Jede Rettung ist anders, es gibt keine Patentrezepte die immer funktionieren, man sollte möglichst viele Techniken drauf haben.

Zum STRT: Richtig, in der Regel wird sich der Retter von unten nähern müssen oder von oben ;-) falls das Wagnis in der Strömung zu groß ist. Mit der Strömung ist es nur bei leichter Strömung möglich. Man bedenke, schon eine Strömung, die man problemlos durchwaten kann, kann ein Boot festpinnen.

Happy Paddling


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30.06.2012 12:51
#50 RE: Bericht Canadierbergung mit der Feuerwehr...
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Na,

dann sind wir zumindest schon mal in dem Punkt d'accord. Denn "ganz einfach" ist es sicherlich nicht, das Seil unter dem Boot drunter durch zu bekommen, dafür lag es zu tief im Wasser.
Happy berging....

grüsse vom westzipfel, thomas


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