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Paddelbau - Anfängerfragen
#51 RE: Paddelbau - Anfängerfragen

Grüßt Euch!
Bei den Paddeln mit den Ahornschäften habe ich auf 2,4 zu 2,8 ausgehobelt, liegend verbaut. Am Übergang hat es 2,8 zu 1,8. Blattstärke ausgehobelt auf 1,8.
Beim Weichholz auf 3,0 zu 2,4. Stehend verbaut. Dazu die Blatthälften auf 1,0 ausgehobelt, ergo für den Übergang viel zu viel Material am Schaft abnehmen müssen. Hab's mir eh' gedacht, dass das nicht gut gehen kann und überlegt noch Zwickel einzuleimen um diesen Bereich stärker zu machen. Wollte es dann aber doch genau wissen - jetzt weiß ich es.
Mein Patschehändchen ist um Einiges schmaler, und gut möglich, dass ich die Paddel nicht knapp 9,0 durchbiegen kann, viel wird nicht gefehlt haben. Mangels dritter Hand zum Nachmessen kann ich mich da nur auf mein Augenmaß verlassen...
Try'n'error eben, ich find's spannend.
Gruß aus dem Wein/4, André.
Andreas Schürmann
(
gelöscht
)
#52 RE: Paddelbau - Anfängerfragen

@gleiter
>>> "Slicen" müßte mir noch erklärt werden
Meine Formulierung wäre, das Paddel im Wasser von A nach B ziehen ohne Vortrieb zu erzeugen.
Dafür finden sich viele sinnvolle Einsatzmöglichkeiten, nicht nur Show und Jagd.
Eine dünne Paddelkante begünstigt das "slicen".
Am Sinn des Druchbiegeversuches melde ich mal Zweifeln an.
Meine Paddel die eine ähnliche Form hätten würde alle den Versuch, sie zum Beispiel 11cm durchzubiegen mit einem Bruch beantworten.
Die sind nähmlich sehr steif und sollen es auch sein. American freestyle mit einem schwabel Blatt wird ja noch schwieriger.
Ich habe auch lange schmale Tourenpaddel die das locker wegstecken, da muss man schon gucken welche Paddel soll wieviel Flex haben.
Eigentlich geht es um Kräfte und nicht um Durchbiegungen, warum als nicht einen Test mit einer bestimmten Kraft.
Ist natürlich spannnend wie viel Kraft man ansetzen müsste.
Viele Kaufpaddel großer Hersteller zollen in ihrer Form der Möglichkeiten großer Trommelschleifmaschinen Tribut.
Da lässt sich mit liebevoller Handarbeit meist mehr aus dem Holz machen.
Gerade runtergeschleifen und mit dem Abrundfräser dran lang, habe ich bei billigst Importen gesehen.
Von unseren Paddeln hat keines unter 26mm beim Schaftgriff (senkrecht zum Blatt), die steifen haben 29 bis 30mm.
Vergleiche sind nur sinnvoll, wenn auch die Holzsorte berücksichtigt wird.

Grüße Dich und Danke für die umfangreiche Antwort!
Zitat von Andreas Schürmann im Beitrag #52
Am Sinn des Druchbiegeversuches melde ich mal Zweifeln an.
Meine Paddel die eine ähnliche Form hätten würde alle den Versuch, sie zum Beispiel 11cm durchzubiegen mit einem Bruch beantworten.
Habe da inzwischen auch meine Zweifel. Allerdings bei unseren bisherigen wenigen Paddeleinsätzen gemerkt, dass so ein kräftiger Bogenschlag ganz schön Druck auf's Paddel bringen kann - von daher meine Simulation. I.Ü, ich habe das noch mal nachgestellt, es ist keine Handbreit (meine Hand, 9 cm) um die ich ein Paddel durchbiegen kann, es ist weniger.
Zitat von Andreas Schürmann im Beitrag #52
Eigentlich geht es um Kräfte und nicht um Durchbiegungen, warum als nicht einen Test mit einer bestimmten Kraft.
Ist natürlich spannnend wie viel Kraft man ansetzen müsste.
Eben, das war auch meine Überlegung zum Test.
Zitat von Andreas Schürmann im Beitrag #52
Von unseren Paddeln hat keines unter 26mm beim Schaftgriff (senkrecht zum Blatt), die steifen haben 29 bis 30mm.
Vergleiche sind nur sinnvoll, wenn auch die Holzsorte berücksichtigt wird.
Wenn's beim Griff senkrecht zum Blatt 26 bis 30 mm hat - wieviel hat's dann am Übergang zu den Blättern? Und in welcher Breite arbeitest Du die Schäfte aus?
Und auch klar, dass die Holzart eine entscheidende Rolle spielt.
Danke auch für die Erklärung des Slices, an eine wenige mm starke Paddelkante muß ich mich noch heran arbeiten. Meine bisherigen Versuche sind weit entfernt von dünn.
Dank und Gruß aus dem Wein/4, André.
Andreas Schürmann
(
gelöscht
)
#54 RE: Paddelbau - Anfängerfragen

@gleiter
>>> Wenn's beim Griff senkrecht zum Blatt 26 bis 30 mm hat - wieviel hat's dann am Übergang zu den Blättern?
Für die Antwort habe ich etwas länger gebraucht, das reine Maß nützt recht wenig die Form drum herum macht erst ein gutes Paddel.
Auf Fotos war das nicht gut zu erkennen, aber ich habe mal Bilder mit einer Streifenprojektion aus 30° gemacht, mit etwas Übung wird die Form da recht klar.
Das ist mal ein Sperrmüllpaddel, also ich habe es im Sperrmüll gefunden, da war es auch gar nicht so falsch eingeordnet.
24mm am Übergang vom Schaft zum Blatt.
Auch dies ein Paddel der billig Kategorie.26mm am Übergang vom Schaft zum Blatt.
Das ist nun ein richtiges Paddel vom Pied Pieper aus Hameln.
23mm am Übergang vom Schaft zum Blatt, Glasfaserbeschichtet, kein Flex.
Ein Paddel mit dem Frame Label von Hans-Georg Wagner.
25mm am Übergang vom Schaft zum Blatt. Erle, reichlich Flex und sehr leicht.
Ein Paddel das ich während eines Baukurses bei Holzstoff in Potsdam gebaut habe.
26mm am Übergang vom Schaft zum Blatt. Kirsche mittlerer Flex mittel schwer.
Das bilig Paddel lässt vorallem am Übergang vom Schaft zum Blatt eine Bearbeitung der Blattkante vermissen.
Diese Klotzigkeit bestätigt sich mit Strudeln und Sprudeln, spätestens beim Slicen und Wriggen.
Ich hoffe die Bilder helfen Dir etwas.
#55 RE: Paddelbau - Anfängerfragen


@Andreas Schürmann :
Vielen Dank für diese sehr eindrucksvollen Bilder und die Extraarbeit mit der Projektion.
Realistisch betrachtet sind meine ersten vier Paddel in der Kategorie "billig" einzuordnen, die beiden Zedernpaddel der zweiten Versuchsreihe kommen da schon eher in die Richtung "brauchbar" - auch wenn sie definitiv einen zu dünnen Schaft haben.
Werde sie dennoch fertig stellen, vielleicht schaffe ich es sogar bis zum Treffen am Faaker See.
Wo ich wohl einen guten Vergleich mit anderen Paddeln haben kann, da hast Du recht, sowas muß mensch "begreifen" können.
Dank und Gruß aus dem Wein/4, André.

Grüßt Euch!
Ein kleines Update.
Unsere ersten Paddel hatten Alle einen viel zu langen Schaft, da waren wir eher suboptional beraten gewesen...
Die beiden an sich viel zu schweren Nußpaddel habe ich nun gekürzt, mal sehen wie sich das im Einsatz bewährt. Dazu werde ich auch noch ordentlich Material an Blättern und Schäften abnehmen, was bei meinen ersten Versuchen die Blattkante ist, ist beim AOC Treffen "begriffenen" Paddel die Stärke innen...
Und ich arbeite an zwei neuen Paddeln - diesmal so "Schwanzförmige" in Linde. Mit passender Schaftlänge.
Dazu eine Frage: Die Blätter habe ich auf eine Breite mit 12 cm und eine Länge mit 70 cm konzipiert - gut oder eher nicht?
Abmessungen habe ich aus dem Netz gezogen, Vergleich mit Einigen zum Verkauf angebotenen.
Dank und Gruß aus dem Wein/4, André.
#58 RE: Paddelbau - Anfängerfragen

#59 RE: Paddelbau - Anfängerfragen

Danke Dir, LL.
Vor Allem bei der Breite bin ich ein wenig unsicher - da hat es nach den Netz-Funden schon eine recht große Differenz zwischen gefühlt viel zu breit und verdammt schmal, 12 cm sind da schon recht schmal, schaut aber auch sehr gut aus...
Gruß aus dem Wein/4, André.

Grüßt Euch!
Eine Detailfrage zu einem Biberschwanzpaddel: Soll auch hier der Schwerpunkt beim Übergang vom Blatt zum Schaft sein?
Nach der groben Fertigstellung des ersten Paddels läge der nämlich gute 7 cm Richtung Blattspitze.
Dank und Gruß aus dem Wein/4, André.


Zitat von Trapper im Beitrag #61
Auf den Bildern sieht es ja noch so aus,das da noch Potential zum Abgleich wäre.
In der Tat. Nicht ganz, aber recht knapp bin ich nach dem Ausschleifen an diesen Punkt gekommen.
Blattstärke 8, Kanten 4 mm - mehr wollte ich eingedenk des Materiales (Linde) nicht abnehmen.
Bin soweit zufrieden mit dem Ergebnis, 523 resp. 548 gramm nach der ersten Ölung gehen auch ok.
Dank und Gruß aus dem Wein/4, André.
#63 RE: Paddelbau - Anfängerfragen

Grüßt Euch!
Muß den Thread mal aus dem Eck holen und abstauben.
Hab' mir vom Holzplatz eine Bohle Red Cedar geholt und versuche erstmals Biberschwazpaddel aus einem Stück zu machen, geht ja eh'.
Beim Ausarbeiten habe ich mich an bereits vorhandenen Linde/Ahornpaddeln orientiert (genau jene, welche im letzten Beitrag zu sehen sind) und komme nun drauf dass die Zederblätter sehr viel Flex haben. Ok, im Forum gestöbert, aha, Flex eh' ganz brauchbar wenn mensch gemächlich am See herum paddelt (so wie eben wir).
Frage nun: Wann ist's zu viel? Was passiert genau, wenn sich das Blatt gut biegen läßt?
Bild im Anhang zeigt hoffentlich recht gut die Unterschiede. Druck so ca. um die 6 bis 7 Kilo (Digiwaaage geht dummer Weise nur bis 5 Kilo, da biegen sich die Paddel nicht so stark wie am Bild.
Was meinen die Profis? Macht es Sinn weiter zu bauen, oder ist das auch schon ein Fall für die thermische Entsorgung?
Blatt wäre so weit fertig, Griff und Schaft sind erst grob gearbeitet, Schwerpunkt aktuell ca. 10 cm vom Blattübergang Richtung Griff. Wär eigentlich schade drum, aktuell 37 Deka heben sich ganz gut, da ist noch gut was drinnen beim Griff.
Oberfläche wird wieder mehrmals geölt, das hat sich bis jetzt gut bewährt.
Danke für's Lesen und Antworten.
Gruß aus dem Wein/4, André.

#65 RE: Paddelbau - Anfängerfragen


#67 RE: Paddelbau - Anfängerfragen


...ich denke auch weiter machen! Der Flex am Paddel ist ein höchst individuelles Thema! Der eine liebt ihn und kann nicht genug kriegen, der andere hasst es und fasst nur bocksteife Blätter an.Kommt auch auf das Gewässer und das Boot an. Im Wildwasser oder schnell fließenden Flüssen ,ist Flex eher hinderlich da schnelle Reaktionen gefragt sind. Auf Wandertour oder Seenpaddelei liebe ich eine guten Flex im Paddel! Da hilft nur selber probieren...
#69 RE: Paddelbau - Anfängerfragen

Ich hab dann mal gerade etwas rumexperimentiert:
Ein Paddel, was im Moment noch im Rohbau ist, wiegt noch ca. 800g, muss also noch was runter, und das Blatt ist auch noch zu dick:
Die Schraubzwingensammlung an der Blattspitze wiegt recht genau 5 kg. Die Durchbiegung ist hier noch recht moderat.
Ein anderes Paddel, mit dem ich gerne unterwegs bin und das auch von anderen Paddlern schon als angenehm zu paddeln bezeichnet wurde:
Hier habe ich noch eine weitere Schraubzwinge an die Spite gehängt, zusammen recht genau 6 kg. Hier habe ich dann eine Durchbiegung zwischen unbelastet und belastet von 11 cm an der Blattspitze gemessen.
Beide Paddel waren für die Versuche und Bilder am Griff und am Übergang zwischen Schaft und Blatt eingespannt.
Letztlich bleibt also nur auszuprobieren, was für dich angenehm ist.
Gruß, LL
#70 RE: Paddelbau - Anfängerfragen

Danke Euch, und Ihr habt natürlich völlig recht - Versuch macht kluch.
Taugt's was - fein, falls nicht - Unterzündmaterial, auch recht. Zum Glück habe ich keine Zeit - ich nehme sie mir, wenn ich sie brauche.
Griffe sind schon fast Handkuschelig, an den Schäften muß ich noch arbeiten zwecks Schwerpunkttarierung - aktuell 35 Deka sind sehr nett.
Das Paddel mit dem Du gerne unterwegs bist, LL, was für ein Holz ist das, wie stark ist das Blatt im unteren Bereich? Läßt sich dieses Paddel auch entlang der Längsachse biegen?
Gruß aus dem Wein/4, André.
#71 RE: Paddelbau - Anfängerfragen

Dass Paddel ist haupsächlich aus Esche mit ein paar Nussbaumstreifen. Das Blatt ist mittig an der Spitze gut 5 mm stark, seitlich etwa 4 mm.
Was verstehst du unter "entlang der Längstachse biegen"? Also bei sinnvoller, "artgerechter" Belastung findet die Durchbiegung nahezu ausschießlich in Blatt statt. Eine Verformung des Schafts ist zumindest mit dem Auge nicht zu erkennen.
Hier im Forum sind aber auch deutlich kompetentere Paddelbauer als ich unterwegs. Vielleicht melden die sich ja auch noch. Meine Kenntnisse stammen hauptsächlich vom aufmerksamen Betrachten anderer Paddel, Gesprächen mit anderen Paddlern und Paddelbauern und eigenen Experimenten.
Canadiertreffen sind für solche Gespräche und Vergleiche sehr hilfreich.
Gruß, LL

Zitat von Lasse Lachen im Beitrag #71
... Esche ... Das Blatt ist mittig an der Spitze gut 5 mm stark, seitlich etwa 4 mm.
Was verstehst du unter "entlang der Längstachse biegen"?
Gut, bei Esche wohl eher nicht.
Genau in diesem Bereich, also Blattende, wo's schon recht dünn ist. Flex - klar. Wenn Du jetzt den Schaft ans Blattende verlängerst - das meine ich mit Biegen entlang der Längsachse - kannst Du das Blatt auch in dieser Richtung verbiegen? Also mit Maserungsverlauf, falls das verständlicher ist.
Dank und Gruß aus dem Wein/4, André.
#73 RE: Paddelbau - Anfängerfragen

#74 RE: Paddelbau - Anfängerfragen

#75 RE: Paddelbau - Anfängerfragen

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