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Paddelbau - Anfängerfragen

Zitat von Hans-Georg im Beitrag #24
580g geht auch mit Eiche.
Gruß
Hans-Georg
Na, dann gehe ich mal mit dem - allerdings noch nicht fertigem - 900 g Paddel in Ahorn/Linde kurz mal in den Keller zum Schämen...

Interessantes Thema allemal, das hat Potential!

Noch Mal "Flex", ich hab's nach wie vor nicht kapiert: Wenn ich meine Rohlinge schräg auf den Boden stelle und mal kräftig quer zum Blatt aufs Paddel drücke (vulgo Bruchtest: Hält's eh' noch oder bricht es gleich...) und ich das Paddel ein Stück weit "biegen" kann - das ist der Flex? Ich vermute mal ja? Und weiter gedacht - je biegsamer das Paddel, desto schlechter beim Versuch das Boot auf Mach 2 zu beschleunigen weil sich das Paddel dann einrollt wie ein Blatt???
Also dann doch lieber so steif wie möglich?????
Oder ist das jetzt genau so akademisch wie die theoretische V-max meines Autos?
Ratlos. Gruß aus dem Wein/4, André.
#27 RE: Paddelbau - Anfängerfragen

Ein gewisses Maß an Flex, also Nachgiebigkeit des Paddels, ist wohl ganz angenehm und wird auch oft als gelenkeschonend dargestellt. Die Energie, die du zur Verformung des Paddels hineinsteckst ist ja nicht verloren, sondern wird als zusätzlicher Vortrieb am Ende deines Schlages, wenn dein Druck auf das Paddel nachlässt und sich das Paddel wieder zurück verformt, wieder freigesetzt.
Ist der Flex aber zu groß, das Paddelblatt also zu labil, dann wird die Bewegung unpräzise. An der Stelle befinde ich mich aber auch noch auf der Suche nach dem richtigen Kompromiss.
Gruß, LL
#28 RE: Paddelbau - Anfängerfragen


Zitat von gleiter im Beitrag #28
Mein Nick ist Programm!
^^ dann brauchst du ein extrem gutes Paddel und eine super Technik, um ins Gleiten zu kommen ;-)
Auch beim gemütlichen Fahren ist ein gutes, passendes Paddel 1000 mal besser als irgendeins. Es lohnt schon, ein gutes, zu einem passendes Paddel zu haben, bei dem Flex zum Paddelstil passt.
#30 RE: Paddelbau - Anfängerfragen
Hi André,
dann solltest Du dich mit Deinem Kanadier eventuell an der hier gezeigten Gondel orientieren...
Gruß
Marc

Grüßt Euch!
Das erste Paddel ist fertig. Schwarznussblätter mit Ahornschaft und -griff. Oberfläche mit PurSolid von AURO behandelt. 900 g.
Das Buch von Warren/Gidmark ist gerade rechtzeitig gekommen um noch den Schwerpunkt des Paddels zu optimieren.
Danke auch hier für Eure Beiträge bis hierher.
Gruß aus dem Wein/4, André.

Grüßt Euch!
Habe meine ersten Paddel fertig.
Wiegen zwischen 917 und 807 Gramm, wie sich das Ganze dann im Einsatz am Wasser gibt wird sich zeigen, ich vermute mal, dass wir nie (???) in einen Grenzbereich kommen werden.
Erfahrung macht klug - und so ein Paddel ist ja schnell gebaut - von daher gehe ich den ersten Einsätzen recht entspannt entgegen...
Oberfläche vier Lagen PurSolid Hartöl von AURO mit einem Zwischenschliff 240 vor dem letzten Auftrag.
Gruß aus dem Wein/4, André.
#33 RE: Paddelbau - Anfängerfragen

Grüßt Euch!
So "rein zufällig" hat eine Zedernholzbohle den Weg zu mir gefunden, und, schau, schau - da gehen sich doch glatt zwei neue Paddel aus, so ein Zufall aber auch...
Kurzer Tanz durch die Werkstatt - und schon liegen zwei Rohlinge für den Feinschliff bereit.
So - und nun kommt Ihr ins Spiel: Hat Eine/r von Euch reine Zedernholzpaddel und kann berichten? Dass diese Paddel ganz sicher nicht für den WW Ritt über Stock und Stein taugen ist klar.
Ich spiele mit dem Gedanken die Paddel völlig unbehandelt zu lassen, zwei bis drei Feinschliffe 240 mit Zwischenwässern bringen eine ausreichend glatte Oberfläche.
Warum denn das, werdet Ihr fragen? Nasse Zeder hat nun mal diesen einzigartigen Geruch, wäre doch nett, wenn uns dieser Duft auf Tour begleiten kann.
Hat DAS schon mal Eine/r von Euch realisiert und kann berichten?
Dass so ein nasses unbehandeltes Paddel nicht in der prallen Sonne trocknen soll ist klar, die Verleimung mit Fensterleim reicht allemal, und ein kleiner Test hat ergeben: Zwei Stücke rohe Zeder über 15 Stunden voll im Wasser liegen gehabt hat gerade mal 20% Gewichtszunahme ergeben bei minimalem Quellen der Hölzer. Rein in der Theorie also machbar.
Praxis? K.A., wird sich zeigen. Nachölen kann ich ja immer noch.
Was meint das erfahrene Publikum dazu?
Dank und Gruß aus dem Wein/4, André.

Moin Andrè,
feine Paddel und Du hast recht: Zeder riecht ganz gut. Ich hätte bei wirklich rohen Paddeln aber Sorge, das die nicht in Form bleiben. Zudem ist der Holz/leimtest über 15 Std. gut aber die Belastung beim paddeln ist doch eine andere. Der Wasserkontakt ist ja eher intervallmäßig und zudem wird die Holzfaser ja auch noch mechanisch belastet. Soweit meine Bedenken aber wenn Du Lust zum Praxistest hast -leg los und viel Erfolg.
Viele Grüße
docook
#35 RE: Paddelbau - Anfängerfragen

Meine Eskilatte habe ich auch aus Zedernholz(Red Cedar) gebaut, aber an den Kanten mit dünnen Eschenleisten verstärkt.Das hat sich gut bewährt, da mir die Zeder sonst zu weich wäre und zu Kantenausbrüchen neigt.
Jedes Holz ist aber anders und heimische Zedernarten wohl einiges druckstabiler und schwerer. Da hilft nur ausprobieren. Ölen würde ich das Holz aber schon!
Ich habe schon Paddel aus Eiche,Buche,Sperrholzplatten und sonst noch so einiges gepaddelt.Sie haben alle erstaunlich gut funktioniert. Also warum nicht Zeder????
#36 RE: Paddelbau - Anfängerfragen

Ja,
ich bau ja gewerblich Grönlandstyle-Paddel, fast ausschliesslich aus WRC. Sehr leicht, zwischen 580 und 800g für ein 222er. Ursprünglich hab ich die aus dem Vollen gearbeitet, mitlerweile bekommen die Kanten aus Kirsche-, Ahorn- und Nußresten. Dadurch habe ich die doppelte Aubeute aus der Zeder und die Kanten sind halt stabiler, netter sieht das auch aus.
Meine eigenen Paddel sind aber nur aus unverleimter Zeder. Ich öle meine Paddel alle mit Auro 126, aber ein Bekanter fährt sein Zederpaddel schon viele Jahre ungeölt, klar, das geht schon. Der Geruch lässt aber stark nach und das Holz sieht ziemlich unspektulär gammelig aus. Aber hat natürlich auch was.
#37 RE: Paddelbau - Anfängerfragen

Danke Euch, also ein klares JEIN.
Dann kann ich ja mal mit dem unbehandelten Paddel eine Zeitlang umatun, und wenn's nimmer duftet eben ölen. Ich verwende übrigens AURO 123.
Guter Tip mit der Fichte, Danke, da habe ich erst heute ein passendes astfreies Reststück in der Hand gehabt...
Buche würde ich übrigens auch nicht für ein Paddel nehmen.
Gruß aus dem Wein/4, André.

Zitat
Also Buche würde ich gewiss nicht nehmen- viel zu kurzfaserig, unstabil und zum extrem verziehen neigend. Eines der ungeeignetsten Hölzern überhaupt.
Ich würde es auch nicht unbedingt wählen!Das Vollholzpaddel wird aber seit einigen Jahren regelmäßig benutzt und funktioniert; ist aber materialbedingt elendig schwer!



Grüße Dich und Danke!
Zitat von Trapper im Beitrag #41
Wenn ich mich recht entsinne wurde etwas bei 900gr. genannt, was gefühlt auch in etwa hinkommen dürfte.
AUTSCH!
Dann kann ich ja meine bislang gebauten vier Paddel mit zwischen 825 und 917 g gleich thermisch verwerten - oder noch mal massiv überarbeiten.
Anfängerfragen eben.
Die beiden WRC Paddel haben aktuell 620 bzw. 630 g - da kommt noch ein bißl was weg mit der Endfertigung. Immerhin.
Dank und Gruß aus dem Wein/4, André.
#43 RE: Paddelbau - Anfängerfragen

Die beiden WRC Paddel haben aktuell 620 bzw. 630 g - da kommt noch ein bißl was weg mit der Endfertigung. Immerhin.
Bei der Form halt ich das für o.k. Meine ersten waren dagegen fürchterliche Klopper. Inzwischen mach ich
auch mal Eichenpaddel mit 550g, Kirschbaum/Ahorn mit 430 bzw.380g, Erle mit 350g, allerdings mit schmaleren Blättern.
Gruß
Hans-Georg
Andreas Schürmann
(
gelöscht
)
#44 RE: Paddelbau - Anfängerfragen

@gleiter
Ich würde nicht behaupten, dass das Gewicht keine Rolle spielt, so lange man unter 1kg bleibt,
doch wären mir Kriterien wie: "Catch", slicen, Griffform, Balance,
zunächst wichtiger als 900g oder 800g.
Das Kriterium "gut paddelbar" erzeugt (nach meiner Erfahrung) auch immer schöne Paddel, da kann man also nichts falsch machen.


Grüßt Euch!
"Slicen" müßte mir noch erklärt werden, ob und wie das Paddel verwirbelt wird sich zeigen. Ausbalanciert sind sie Alle und die Griffform passt zu unseren Patschehändchen.
Habe auch eine neue Experimentierreihe gestartet, zwei Stück in Lärche, zwei Stück in Linde, Blätter, Schäfte und Griffe jeweils aus dem gleichen Holz. Dazu der Versuch so schlank wie möglich zu bauen. Ist gehörig in die Hosen gegangen - drei von vier sind beim Belastungstest alle an der gleichen Stelle zerbrochen. Übergang Blätter zum Schaft, da habe ich schlicht zu viel Material am Schaft abgenommen. Try'n'error eben, aus Schaden wird mensch klug.
Leider hat's auch eins der Zedernpaddel erwischt. Bis vor dem Fräsen der Schaftrundung alles gut, danach nicht mehr. Maserungsverlauf nicht schnurgerade - bingo - der Schaft ist über gut 2/3 seiner Länge aufgebrochen. Vielleicht hält eine Verleimung, mal sehen.
Fazit des heutigen Werkstatttages: Vier von sechs Rohlingen zerbrochen, den einen heil Gebliebenen in Linde werde ich nicht fertig stellen wegen der gleichen Schwachstelle am Übergang. Ob ich die Zedernpaddel fertig stelle wird sich zeigen wenn das Verleimte den Belastungstest aushält.
Shit happens, ist nun mal so, und besser in der Werkstatt als später im Wasser.
In diesem Sinne, Gruß aus dem Wein/4, André.


Zitat von Trapper im Beitrag #47
Die Bedingungen deines Belastungstests würden mich da interessieren.
Ich stelle das Paddel schräg auf den Boden, eine Hand am Griff, die Andere etwa auf halber Höhe am Schaft. Dann drücke ich mal. Wenn sich das Ganze eine gute Handbreit durchbiegen lässt wird's wohl auch taugen.
Zitat von Trapper im Beitrag #47
Uih,herzliches Beileid!
Danke. Meine "Trauer" hält sich in Grenzen, ich buche das unter "wieder was dazu gelernt" ab und gut ist es. Das Schöne am Tüfteln im Holz ist, wenn's mal nicht klappt, kann's noch immer verwertet werden. Hab' schon Einiges für den Ofen produziert, im Laufe der Jahre...

Gruß aus dem Wein/4, André.

Zitat
Danke. Meine "Trauer" hält sich in Grenzen, ich buche das unter "wieder was dazu gelernt" ab und gut ist es.
Die Einstellung gefällt mir und schafft die waren Inovationen!
Zitat
Ich stelle das Paddel schräg auf den Boden, eine Hand am Griff, die Andere etwa auf halber Höhe am Schaft. Dann drücke ich mal. Wenn sich das Ganze eine gute Handbreit durchbiegen lässt wird's wohl auch taugen.
Wirklich eine Handbreit(bei mir ca. 11cm)? Ich wage zu behaupten das da auch viele "kommerzielle" Paddel versagen würden,bzw. sich gar nicht so weit durchbiegen lassen. Welche Maße haben denn deine Schäfte;wie dick ist das Blatt am Übergang!
#50 RE: Paddelbau - Anfängerfragen

... und wie dick sind deine Paddelblätter?
Wenn ich mir so einige als gut anerkannte Paddel und auch meinen letzten Eigenbau ansehe, dann kommt bei so einem Test wie du, gleiter, ihn beschreibst, der wesentliche Teil der Durchbiegung nicht vom Schaft, sondern vom Blatt. Wenn deine Blätter noch nicht dünn genug waren, dann versagt die schwächste Stelle. Bei dir offensichtlich der Übergang von Schaft zu Blatt.
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