Die Axt im Walde, oder wie spalte ich Holz

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07.03.2013 18:32 (zuletzt bearbeitet: 07.03.2013 18:33)
avatar  moose
#26 RE: Die Axt im Walde, oder wie spalte ich Holz
mo

also ich hab noch keine so scharf of the box axt gesehen wieder die von grönsfors

Den Tod zu planen ist schon schwierig genug, das Leben zu organisieren gar unmöglich, jeder Tag in Harmonie mit Mutter Natur ist ein Segen.


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08.03.2013 11:35
#27 RE: Die Axt im Walde, oder wie spalte ich Holz
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Ich warte nur noch darauf dass jemand eine gute alte „Smalcalda“ Axt aus Thüringen, Made in GDR ins Rennen schickt.


LG, Mike


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08.03.2013 13:03 (zuletzt bearbeitet: 08.03.2013 13:05)
#28 OT: wie zerhacke ich Äste???
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Zitat von Donaumike im Beitrag #27
Ich warte nur noch darauf dass jemand eine gute alte „Smalcalda“ Axt aus Thüringen, Made in GDR ins Rennen schickt.

Könnte sein, dass ich eine Smalcalda-Axt benutzte
Ich weiß nicht woher sie kommt, interessiert mich auch nicht sonderlich. Eine Marke ist nicht erkennbar, dennoch kann man mit ihr Holz zerkleinern, (fast?) genauso gut wie mit euren Supadupamarkenäxten. Auf Touren nehme sie jedoch kaum noch mit. Künzi-Holz kann man einfacher mit der Hand brechen, da benötigt man keine 2-kg-Axt.

Aber, jetzt hätte ich doch mal eine Frage. Ich zerhacke gerade eine zu groß geratene Blaufichte. Nach einiger Zeit stelle ich fest, dass die dicken Äste (ca. 3 - 5 cm Durchmesser) sich spürbar leichter schräg zerhacken lassen, anstelle von gerade quer durch. Immer einen einzigen kräftiger Hieb vorausgesetzt, der das Holz vollständig durchtrennt, und das ganze auf einem Hackklotz. Wie lässt sich das physikalisch erklären? Schräg angesetzt muss ich doch eine größere Querschnittsfläche zerhauen als quer. Wieso geht das aber doch leichter?

Gruß Michael


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08.03.2013 14:01 (zuletzt bearbeitet: 08.03.2013 14:18)
#29 RE: OT: wie zerhacke ich Äste???
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Michael,

ich vermute mal, dass das was mit dem Faserverlauf des Holzes zu tun hat(Längs des Stammes/Astes). Haust du schräg drauf, bewegst du dich mit einem Teil deiner "Haukraft"/Schneidkraft in Faserrichtung, haust du senkrecht drauf, dann triffst du die Faser nur quer. Das ist schlecht. Denn geringsten Widerstand hst du, wenn du komplett mit der Faser hackst, also beim Spalten längs des Stammes/Astes.
So weit meine Theorie, was sagen die Experten?(nicht abwertend/provokativ gemeint, hier gibt es ja nun wirklich Experten in Sachen Holz).

Gruß Björn

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Da wir im gleichen Boot sitzen, sollten wir froh sein, daß nicht alle auf unserer Seite stehen.


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08.03.2013 14:22
#30 RE: OT: wie zerhacke ich Äste???
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yepp Björn - so isset.....


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08.03.2013 15:13 (zuletzt bearbeitet: 08.03.2013 18:36)
avatar  moose
#31 RE: OT: wie zerhacke ich Äste???
mo

Zitat von absolut canoe im Beitrag #30

yepp Björn - so isset.....



das ist so nich ganz richtig und es trifft auf elastische Äste zu, was auf den Mutterstamm wieder nicht zutrift. Bei der Teilung der Kambiumzelle entstehen unterschiedliche Zellen mit unterschiedlichen Eigenschaften, Problem beim Durchhacken ist die Initialzelle die auch dafür sorgt, dass der Ast möglichst biegt und nicht bricht. Da Leitungs-, Festigungs- oder Speichergewebezellen unterschiedliche und versetzte Biege-, Scher-, Bruch- und Schnittwiederstände haben, sich aber im Lot auf die Längsachse exponentiell addieren - besonders aber bei nicht sauscharfen Axtschneiden, deren Stärke Winkel auch noch eine Rolle spielen -, kommt es beim Zuschlagen eher zu Quetschungen, denn zu Trennungen. Bei Quetschungen kommt es dann durch eine oszillierende Verschiebung des Phloem zum Xylem zu einer erheblichen scheinbaren Schnittfestigkeit des Astes. Bei Gränsfors Äxten habe ich immer einen dickeren Ast quer zur Längsrichtung durchschlagen als bei anderen Äxten.

p.s. das ist Original moose, das steht so nirgendwo, die biologischen Gegebenheiten sind natürlich Bio Leistungskursniveau.


moose

Den Tod zu planen ist schon schwierig genug, das Leben zu organisieren gar unmöglich, jeder Tag in Harmonie mit Mutter Natur ist ein Segen.


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08.03.2013 16:38
#32 RE: OT: wie zerhacke ich Äste???
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Zitat von moose im Beitrag #31


Bei der Teilung der Kambiumzelle entstehen unterschiedliche Zellen mit unterschiedlichen Eigenschaften, Problem beim Durchhacken ist die Initialzelle die auch dafür sorgt, dass der Ast möglichst biegt und nicht bricht. Da Leitungs-, Festigungs- oder Speichergewebezellen unterschiedliche und versetzte Biege-, Scher-, Bruch- und Schnittwiederstände haben, sich aber im Lot auf die Längsachse exponentiell addieren - besonders aber bei nicht sauscharfen Axtschneiden, deren Stärke Winkel auch noch eine Rolle spielen -, kommt es beim Zuschlagen eher zu Quetschungen, denn zu Trennungen. Bei Quetschungen kommt es dann durch eine oszillierende Verschiebung des Phloem zum Xylem zu einer erheblichen scheinbaren Schnittfestigkeit des Astes.
moose


Jah sammahl, is dieser wissenschaftliche SchnickSchnack hier wirklich am Platze?

Gruß, Heiko

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08.03.2013 16:52
avatar  Beanie
#33 RE: OT: wie zerhacke ich Äste???
Be

Hallo Moose,
finde das passt wunderbar:)

Beanie


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08.03.2013 16:59
#34 RE: OT: wie zerhacke ich Äste???
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moose

sag doch in einem Satz, dass Du die Gränsfors Äxte für die schärfsten hälst


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08.03.2013 17:00 (zuletzt bearbeitet: 08.03.2013 17:00)
#35 RE: OT: wie zerhacke ich Äste???
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Wenn ich's mir nochmal genau durchlese, muß ich dir rechtgeben, Beanie.
Vor allem dies hier:

"kommt es durch eine oszillierende Verschiebung des Phloem zum Xylem "
moose"




Nichts für Ungut, Moose und allen Respekt für dein Wissen!

Gruß, Heiko


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08.03.2013 17:34
avatar  Beanie
#36 RE: OT: wie zerhacke ich Äste???
Be

Oder geguttenbergt:)


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08.03.2013 18:09
#37 RE: OT: wie zerhacke ich Äste???
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Moose, GENAU DAS wollte ich sagen. Danke.

Björn

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Da wir im gleichen Boot sitzen, sollten wir froh sein, daß nicht alle auf unserer Seite stehen.

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08.03.2013 18:42
avatar  moose
#38 RE: OT: wie zerhacke ich Äste???
mo

Zitat von scandibuss im Beitrag #32

Jah sammahl, is dieser wissenschaftliche SchnickSchnack hier wirklich am Platze?


Das ist ganz wichtig, wenn Ihr euch mal einen kleinen Finger abhackt und der Ambulanzdoc anerkennend meint: Der ist aber schön sauber abgetrennt. Dann könnt Ihr sagen, das hab bei moose gelesen, sonst wärs mehr gequetscht.

Den Tod zu planen ist schon schwierig genug, das Leben zu organisieren gar unmöglich, jeder Tag in Harmonie mit Mutter Natur ist ein Segen.

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08.03.2013 19:46
avatar  Andreas Schürmann ( gelöscht )
#39 RE: OT: wie zerhacke ich Äste???
An
Andreas Schürmann ( gelöscht )

>>> ... oszillierende Verschiebung des Phloem zum Xylem
Der 1. April ist ja noch ein bisschen hin.

Bei einer Axt die ich mitnehmen will spielt die Hülle auch eine große Rolle, den die wasserdichten Säcke büßen enorm an Funktion ein, wenn an einer Stelle die Axt heraus schaut.

Ich hab mal eine Schweizerarmeeaxt geschenkt bekommen, die macht das was ich von einer Axt erwarte und mit etwas Pflege sicher mein und noch ein Leben lang.


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08.03.2013 20:40 (zuletzt bearbeitet: 08.03.2013 20:41)
#40 RE: OT: wie zerhacke ich Äste???
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Zitat von Andreas Schürmann im Beitrag #39
... oszillierende Verschiebung des Phloem zum Xylem
Der 1. April ist ja noch ein bisschen hin.

Genau, der ist noch viel zu lange hin, als dass wir an der Wissenschaftlichkeit deiner Erläuterungen, Moose, anfangen zu zweifeln. Insbesondere überzeugt mich die Argumentation, "Problem beim Durchhacken ist die Initialzelle die auch dafür sorgt, dass der Ast möglichst biegt und nicht bricht". Dass sie ".... sich aber im Lot auf die Längsachse exponentiell addieren", war mir neu und ist von mir auch noch nicht so ganz verstanden. Aber ich bin sicher, wenn ich erst mal eine Nacht darüber grübele, dann wird mir dass schon noch klar werden. Und wenn nicht, dann frage ich einfach noch mal nach, und nochmal, und nochmal, ...
Ebenso geht es mir beim Verständnis der "oszillierende Verschiebung des Phloem zum Xylem", aber das ist wohl das kleinere Problem.

Danke für die Erläuterungen, und dass ich das noch begreifen werde, dafür geb ich mir gleich noch ein aufmunterndes Toi Toi Toi

Gruß Michael


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08.03.2013 21:01
avatar  Andreas Schürmann ( gelöscht )
#41 RE: OT: wie zerhacke ich Äste???
An
Andreas Schürmann ( gelöscht )

>>> Aber ich bin sicher, wenn ich erst mal eine Nacht darüber grübele,

Nicht grübeln, das ist ein typischer Fall von 40% Mathematik, will sagen: "Das trinkt man sich hin".


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08.03.2013 21:54
avatar  sputnik
#42 RE: Die Axt im Walde, oder wie spalte ich Holz
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Zitat von Donaumike im Beitrag #27
Ich warte nur noch darauf dass jemand eine gute alte „Smalcalda“ Axt aus Thüringen, Made in GDR ins Rennen schickt.


LG, Mike



Und ich dachte, die können nur Bratwürste machen

Gruß, Stefan
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Stark und groß durch Spätzle mit Soß'

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09.03.2013 23:35
#43 RE: Die Axt im Walde, oder wie spalte ich Holz
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Zitat von Rheinländer im Beitrag #37
Moose, GENAU DAS wollte ich sagen. Danke.

Björn


Man kanns auch so sagen:

Dreimal draufhauen, wenns nicht klappt, den Klotz umdrehen, draufhauen und durch.


Geht auch ohne Bio Leiste.

Die Theorie von Moose war aber erhellend und bestätigend.

Möchte mit diesem Beitrag aber nicht zu irgendwelchen Spaltungen beitragen.

Happy hacking

Dull Knife

Im Leben ist es wie beim Paddeln: Wenn die großen Wellen kommen, immer in der Hüfte schön locker bleiben.


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11.03.2013 14:56
#44 RE: Die Axt im Walde, oder wie spalte ich Holz
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Zitat: sputnik
„Und ich dachte, die können nur Bratwürste machen

Nicht nur leckere Bratwürste…ich bekomme gerade Hunger darauf.

Für die Jäger sind die Suhler Jagdwaffen vielleicht etwas.

Gruß, Mike


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11.03.2013 20:00
#45 RE: Die Axt im Walde, oder wie spalte ich Holz
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Ich sehe im PC vor lauter Äxten den Wald nicht mehr.


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11.03.2013 22:23 (zuletzt bearbeitet: 11.03.2013 22:23)
avatar  Agathos
#46 RE: Die Axt im Walde, oder wie spalte ich Holz
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Schönes Bild Donaumike!!!

Aber mal ganz im Ernst: Ich mag meine Fiskars! Es sind die einzigen Äxte, die bisher eine Horde Halbstarker und ( oh Gott, jetzt schreien gleich alle auf) Angetrunkener, die meinen, der Stiel reiche zum Schlagen von Feuerholz aus, überlebt haben.

Sie sind stabil, scharf, man kann sie nachschärfen, sie brauchen wenig pflege, vertragen einen ruppigen Umgang, ....

Und ich muß anmerken: beim WTL hat meine Fiskars mit Anstand und Abstand das meiste Feuerholz fürs große Zelt gemacht. Da hab ich keine der zuvor vielgelobten Äxte gesehen!

Schmunzelnde Grüße
Agathos

Nature never betray the heart that loved her. (Rutstrum)


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12.03.2013 11:51 (zuletzt bearbeitet: 12.03.2013 11:52)
#47 RE: Die Axt im Walde, oder wie spalte ich Holz
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Hallo Agathos,
nutze diese Beile professionell seit mehr als 15Jahren und kann Dir beipflichten.Die anderen wären mir zu schade fürs tägliche und 15Jahre ohne einmal neu einstielen hat auch was für sich. Und scharf gemacht reichts zum Rasieren.
Gruß
Hans-Georg


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14.03.2013 23:11
avatar  janhimp
#48 RE: Die Axt im Walde, oder wie spalte ich Holz
ja

Moin Stefan! Die konnten sogar erstklassige Beile und Äxte, außerdem auch alle möglichen anderen stählernen Werkzeuge machen! Meine bevorzugte Kombination war ein 800 Gramm Smalcalda-Küchenbeil mit einem 75 cm langen geraden Eschenstiel. Passte an den Rucksack und ins Boot. Damit habe ich 15 Jahre alles benötigte Holz, unterwegs wie für den Winter, gehackt. Inzwischen lebe ich zuhause zentralbeheizt und unterwegs freut mich mein winziger Hobo-Ofen aus Titan, für dessen Futter ich weder Axt noch Beil brauche. Das wohl beste an der Smalcalda: sie war so scharf zu bekommen (Belgischer Brocken), dass ich damit zum Vergnügen meiner Reisegefährten gelegentlich Kartoffeln geschält habe. (Brauchte etwas Übung im Geheimen.)
Weiterhin gut Holz,
janhimp


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17.04.2013 15:49
#49 RE: OT: wie zerhacke ich Äste???
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Hallo, ihr Experten,
könnt ihr mir sagen, um was für eine Axt es sich beim unteren der beiden abgebildeten Exemplare handelt? Die Oberseite ist geformt wie ein Hammer.
Ist das eine spezielle Axt für Zimmerleute? Oder eine regionale Besonderheit? Sie wurde im Schlamm in den Cevennen gefunden, am Ufer der Ardèche.

Gruß Michael


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17.04.2013 16:28
avatar  moose
#50 RE: OT: wie zerhacke ich Äste???
mo

gipserbeil

Den Tod zu planen ist schon schwierig genug, das Leben zu organisieren gar unmöglich, jeder Tag in Harmonie mit Mutter Natur ist ein Segen.

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