Holzsüllrand Eigenbau

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05.05.2014 22:15
avatar  JoeBee
#26 RE: Holzsüllrand Eigenbau
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Hallo Zusammen,

ein kleiner Zwischenbericht.

In Vorbereitung der Deckmontage habe ich am Wochenende die Süllränder fertig gemacht. Zunächst wurde eine kleine Klemmvorrichtung gebastelt, um die beiden Aussensüllränder am Ende auf gleiches Niveau zu bringen. Gleichzeitig konnten mit dieser Vorrichtung die Süllränder nach oben gezogen werden, um die gewünschte Biegelinie einzustellen. (Faktisch habe ich das Boot einfach daran aufgehängt und so lange unterfüttert, bis die Biegelinie stimmte.)



Dann wurden die drei letzten Schraubenpositionen angezeichnet und die Süllränder mit provisorischen 3 mm Spaxe gegeneinander verschraubt. Die letzte Schraube ist etwa 2,5 cm vom Leistenende entfernt.



Anschließend wurden die Sägeschnittlinien der Leistenenden angezeichnet, ...



... die Leisten durch Lösen der jeweils letzten Schrauben um einige Millimeter vom Boot weggezogen und sodann mit einer Japansäge abgeschnitten.



Danach war Verrunden und Verschleifen angesagt. Nach dem Senken der Bohrlöcher für die Endschrauben wurde wiedermal geölt, und geölt, und geölt, ...



Die Schrauben am Leistenende wurden final eingedreht. Die provisorischen Schrauben auf Position 2 und 3 werden später durch die endgültigen Schrauben zur Deckbefestigung ersetzt. Somit sind die Süllränder prinzipiell fertig.

Die Decks

Das Thema beschäftigt mich seit einigen Tagen. Da die Innensüllränder nicht bis ganz in die Bootsspitze reichen, ergaben sich zwei Optionen, wie im letzten Beitrag illustriert. Ich habe mich für die „Messing“-Variante entschieden. Irgendwie ist es geradliniger, im wahrsten Sinne des Wortes, wenn Innen- und Aussensüllrand ununterbrochen bis in die Bootsspitze hineinlaufen, auch, wenn die vordersten 5 cm durch eine Messingplatte abgedeckt werden. Optisch ist das ein sauberer Abschluß. Ein weiteres Argument für die Variante war mein NC Haida, bei dem die Bootsspitzen oben schon recht mitgenommen aussehen – einfach vom Auf- und Abladen, Schultertransport, upside-down ablegen etc.. Auf die schniken Messingplättchen, wie serienmäßig bei einem deutschen Kanuhersteller verwendet, war ich immer etwas neidisch.

Noch ein Wort zur „Tannenbaum“-Variante. Einen gewissen Charme hat diese Option wegen ihres geschichtlichen Hintergrunds. Alfred Wickett, einer der ersten Old Town Werker bekam im August 1916 ein Patent auf diese Deck-Bauform, kurz nachdem er bei Old Town kündigte, um seine eigene Kanu-Manufaktur namens Penobscot Canoe Company in Milford zu gründen. Das neue Deck nannte er „The Pecaco Improved Deck“. Es wurde das Markenzeichen aller Penobscot Kanus bis etwa 1921, ehe man feststellte, daß beide Gunwales bis in die Bootsspitze geführt doch eine höhere Stabilität ergeben.

Zurück zu den Messingplättchen. Diese werden nur von oben aufgesetzt, also nicht umgefalzt. Bei einer Stärke von 1,2 mm wird das nicht nötig sein. Für das Problem der Befestigung mittels dreier Schrauben habe ich folgende Lösung gefunden.



Dabei werden die Innensüllränder vorne auf einen Spalt von ca. 22 mm Breite aufgefeilt, durch den die Decks bis in die vorderste Bootsspitze hineinreichen. Dort kann dann die Befestigungsschraube hineingedreht werden. Die Schablone für das vordere Deck ist schon fertig.





Ich denke, das ist eine Lösung mit der man leben kann. Oder, @ Andreas, ist das Gemurksel?

Nochmal zum Material der Decks:

Als mein Vater Anfang der Siebziger Jahre baute, blieb auf dem Dachboden eine Eichendiele liegen, ein Brett von etwa 150 x 30 x 2,5 cm mit wirklich schöner Maserung. Keine Ahnung, wozu es einst gedacht war, denn es sieht nicht nach Bauholz aus. Aber ich erinnere mich an die Worte meines Vaters: „Das heben wir auf. Viel zu gut um wegzuwerfen. Irgendwann machen wir was Schönes draus“. - Vor 20 Jahren starb mein Vater. Wir haben nie etwas aus dem Brett gemacht. Irgendwann geriet es in Vergessenheit. So liegt es dort oben seit über 40 Jahren, bei Wintertemperaturen um den Gefrierpunkt und Sommertemperaturen um die 50 Grad. Wenn ich alle paar Jahre auf dem Dachboden meines Elternhauses nach alten Sachen aus meiner Jugendzeit stöberte, sah ich jedesmal das alte Brett dort liegen, hatte aber nie einen Gedanken an einen möglichen Verwendungszweck. ... „Und was machen wir dann mit dem Kirschbaumbrett?“ fragte meine Frau heute. ... Ihr kennt meine Antwort.

So long.

JoeBee


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06.05.2014 23:40 (zuletzt bearbeitet: 06.05.2014 23:44)
#27 RE: Holzsüllrand Eigenbau
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Zitat
die es schaffen, die Süllränder auf Maß und endbündig in die Bootsschale einzupassen. "



Ich habe vor kurzen ein Nova Craft in RX mit Holssüllrand gekauft (und am letztzen WoEnde eingeweiht).
Die Innwales sind etwa 1 cm länger als das Boot, daher ist der Bug und Heck im Leistenbereich jeweils um c.a 0,5 cm gedehnt.
Sieht irgendwie "eingespannt" aus. Aber nach Deinem ausführlichen Thread ist mir nun klar warum sie das so machen.

LG Alex


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07.05.2014 08:09 (zuletzt bearbeitet: 07.05.2014 08:09)
#28 RE: Holzsüllrand Eigenbau
Tr

Moin JoeBee,
mit Akazie(Robinie) kann man nicht viel falsch machen auch wenn es erheblich schwerer als viele andere Holzarten ist dürfte das für die "Decks" nicht so schlimm sein.
Es kommt den Eigenschaften von Teak nahe, ist deutlich haltbarer und wasserbeständiger als unsere anderen heimischen Holzarten.

Eibe ist farblich ein Traum aber noch schwerer als Akazie, in wie fern diese witterungsbeständig ist habe ich keine Erfahrung.
Gruß
Jürgen


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07.05.2014 09:25 (zuletzt bearbeitet: 07.05.2014 09:26)
avatar  Trapper
#29 RE: Holzsüllrand Eigenbau
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..und wer mit diesen Hölzern arbeitet,sollte die persönliche Schutzausrüstung auch benutzen!

Internette Grüße Thomas


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07.05.2014 09:43
#30 RE: Holzsüllrand Eigenbau
Tr

Das setze ich als selbstverständlich bei Arbeiten die mit Schleifstaub zu tun haben auch bei den "anderen" Holzarten wie z.Bsp. Eiche voraus.
Ist hier ja kein Kindergarten und wir leben hier auch noch nicht in den USA bezüglich der Sicherheitshinweise auf den Beipackzetteln.
Speziell für Thomas: Holz ist überwiegend nicht zum Verzehr geeignet , trotzdem werden seit Jahrhunderten aus Eibe, Akazie und Robinie Möbel oder Fenster etc. gebaut!!!


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07.05.2014 12:12
avatar  Trapper
#31 RE: Holzsüllrand Eigenbau
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Zitat
rotzdem werden seit Jahrhunderten aus Eibe, Akazie und Robinie Möbel oder Fenster etc. gebaut!!!


Ja und auch verdammt gute Bögen!!! Wenn es denn fertig ist, ist es ja auch nicht das Problem...

Internette Grüße Thomas

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20.05.2014 20:53 (zuletzt bearbeitet: 20.05.2014 21:27)
avatar  JoeBee
#32 RE: Holzsüllrand Eigenbau
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Hallo Zusammen,

es geht in die vorletzte Runde. Heute sind die Decks dran.

Bevor ich mich den Decks widmen konnte, war noch die leidige Arbeit des Abschleifens der überstehenden Bootsschale erforderlich. Als unerwartet zäh erwies sich das Royalexmaterial. Mit einem 120er Schleifband tat sich da nicht viel. Erst mit einem groben 60er Band ergab sich der gewünschte Materialabtrag. Aber auch das dauerte noch eine geschlagene Stunde, bis beide Seiten bündig bis zum Süllrand heruntergeschliffen waren. Für den ersten Feinschliff wechselte ich wieder auf das 120er Band. Den unvermeidlichen Holzabtrag schätze ich auf ca. 1/2 mm. Dann aber hatte ich eine absolut ebene Oberfläche, bei der man den Übergang von Holz zu Roylex kaum mehr erfühlen kann. Der finale Feinschliff und der Übergang zur Verrundung wurde mit dem Handschleifer mit 120er Papier erledigt.





Danach war wiedermal ölen angesagt, mit dem üblichen naß-in-naß Verfahren, fünf bis sechs Schichten. Erstaunt hat mich, daß auch der Royalexstreifen zwischen den Süllrandleisten in gleicher Weise trocknete, wie das Holz. Ich hätte erwartet, daß die Trocknung des Öls dort nicht so schnell von statten geht. Am nächsten Tag war jedoch sowohl der Holzrand als auch der RX-Streifen trocken. Gut.

Die Decks

Endlich. Vorab zu bemerken ist, daß während aller Arbeiten zur Anpassung und Montage der Decks die provisorischen Hilfsholme im Boot verblieben. Diese sind trotz der verschraubten Holzsüllränder immernoch die formgebenden Elemente, die den Winkel am Bug vorgeben, solange, bis die Decks und die dahinterliegenden Tragegriffe final montiert sind. Mit Hilfe der bereits angefertigten Schablone wurden aus der ... Kirschplatte ... die beiden Deckrohlinge angezeichnet und ausgesägt. Es war die schöne, bogenförmige Maserung, die mich doch zur Kirschplatte hat greifen lassen – zurecht, wie man später sieht. (Die Eichendiele liegt mittlerweile auf meinem Dachboden)



Etwas aufwändig gestaltete sich die Anpassung der Seitenflanken der beiden Decks an die Süllränder. Deren Innenflanken sind nicht 100% parallel, sonder weisen einen leichten, nach unten zulaufenden Winkel zueinander auf. Dieser ist durch die Bootsform vorgegeben. Schob ich die exakt auf 90° gesägten Decks zwischen die Süllränder, ergab sich oben ein Spalt. Häufiges Nachschleifen und Anpassen war erforderlich, um diesen zu beseitigen.

Nachdem die Decks dann ebenfalls geölt waren, konnten diese zwischen die Süllränder geschoben und verschraubt werden. Zuvor mußten die provisorischen 3mm-Spaxe zur gegenseitigen Fixierung der Süllränder herausgedreht und mit Kerndurchmesser der endgültigen Schrauben (2,5mm) vorgebohrt, gesenkt und ... yep, geööölt ... werden. Als Schrauben verwendete ich wieder Original Spaxe, diesmal der Größe 4,5x60 A2 TX20. Diese reichen dann ca. 20mm tief in die Decks hinein. Das sollte heben. Um die Decks beim Bohren und der Montage bündig mit den Süllrändern zu positionieren, fertigte ich mir aus einem Stück Sperrholz ein Dreieck mit 5mm Übermaß zu den Decks an, welches ich auf die Decks klemmte und das ganze auf die Süllränder auflegte.





So schön das Ergebnis auch aussieht, wir sind noch nicht fertig. Die Messingabdeckungen waren der nächste kleine Bauschritt. Mittlerweile wurde die per Internet bestellte Messingplatte von 1,5mm Stärke geliefert. Mit einem Geodreieck wurde am Boot die hintere Kante der Messingplatte festgelegt und exakt ausgewinkelt. Dabei galt für die Messingabdeckungen, so kurz wie möglich, so lang wie nötig, um den „unsauberen“ Teil der Holzarbeit abzudecken. Die Messingplatte wurde an das Geodreieck angelegt und die Bugkontur von unten auf die Platte übertragen.



Es war Sonntag. Die lange nicht benutzte Dekopiersäge wurde entstaubt und aufgestellt. Dann der Blick ins Sägeblattfach. Ich hätte schwören können, noch ein paar Metallsägeblätter darin zu finden. Aber außer gähnender Leere war da nix weiter drin. So ein Mist. Die Stichsäge wollte ich nicht nehmen, weil ich ein Verkratzen der Messingoberfläche fürchtete und mir die Gefahr einer Verbiegung der Platte zu groß war. ... Also auf die harte Tour ...



Anschließend wurde die Sägekante geschliffen, diese dabei noch exakt an die Bootskontur angepasst, die Oberkante verrundet und poliert und ge... nein, diesmal nicht.





Danach wurden die Positionen der Verschraubungslöcher festgelegt, gebohrt und gesenkt. Als Schrauben werden Messing-Holzschrauben 3x20 verwendet. Die Messingplatten haben ein ganz schönes Gewicht. Ich denke, eine Materialstärke von 1mm oder 1,2mm würde es auch tun.



Im folgenden Bild sieht man das fertige vordere Deck, bereits mit dahinterliegendem, montierten Tragegriff.



Die Messingabdeckungen sind ein sauberer Süllrandabschluß und geben dem Deck eine edle Optik. Klar, die werden nach ein paar Jahren auch nicht mehr so glänzen. Wem das zu protzig wirkt, der kann als Alternative die Abdeckungen auch aus 2mm 5-fach-verleimtem Flugzeugsperrholz (Birke oder Buche) anfertigen. Das ist dann etwas rustikaler. Mir gefällt es so sehr gut.

Das war’s wiedermal. Im Prinzip ist der Austausch von Vinyl- auf Holzsüllrand hiermit vollständig beschrieben. Derzeit bin ich an den Sitzeinbauten dran. Der Vollständigkeit halber kommt demnächst noch ein kurzer Beitrag dazu.

Okay, ich hängs noch dran. Meine Frau eben: "willst du damit noch paddeln, oder soll'n wir einen Platz an der Wohnzimmerdecke dafür suchen?" ... na ja, mal nicht übertreiben ...

So long

JoeBee


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21.05.2014 12:34
#33 RE: Holzsüllrand Eigenbau
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Moin JoeBee,

schöne Arbeit, schaut sehr gut aus!

Ich frage mich allerdings, wie der nun offen liegende Schaumkern sich künftig "halten" wird?
Stichwort: Mechanische Belastung, Eindrücken, Dellen, "Ausfusseln" oder ähnlich.
Der Vinyl-Rand hat den weichen Kern geschützt, die beidseitig angebrachten Holzleisten nun nicht mehr.

Muss allerdings einräumen, dass ich persönlich keinerlei Erfahrungen diesbezüglich habe. Vielleicht sehe ich eine "Gefahr", die gar nicht besteht.

Die Messingplatten geben dem ganzen einen edlen Touch, prima!

Gruß
Peter


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21.05.2014 12:44
#34 RE: Holzsüllrand Eigenbau
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Hallo.
Auch von mir allergrößten Respekt JoBee! Tolle Arbeit.

@SL_paddler der originale Holzsüllrand von Nova Craft ist genau so aufgebaut. Bei mir sieht man dem Schaum keinerlei spüren von Benutzung an.

Ich habe mich allerdings beim Süllrand ölen nicht getraut, dass Royalex mit zu ölen, da ich nicht wusste, ob es mit dem Schaum zu irgendwelchen Reaktionen kommt. ..

Demnach war meine Sorge unbegründet.

Grüße aus dem südlichen Süden,

Klaus

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21.05.2014 13:30
#35 RE: Holzsüllrand Eigenbau
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Bei meinem kürzlich erworbenen Mad River Guide (Royalex mit Holzsüllrand) lag der Schaumkern auch offen, war aber durch regelmäßiges Ölen komplett versiegelt. Da würde ich mir keine Sorgen machen, solange das Öl Lösemittelfrei ist...

Gruß,
Markus


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21.05.2014 13:53
#36 RE: Holzsüllrand Eigenbau
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Owatrol marine D1... ob Lösemittel drin sind weiß ich nicht genau, aber es wird ja als extrem kriechfähig beworben...

Grüße aus dem südlichen Süden,

Klaus

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22.05.2014 21:05
avatar  JoeBee
#37 RE: Holzsüllrand Eigenbau
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Hallo,

ich bräuchte wiedermal Eure Hilfe. Es geht um die Positionierung des hinteren Sitzes, bez. meines Solo-Sitzes.

Kurz vorab zum Nutzungsprofil des Bootes: 90% solo. Für die restlichen 10% der Fahrten hat es vorne bereits den Rücksitz installiert. Von den 90% werden wiederum 90% Gepäcktouren sein, bei denen das Boot mit allem Reisegepäck der Familie beladen ist, Zelte, Schlafsäcke, Isomatten, Klamotten, Geschirr, Kocher, Proviant, während die anderen drei mit dem leeren Haida herumkutschieren. Wir fahren ausschließlich Zahmwassertouren. So der Plan.

Nun sehe ich zwei Möglichkeiten, zwischen denen ich mich derzeit noch nicht entscheiden kann:

1. Ich verwende den originalen Seriensitz wieder. Dann ergibt sich folgende Sitzposition:



2. Ich kaufe einen neuen NC-Seilflechtsitz für 110.- EUR, den ich um ca. 5cm breiter absäge und habe dann eine um ca. 15cm weiter vorne liegende Sitzposition, die vielleicht für die Solo-Nutzung etwas idealer ist.



Frage: speziell im Hinblick auf o.g. 81%ige Beladungssituation, ist es 110.- EUR Wert, einen neuen Sitz zu kaufen, der dann etwas günstiger positioniert ist? Oder relativiert die Beladungssituation das Ganze soweit, daß es der Originalsitz in etwas weiter rückwärtiger Position auch tut?

Bin hier wirklich unschlüssig.

Darüberhinaus zermartere ich mir das Hirn, wie man die Holme des Originalsitzes verbreitern könnte, ohne das es groß auffällt. Vielleicht hat auch hier jemand einen Tip dazu.

Dank Euch vorab.

Gruß

JoeBee


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22.05.2014 21:18
avatar  AxeI
#38 RE: Holzsüllrand Eigenbau
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Wie wärs mit dem Einbau eines Kneeling-Thwarts als dritten Sitz?



Axel

P A D D E L B L O G
There's more means to move a canoe than paddles

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22.05.2014 21:21
#39 RE: Holzsüllrand Eigenbau
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Hi,
bei Deinem Können nimm doch Methode Drei:
Bau Dir den passenden Sitz selbst!

LG Günter

A bad day on the water is better than any good day at work (Jerry Vandiver)

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22.05.2014 21:49
avatar  JoeBee
#40 RE: Holzsüllrand Eigenbau
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@ Axel
ok ... hatte ich nicht auf dem Schirm. Im Prinzip ein geneigtes Holzbrett zur Gesäßunterstützung beim Knien. Pooo, damit habe ich keine Erfahrung. Sowas kenne ich nicht. Richtig Sitzen ist dann nicht mehr, oder? Weiß nicht. Wenn überhaupt, dann an folgender Stelle, denn ich habe die bisherigen Einbauten (Sitz, Strebe) so installiert, daß die "nach vorne"-Richtung in Richtung der NC-Embleme geht. Als Tandem würde das Boot dann quasi rückwärts gefahren werden.



Muß ich drüber schlafen.

@ Günter
tja, was soll ich Dir sagen? Ich bin des Bastelns müde geworden. Es wird Zeit, daß das Projekt zum Abschluß kommt und das Boot ins Wasser. Jetzt noch einen Sitz selber basteln und die Jungfernfahrt um ein oder zwei Wochenenden weiter verzögern? Laß gut sein.

Ich denke, neben Axels Vorschlag ist die Kernfrage: sind 15cm weiter vorne 110.- EUR Wert? Spürt man die 15cm bzw. 110.- EUR beim Paddeln? Wenn ja, dann ist die Anschaffung klar gerechtfertigt.

Viele Grüße

JooBee


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22.05.2014 21:53 (zuletzt bearbeitet: 22.05.2014 22:35)
avatar  JoeBee
#41 RE: Holzsüllrand Eigenbau
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Stooop. Das mit dem Kneeling Thwart funktioniert nicht mehr, nachdem der kleine Sitz ja schon installiert ist. Mit einem Kneeling Thwart an bezeichneter Stelle könnte das Boot nie als Tandem gefahren werden.

Somit ist doch Axels Position für ein Kneeling Thwart die einzige Möglichkeit, also im Austausch gegen die bestehende Strebe.

Hmmm?

Gruß

JoeBee


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23.05.2014 12:20
avatar  Niels
#42 RE: Holzsüllrand Eigenbau
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Hallo JoeBee,

schöne Arbeit!
Nur ganz kurz: wir haben die "offizielle" Kniestrebe von NovaCraft sowohl in unserem 17er Prospector, als auch in
unserem Cronje, anstelle der hinteren Querstrebe. Die Boote lassen sich damit (so gut, wie das mit 17ern eben geht), solo fahren. Auf dem leicht schräg gestellten Brett (geschätzte 10-12cm breit) kann ich beim knieend Paddeln den Hintern stundenlang bequem abstützen, außerdem ist das ein guter Kindersitz. Einziger Nachteil ist die leichte Einschränkung bei Fahrten mit viel Gepäck, aber dann kann man ja auch vorübergehend wieder den alten Holm einsetzen.
Im Bild unser Prospector, so eine Strebe ist ja auch schnell selbst gebaut.
Gruß
Niels

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"Pretty soon there´s nothing left in my way - but reality and a 1000-mile portage." James Gordon


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23.05.2014 22:45
#43 RE: Holzsüllrand Eigenbau
Pr

+1
Ich habe auch die originale Knieleiste in meinem Prospector, allerdings dem 16er. Die paar cm mehr zur Mitte als der vordere Sitz beim "Falschrum fahren" finde ich im Solobetrieb sehr angenehm. Normales Sitzen darauf geht allerdings - wie vermutet - eher schlecht. Ich hatte mal überlegt, einen portablen Aufsatz mit entsprechendem Gegenwinkel zu bauen, aber den Plan nie umgesetzt. Im Endeffekt reichten mir dann doch die verschiedenen Kniemöglichkeiten beim Solofahren um etwas Abwechslung zu haben.
Viele Grüße,
Oliver


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05.12.2020 11:27
avatar  seemann
#44 RE: Holzsüllrand Eigenbau
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Hallo JoeBee,
wie ich dir bereits schrieb, finde ich es eine tolle Arbeit und eine gelungene Dokumentation hier.
Habe sie mir ausführlich zu Gemüte geführt, ob ich es jedoch selber einmal in Angriff nehme, wage ich zu bezweifeln.
Aber dein Tragejoch wird definitiv eingebaut!!

Herzliche Grüße
seemann


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