Bergtouren auf der Donau bei Ingolstadt

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15.10.2015 13:41 (zuletzt bearbeitet: 15.10.2015 13:50)
#151 RE: Bergfahrt zu 65 ... 83 / 2015
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65. Berg und Talfahrt

Dienstags Abend am 15.09.2015, Pegel 160 cm. Eisvogel, Graureiher und Biber lässt sich blicken.

66. Bergfahrt

Mittwoch am 16.09.2015, Pegel 160 cm. Ein Eisvogelpaar musiziert, hört sich an, wie ein Metallbohrer der kurz keine Bohrmilch mehr bekommt;-). Erstmalig fliegt mir ein Eisvogel entgegen!

67. Bergfahrt

Donnerstag am 17.09.2015, Pegel 153 cm. In kurzen Hosen unter sommerlichen Temperaturen ändert sich plötzlich das Wettergeschehen auf der Donau. Anfangs schlugen kleine Wellen an meiner Breitseite an, so drehte ich mein Bug in diese Richtung. Nun gesellte sich noch der Wind mit bis zu 10m/s dazu. Diese Windstreiche nutzte ich aus um mit Trimmung und Kursrichtung herum zu experimentieren. Unterschiede im Fahrverhalten wurden so von extremerer Natur war genommen. Die Bäume quietschten ähnlich wie die Takelage von einem Segelmast.

68. Bergfahrt

Samstag am 19.09.2015, Pegel 148 cm. Unter gutem Sonnen und Wolkenmix und kaum Wind, ging es auf die Paddelreise wie vergangenen Sonntag, Richtung des knapp vier Kilometer entfernten Donaukiesstrandes unterhalb der Staustufe des Donaustausees. Mein zu langes Moll Contra probierte ich wieder einmal aus, besonderes bei Duffek- Manövern, um Paddelblattmäßig in deren Wirkung, Unterschiede irgendwo zu erfahren. Bei der Talfahrt überraschte ich wieder das Eisvogelpaar. Ich war etwa nur zwei Bootslängen entfernt, sodass ich die Eisvögel Bilderbuchmäßig in Augenschein nehmen konnte.





69. Atlantis Bergfahrt

Sonniger Herbstmontag mit 18 Grad am 21.09.15, Pegel 144 cm. Eigentlich wollte ich nicht so hoch hinaus paddeln. Ich hatte von der Eisenbahnbrücke aus ein Kanu dort gesichtet, als ich näher kam, war es doch nur die Anlegestelle schräg gegenüber der Donaubühne. Bei der Talfahrt entdeckte ich endlich Atlantis. Unterhalb des Donausteges sichtete ich beim ersten Kontakt ein Wohnzimmergroßes eckiges helles Gebilde. Beim zweiten Anlauf der Erkundung waren einige Meter Spundwand an dessen Rand zu entdecken. Beim dritten Anlauf unter mehr Ausnutzung der Sonnenstrahlen, entdeckte ich noch zusätzlich auf der Fläche einen riesigen Fahrradständer. Sehr komisch, weil es so weit in Flussmitte ist.

Die folgenden...Bergfahrten hatten einiges an Gefährlichkeit, Überraschungen, Hindernissen und Mysteriösität zu bieten, hier eine kleine Zusammenfassung.
Mehr Fahrräder, ein Bettgestell, Einkaufswagen, mehrere Fahrradfelgen, Fahrradrahmen, eine Autobatterie, Baken mit Ständern, ein Eisenbahngleisabschnitt, ein Auspuff....

70. Bergfahrt

Dienstag 22.09. 2015, Pegel 144 cm, 16 Grad und Wolkig.

71. Bergfahrt

Donnerstag, 24.09.2015, Pegel 169 cm, 14 Grad und Wolkig.
Anfangs sah es aus wie eine kleine farbliche Schatulle. Beim herumstochern mit dem Paddel entpuppte sich das Geheimnis als Autobatterie. Die Bergung muss leider noch warten. Der Ort ist eigentlich vom Hochwasserdamm und festen Wegen sehr weit entfernt und schwer zugänglich. Eine sachgerechte Entsorgung wäre um einiges für den Verursacher einfacher gewesen. Dieses zeugt von mehrfacher Dummheit.

72. Bergfahrt

Freitag, 25. September 2015, Pegel 152 cm.
Ein Junger Kanute Namens Marc mit Ziel Schwarzes Meer, begegnete mir direkt an der Einsetzstelle. Durch unser Gespräch verkürzte sich mein Paddelzeitfenster, dafür verabredeten wir uns für Samstag 0900, um gemeinsam im Geleit die 42 Kilometer von IN bis Kelheim zu bewältigen.

73. Bergfahrt

Dienstag, 29.09.2015, Pegel 148 cm, Ostwind mit 10m/s, hier und da Schaumkronen
Ich hörte im Radio von Ostwind bei herrlichstem Wetter, so war es auch. Nun strampelte ich mit meinem Fahrrad Richtung Bootshaus. Der Gegenwind war gegen unerträglich, ich dachte schon ans umkehren. Blicke zur welligen Donau mit ein paar Schaumkronen hier und da, verstärkte diese böse Absicht noch. Ich dachte; Was soll das auf dem Wasser erst werden?
Mit Kanu in die Kabbelsee, nein Kabbeldonau eingeschifft, ging es bergauf. Hier ein plätschern und da ein gurgeln am Ufer. Unterstrom waren Wasserpioniere mit Booten auf dem Wasser um unter erschwerten Bedingungen zu üben. Nun schaukelte ich gemächlich auf Wellen vom Ostwind getrieben bergauf, ein genüssliches Gefühl, als wenn das Kanu einem in den Schlaf wiegen möchte. So nun querte ich die Donau, dies war bei extremeren Windböen und Wellengang ja auch nichts neues, so dachte ich...ja falsch gedacht.
Umso mehr ich mich vom Ufer entfernte, wurden die Wellen immer höher, dieses vernahm ich vor der Querung nicht. Das Kanu schaukelte hin und her, eine optimale Stellung des Kanus war für diese Verhältnisse nicht zu finden, überall nur Kompromisse. Ich vertraute meinem Material und bin doch noch Gut am jenseitigen Ufer angekommen. Dort schnaufte ich durch und es war mir bei dem Gedanke wieder zurück zu queren, nicht wohl dabei. So ging es mittels Seilfähre wieder zurück, auf halben Weg musste ich das Kanu stromab stellen um das Ufer auf diagonalen Kurs zu gewinnen, geschafft.
Nun ging es weiter bergauf, ich hörte auf zu paddeln und stellte fest dabei, dass der Wind mich von alleine der geringeren Gegenströmung nach oben drückte. Ideal für besegelte Canadier.
Bergab ging es schwierig und schleppend gegen den Ostwind mit Böen aus Nordost voran. Neue Erfahrungen wurden wieder erarbeitet.



74. Bergfahrt

Donnerstag, 01. Oktober, Pegel 146 cm, blauer Himmel, Ostwind mit 5m /s
Nach wenigen hundert Metern Paddelstrecke kreuzte ich die gekrauste Donau. Auf halben Weg drückte der Ostwind über Achtern das Heck nach Westen, die Gegenströmung half mit dabei den Bug Richtung Osten zu drücken. Ich wollte diesmal nicht dagegen ankämpfen und so drehte ich mich Talwärts und paddelte über die Wellen schräg zum jenseitigen Ufer hinüber. Dieses Manöver hätte ich gestern auch zulassen sollen, da wäre mir sicher wohler dabei gewesen. Unterhalb der Schillerbrücke neben dem Durchzugskehrwasser ist die Strömung bei solch einem Pegel kein Problem. Diesmal war es anderes. Durch den Ostwind entwickelten sich dort auf einer größeren Fläche gute Wellen, genau dort wo ich den Wechselsprung, durch Untiefen vermute. Die Wellen waren schon gestern von weitem zu erkennen, diesmal war ich ja direkt daneben und knipste auch Fotos. Leider sind die Wellen nicht gut zu erkennen, auch weil der Wind gerade in diesem Moment kurz abriss. Ich nahm meinen Mut zusammen und versuchte dort zu queren, mitten in den Wellen trete ich lieber mein Kanu talwärts und schaukelte über die wellige Passage hinweg. Mein Kanu fühlte sich in dieser kabbeligen Passage wohler an als anfangs gedacht.



75. Bergfahrt

Freitag, 02. Oktober, Pegel 149cm, Wassertemperatur 12,7 Grad, dank einer im Netz gefundenen Wassertemperarturanzeige, deren ich durch dieses Forum erst aufmerksam gemacht wurde. Wieder ein dahinschaukeln mit plätschernden Nebengeräuschen. Der Indianstroke macht eine gute Figur bei diesen Bedingungen. Wieder ein Eisvogel der sich blicken lässt. An der Donaubühne angelangt, ist der Schwimmsteg was die Sitzgelegenheiten und das Geländer anbelangt gut abgetakelt. Die Elemente, Strömung, Wellen und Wind versetzen mich in einen Rausch bei der Talfahrt. Ein stetiges Wellenreiten, bei mehr Tempo klatscht das Kanu hörbar und spürbar auf den nächsten Wellenkamm, ähnlich wie bei einem Powerboot, nur in Nanoausgabe.





76. Bergfahrt

Roter Traktor oder Bahnhof?

Montag, 5. Oktober, Pegel 143 cm, herrliches Wetter.
Das Wasser ist glatt mit sachter Strömung. Kein Wind, ein schöner Kontrast zu den vergangenen letzten Fahrten, ein angenehmes dahingleiten wie auf Schienen.
Ein rotes etwas zieht mich diesseits der Donau. In einem kleinen Baumhindernis hängt überraschenderweise ein Feuerlöscher. Im Verlaufe der Tour sind noch mehr rote Gebilde voraus zu sichten. Anfangs nahm ich an, dass es noch mehr Feuerlöscher seien, es Wurden dann eine Vielzahl von roten Luftballons. Diesmal entdeckte ich durch die günstige Sonneneinstrahlung an der Eisenbahnbrücke Unterwasser, mehrere riesige tonnenschwere Drahtkörbe, die vom Brückenbau her stammen müssten oder später als zusätzliche Brückenfundamentsicherungen eingebracht wurden?
Bei der Talfahrt unterhalb der Schillerbrücke nahe der Sandbucht war für mich auch erstmalig ein Gleisabschnitt Unterwasser zu entdecken, dies irritierte mich. Die Donau ist wohl doch ein Atlantis, jetzt mit einem Bahnhof.



77. Bergfahrt

Am selbigen Tag am Abend ging es auf ein zweites auf die Donau. Diese Gelegenheit nutzte ich mehr für Spielerrein im Wasser. Die Stadt mit markanten Spitzen voraus, leuchtet im Abendlicht der untergehenden Sonne.



78. Bergfahrt

Dienstag, 6. Oktober, Pegel 145 cm. Ein Sonnenscheinfenster zog mich auf die Donau bis zur Konrad- Adenauer- Brücke. Auf dem Weg dorthin wurde mir mehr und mehr bewusst, dass die Donau ein regelrechter Fahrradfriedhof ist. Das größte Fahrradgeschäft der Region ist ja auch in Ingolstadt. Ich schätze es handelt sich um etwa ein halbes Hundert, was ich mit meinen Augen gesichtet hatte, die Dunkelziffer möchte ich gar nicht wissen.

79. Bergfahrt

Donnerstag, 8. Oktober, Pegel 155 cm. Endlich zehn Zentimeter mehr Wasser und auch spürbar. In der Ersten Donaustrandbucht stirbt die Verkrautung gut ab, sodass ich wieder darüber paddeln kann. Nun ja, mein Paddel kann ich noch nicht ganz eintauchen. Stellenweise sind auch Fischschwärme von kleinen Fischen auf der Flucht.


80. Bergfahrt

Sonntags am 11. Oktober 2015, zu guter Zeit und erstmaligen einstelligen Plusgraden, paddelte ich bei einem Pegel von unter 150 cm, bis zur Konrad- Adenauer- Brücke entspannt heran. Die Wassertemperatut betrug 13,7 Grad. An den ruhigen Donauufern der Stadt ist fasst kein Mensch zu sichten, was die Atmosphäre aufwertet. An den Kehrwassern der Brücken sind zufriedenstellende Kehrwassermanöver zu erfahren.

81. Bergfahrt

Montag, 12. Oktober 2015, Pegel 143 cm, Wassertemperatur 13,1 Grad. Die Stimmung unter bayrisch blauen Himmel und der Sonne ist eher frühlingshaft, wenn man vom bunten Herbstkleid absieht. Seit einigen Wochen hing am Ufer zwischen zwei Bäumen eine Leine, darunter lagen zwei blaue Sitzkissen. Über die Leine wurde bestimmt eine Plane als Wetterschutz gezogen. Nun wurde ich neugierig und ging dort an Land. Nun kamen noch ein Feuerzeug, mehrere leere Bierflaschen, zerbrochene Bierflaschen, Müll und eine volle Bierflasche zum Vorschein. Ich barg diese Gegenstände, bis auf die Glasscherben, die ich ein andersmal einsammeln werde. Die Sitzkissen sind gut brauchbar sowie die Leine, die einen hochwertigen Eindruck macht. Ich glaube dies sind die Überbleibsel eines Gelages. Die Verdächtigen sind bestimmt mit Luftmatratzen oder ähnlichem dort angelandet und haben beim Abbruch des Lagers im Rausch die Hälfte vergessen.





82. Bergfahrt

Dienstag, 13. Oktober, 12,6 Grad Wassertemperatur, Lufttemperatur nicht höher. Die Sonne quält sich durch das Grau, dies gelingt nur für Sekunden. Tags zuvor war das Wetter schöner und ich hatte eine materielle und sonnige Ausbeute als Zugabe. Diesmal gelang mir unbeabsichtigt, erstmalig ein Christie. Ich probierte dies schon ein andermal aus, was nicht funktionierte. Diesmal kam es anderes. An der Donaubühne probierte ich wieder einmal ein Axle, weil es kurz windstill wurde. Weil ich in dieser gekanteten Sitzposition nun mal hockte und mutig wurde, probierte ich den Christie mal aus. Weil ich so positiv von dem Ergebnis überrascht wurde, glaube ich, dass ich nicht viel falsch gemacht haben sollte. Das Kanu drehte sich anfangs zügig und besonderes im letzten Drittel des Kreisels, extrem fix. Bei einem Axle schaue ich konzentrationsbedingt nicht so oft nach achtern, obwohl die Drehung auch zügig ist. Bei dem Christie hätte ich diese Zügigkeit nicht vermutet, besonderes weil es der erste wahre Versuch war.

83. Bergfahrt

Mittwochs ging es trotz eines Schönwetterfensters nicht auf die Donau. Dafür genehmigte ich mir die DVD vom diesjährigen zehnten Kringelfieber. Es ist für mich als dabei gewesener eine wirklich schöne Erinnerung.
Aber heute am Donnerstag, am Vormittag des 15.10.2015, bei einem Pegel von 169cm um 07:45 Uhr gemessen (es regnete über Nacht) und einer Wassertemperatur um 0800 Uhr gemessen, von 11,7 Grad und einer Lufttemperatur von etwas über fünf Grad, startete ich Richtung Bootshaus. Kurz davor machte ich meine Thermoskanne noch klar. Warum warten an meinen feien Vormittag, es regnete nicht mehr...
Im Wasser mit Kanu eingeschifft, zogen einzelne Nebelschwaden über die mit Laubblättchen bedeckte Wasseroberfläche. Ein stattlicher Fisch treibt bauchoben mit blutigen Kiemen dahin, die Lebensgeister hatten ihn noch nicht ganz verlassen. Ich querte den Fluss durch die Nebelfetzen, am anderen Ufer streift ein Ästchen mit einem Laubblatt meinen Hals, die Wassertropfen kühlten kurz ab und weckten die Sinne. Von überhängenden hohen Bäumen regnete es die Reste auf das Wasser vom Nass ab. Ein Eisvogel sucht das Weite. Eine pfandfreie Dose wird geborgen. Der höhere Pegel von knapp 30 cm machte sich massiv bemerkbar, spätestens an den Brücken. Hier und da eine Kehrwasserfahrt. An der Donaubühne im Kanu sitzend eine erste Tee-Pause. An der Konrad- Adenauer- Brücke zeichnete sich das V wieder mehr Schwallmäßig ab. Ich versuchte den Durchmarsch, verlor aber mein Kanu am Anfang der Stromzunge und musste eine Seilfähre daraus veranstalten. Ich muss zugeben ich war nicht darauf gefasst. Hätte mir pegelbedingt aber vorher klar sein sollen. Glücklicherweise konnte aus dieser Lage noch gutes Gelingen. Der Durchmarsch gelang glücklicherweise links vom Brückenpfeiler. Die Fahrroute ist wie schon so oft erwähnt mit knapp überspülten Steinen bestückt, wo vernünftig Strömung herrscht, einmal hatte mein Paddel einen kräftigen Vollkontakt. Nach etwa einem Kilometer ertappte mich wohl ein Blitzer, das war und ist mir neu. Nach knapp vier Stromkilometern am Donaustrand angelangt, wurde die zweite Teerunde eröffnet, dazu ein Minisnack. Nach guter Pause ging es bergab. An der Konrad- Adenauer- Brücke versuchte ich in das Kehrwasser einzuhaken. Der Duffek gelang zwar, war aber zu fix unterwegs und verpasste meinen Ankerpunkt mit meinem Paddel, das so die zu überwindente Verschneidungszone immer breiter und welliger wurde. Die Eindrehung war nicht ganz einfach, weil so gut wie kein Kehrwasser mehr vorhanden war. Zu guter Letzt war es nur eine wellige Parklücke. Danach paddelte ich wieder etwas höher für eine Kehrwasserausfahrt. Natürlich positionierte ich mich nicht weit genug an den Stromzungenanfang und drehte halb in der Verschneidung ein. Das Kanu flutschte in ein Wellental und kam dem Kentern vielleicht etwas nahe. Die Situation war ein gutes Signal, Kehrwassermanöver sollten nicht neu erfunden werden. An dem Wetter hatte sich währenddessen nicht viel geändert, fürs Kanu fand ich´s okay, auf dem Fahrrad hingegen auf dem Heimweg eklig. Jetzt klingelt es, es kommt Post, „ Die Kunst des Kanufahrens“.


Grüße von der Donau oder nicht weit weg davon Mike


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15.10.2015 20:06
#152 RE: Bergfahrt zu 65 ... 83 / 2015
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Schön und beneidenswert Mike,

habs heuer keine 8 mal aufs Wasser geschafft mit dem Kanadier!
Ich glaub ich kanns gar nicht mehr...

Hans

Aus am grantigen Orsch kimmt koa lustiga Schoaß

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19.10.2015 16:30 (zuletzt bearbeitet: 19.10.2015 16:58)
#153 RE: Bergfahrt zu 84, 85 / 2015
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84. Berg(e)fahrt

Am Sonntag den 18. Oktober startete ich kurz entschlossen im Grau, bei acht Grad Richtung Bootshaus. Dort organisierte ich mir etwas umständlich die benötigten Hilfsmittel, um mit der ernsten Absicht ans Werk zu gehen die Autobatterie zu bergen. Der Pegel betrug 160 cm, und deswegen eilte diese Aktion. Ein netter leiser Zug vom Norden motivierte mich zusätzlich.

Glücklicherweise konnte ich die Autobatterie noch ausfindig machen, weil von meiner ersten misslungenen Aktion ohne Hilfsmittel, die Algenschicht etwas abgetragen wurde. Nach konzentrierter Suche konnte ich das Objekt der Begierde orten. Vom Kanu aus konnte ich die Batterie nur etwas bewegen, so musste ich aussteigen und im seichteren Wasser waten. Mit Mühe konnte die Autobatterie mit einem Gartengerät geborgen werden, dabei nahm ein Paddelstiefel gut Wasser auf. Danach paddelte ich noch zu einem Fahrradwrack, stieg ebenso aus und konnte so die Fahrradleiche bergen. Die Autobatterie fand zufälligerweise am Bootshaus gleich einen Abnehmer, der sie vernünftig entsorgen wird.




85. Bergfahrt

Ich musste ja meinen getrockneten Paddelstiefel wieder zum Bootshaus bringen. So ergab es sich, dass ich heute von kurz vor 13 Uhr, bis kurz nach 14 Uhr auf der Donau war. Diesmal galt es wieder an der Paddeltechnik hier und da etwas zu Pfeilen. Der Pegel hatte mittlerweile die 170 cm angekratzt, dies machte sich strömungstechnisch wieder gut bemerkbar. Dies nutzte ich gleich für ein seitliches Versetzen des Kanus gegen und mit der Strömung mittels Ausleger aus. Dieses praktizierte ich in der Vergangenheit schon öfters, dieses hatte ich von einem Bill Mason Video abgekupfert und bin auch vor wenigen Tagen in seinem Buch darauf gestoßen. Ich finde mit diesem Ausleger sind weitere Strecken des seitlichen Versetzens möglich, als mit einem Sid- Slip, dieser macht aber auch Laune. Nun gut...

Grüße von der Donau oder nicht weit weg davon Mike


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28.10.2015 14:44 (zuletzt bearbeitet: 28.10.2015 16:26)
#154 RE: Bergfahrt zu 86 bis 91 / 2015
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86. Bergfahrt

Nur ein Teil ist Routine.

Dienstag, 20. Oktober, acht Grad Lufttemperatur und 10,2 Grad Wassertemperatur, der Pegel zeigte 179 cm an. Es ist wieder grau in grau, aber um die Mittagszeit wurde es unverhofft heller, ein Signal zum Start.
Es ist fast immer der gleiche Ablauf, der nun gut zur Routine geworden ist. Mit dem Fahrrad knapp zehn Minuten radeln, Kanu ...schnappen und ab auf die Donau. Auf dem Wasser ist es immer ein neues kleines Abenteuer, auch wenn es bei diesen Fahrten immer die Donau ist. Diesmal war ich nur 45 Minuten auf dem Wasser, und es lohnte sich...wie immer. Seit kurzen halten eins oder zwei Kormorane wieder auf ihrem Stammbaum Ausschau. Der Baum hat es noch nicht hinter sich, wie der drohende schwarze Zeigefinger, der schon seit langem kurz davor umgebrochen liegt. Die idyllische Bucht im Herbstkleid zeigte guten Durchblick. Wenn mieses Wetter (für die anderen)ist oder richtig Schnee liegt, wird sie so gut wie nie von der Straßenseite aus besucht; und dann beginnen meine Besuche, von der Wasserseite aus. An der Eisenbahnbrücke wieder einige Spielereien. Seit einiger Zeit ertappte ich mich dabei, dass ich mutiger bei Jet- Ferry Anläufen geworden bin. Bei Schwierigkeiten konnte ich mein Kanu dennoch gut zügeln. Zum Ende hin verstellte ich meinen Schiebesitz wieder etwas nach achtern.




87. Bergfahrt

Zurück in die Zukunft, nun ist es soweit.

Mittwoch, 21. Oktober 2015, Pegel und Wetter ähnlich wie am Tag zuvor. Diese Bergfahrt fand an meinem freien Vormittag statt. Am Einstieg gierte ich sofort Richtung Mitte des Flusses, dabei scheuchte ich einen Graureiher auf. Nicht weit weg davon ein Eisvogel, der leicht schräg über mir gestartet war. Dabei konnte ich seinen großen Schnabel gut erkennen. Kurios, dass er nicht so weit zum nächsten Ansitz wie üblich geflogen war, er flog nur kurz. Ich hatte den Eindruck, dass der Eisvogel mit mir verstecken spielen wollte. Ich glaube der Eisvogel war kurz auf einer Zeitreise oder in einem Zeitloch. Als ich näher heranpaddelte, startete er wieder und flog die gewohnte Distanz, etwa 25 m zum nächsten Ast. Durch das Geäst waren die zwei Kormorane auf ihrem Stammplatz schon zu entdecken. Ich versuchte gedeckt näher heranzupirschen um ein Foto zu knipsen. Ein Kormoran flog schon vor dem Knipsen ab, der andere ließ mich etwas näher heranpaddeln. Unterhalb der Schillerbrücke wieder Duffek-geschichten, die positiver Natur waren. Gestern war ich etwas zu fix Richtung Ufer unterwegs gewesen und hatte die Kurve fasst nicht bekommen, weil keine Strömung am Heck mehr anlag. Das Kanu ist eindeutig wendiger, besonders wenn ich nicht zu fix aber dennoch zügig unterwegs bin. Da klappt es eindeutig besser mit dem Eindrehen nach der Kehrwasserlinie. Das Wasser ist auch besser spürbar und arbeitet gut mit. Danach Teepause um die Stimmung zu genießen. Am Bootshaus angelangt, machte ich meine blaue Tonne startklar, darin befinden sich nun nur die Grill und Kochutensilien. Bald wird es kälter, da muss ich neben dem Tee auch warme feste Nahrung beim Paddelstopp zubereiten und schnabulieren. Nun wird es Zeit, die Zeiger ticken gegen 16:29 Uhr dahin.



88. Bergfahrt

Bibertunnel und Rückwärtsgang

Freitag, 23. Oktober, Pegel 159 cm, grauer Himmel mit gelblicher Tönung. Nach Blitzstartübungen mit dem Paddel, gesellten sich auch zügige taktvolle Abschnitte mit gutem Tempo dazu. Deshalb war ich frühzeitiger an der herbstlichen Bucht angekommen. Dort streifte mein Paddel im seichten Wasser gelegentlich über die Wasseroberflüche. Am Ende der Bucht angelangt, ließen sich wenige blaue Himmellücken blicken. Dies musste genossen werden, und deshalb wurde ich mit meinem Kanu zu gerne ein Stück Treibgut, das sich im Schneckentempo wieder zum Anfang der Bucht zurücksacken ließ. Durch den niedrigeren Pegel, schaute ich mir die tiefen Tunnel im Ufer etwas näher an, die gut über einen halben Meter im Durchmesser messen. Diese Biberröhren wurden von Bibern errichtet und können gut bis zu einhundert Meter Länge gebuddelt werden. Unterhalb der Schillerbrücke ein paar Experimente mit Kehrwassereinfahrten im Rückwärtsgang.





89. Bergfahrt

Ein Grab auf Zeit?

Samstag, 24. Oktober , Pegel 152 cm. An diesem Nachmittag, zog ich zur Feier des letzten Tages der Sommerzeit, eine Grablaterne aus der Donau. Dass es sich um eine Laterne dieser Art handelte, dämmerte mir erst bei der groben Reinigung. Vielleicht wird diese Laterne ein Positionslicht mitten in der Donau? Halloween ist ja auch nicht mehr weit weg. Weil ich eh das Bergegerät dabei hatte, beförderte ich noch einen Fahrradrahmen und ein Hinterrad mit Ritzeln an das Tageslicht. Dieser Schrott wird nächste Woche nebenbei geborgen. Mein Paddelausflug kam aber deshalb nicht zu kurz.



90. Bergfahrt

Ingolstadt und die Bäume im und am Stromzug.

Grund dessen für diese zusätzliche Motivation zum Paddeln war und ist: Das Buch „Der Canadier“. Es gibt bei mir hier und da noch einiges abzuarbeiten oder zu verfeinern, besonders weil es einige parallelen gibt. Eine davon ist, die Erwähnung der Stadt Ingolstadt auf der Seite 146. Dort geht es um die Bäume im Stromzug.
Montag, 25 Oktober, Pegel 149 cm. Das Wetter meinte es sehr gut. Die Sonne lachte und die Temperaturen waren in der Sonne gut sommerlich. Im Schatten waren es über 15 Grad. Der Weg zum Wasser ist seit kurzem mit einem dicken Laubteppich beregnet, der ein gemütliches dahingehen stets bereitete. Diesmal stattete ich der Konrad- Adenauer- Brücke wieder einen Besuch ab. Auf dem Weg dorthin lies ich es entspannt angehen, die Sonne musste einfach genossen werden. Ein Stück Ufer an der Feuerwehreinsetzstelle ist wohl über Nacht etwas abgegangen, der Baum darüber wird irgendwann ins Wasser fallen. Oberhalb der Eisenbahnbrücke haben es die Biber endlich wieder geschafft einen größeren Baum fallen zu lassen. Ein paar Meter hin gewachsen oder höher, wäre der Baum an der Brücke hängengeblieben. Nach ein paar Kehrwasserfahrten und Fähren in jede Richtung unterhalb der Konrad- Adenauer- Brücke, paddelte ich wieder bergab. Der Turm Triva, das ist der östlichste Flankenturm des Reduit Tillys, bot mir seine Breitseite zum Abschuss für Fotos vom Fluss aus an. Gegen einen Teil der 58 Geschütze, die früher in seinen Kasematten lauerten, hätte ich wohl alt ausgesehen. Seit 2011 ist das Bayrische Polizeimuseum darin beheimatet. Kurz vor Ende meines sommerlichen, nein herbstlichen Abstechers, wurde ich leider der Grund dafür, einen Graureiher von seinem Baum abfliegen zu lassen, danach flog noch ein Eisvogel davon.



91. Berg(e)fahrt

Erst die Arbeit, danach das Vergnügen.

Dienstag, 26. Oktober, Pegel 164 cm, dadurch eindeutig mehr Dampf im Strom. Himmel grau, Lufttemperatur neun Grad; da war es im Schatten gestern um einiges wärmer! Ein Graureiher ließ sich schon sichten, als ich auf dem Weg per Fahrrad zum Bootshaus strampelte. Als ich kurze Zeit später nun im Kanu gedeckt mich anpirschte, flog er wiedererwarten ziemlich früh ab. Unterhalb der Schillerbrücke tobte ich mich mit Seilfähren rückwärts aus, von Kehrwassern zum Hauptstrom, oder vom Hauptstrom zu Kehrwassern diesseits und jenseits der Donau. Bei den Kehrwasserausfahrten rückwärts, musste gut aufgepasst werden, damit das Kanu nicht zu stark bei Strömungskontakt eindrehte. Mittig im Fluss wurde es kurz ruhiger, hier und da ein paar kleine Pilze und Wirbel. Danach drücke die Strömung wieder gut gegen das Heck, sodass knackiger rückwärts gepaddelt werden musste. Die Einfahrten in den Uferbereich und schließlich in die Kehrwasser waren nicht so dramatisch. Nach dem Seilfährentraining wusste ich, was über einhundert Meter Wasserspiegelbreite hin und her bedeuteten. Meine Abtrift war wiedererwarten nahe gegen null. Beim Bergauf paddeln war mir ein blauer Nylonsack am Ufer aufgefallen. Bei der Talfahrt lag er plötzlich fünfzig Meter weiter weg davon im Wasser. Eine Person war dessen Inhalt neugierig und konnte nix weiter damit anfangen, als es in die Donau zu werfen. Ich fischte den Sack auf, später am Bootshaus wurde ich einer Strandmuschel ohne Heringe und Gestänge reicher. Mir kam sofort ein Windpaddle in den Sinn, weil Strandmuscheln bei gutem Wind, auch gerne wegsegeln.
Währenddessen wurde es nun Zeit, die am Ufer Tage zuvor im Wasser geborgenen und deponierten Fahrradteile aufzusammeln und stromab zu befördern. Glücklicherweise war Ostwind und die Buglastigkeit erwies sich als optimal. Die Müllhalde wird langsam größer.


Grüße von der Donau oder nicht weit weg davon Mike


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02.11.2015 13:10 (zuletzt bearbeitet: 03.11.2015 08:39)
#155 RE: Bergfahrt 92 ...94 / 2015
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92. Bergfahrt

Donnerstag, 29. Oktober, Pegel 156 cm, Grau in Grau bei acht Grad über Null. Ein Banana Minions musste gerettet werden, weil es so unglücklich an einem Ästchen im Wasser hing, jetzt hängt es im Bootshaus neben meinem Kanu.

93. Bergfahrt

Nicht nur Pfand hat seinen Preis

Freitag am Vormittag des 30. Oktober, Pegel 149 cm, Himmelfarbe und Temperaturen identisch wie am Tag zuvor. Ein Wind aus östlicher Richtung mit vier bis fünf m/s gesellte sich noch dazu. Schnell noch den gefüllten Sack mit Pfanddosen und Flaschen geschnappt, die aus der Donau stammten! um sie endlich abzugeben. Sechzig Dosen / Flaschen ergaben 13,82 €. In den kommenden zehn Jahren der Pfandausbeute, könnte ich mir dafür ein neues Paddel leisten.
Im Kanu eingeschifft, entdeckte ich nach einigen Minuten diesseits der Donau einen Graureiher, der einen ziemlich langen Hals machte. Einige Augenblicke später startete er, flog einen größeren Kreis und zog auf drei Uhr an mir vorbei. Kurz danach überholte mich knapp ein Eisvogel im Eiltempo zwischen Uferböschung und Kanu. Dieser Überholflug war für mich erstmalig zu erleben. Bei aufkommendem Wind regnete es Blätter von den Bäumen, eine Vorahnung von ankommenden Schneeflocken kam kurz hoch. Eine Vielzahl von Bäumen die von Bibern angeknabbert worden waren, Sind nun derweil umgebrochen. An der Donaubühne probierte ich zwei Axle aus. Daraus wurde bei dem zweiten durch den nun mehr aufkommenden Wind nur eine Fähre, ich ließ es lieber dabei. Direkt vor und unter der Eisenbahnbrücke versuchte ich bei der Talfahrt u.a. eine Seilfähre rückwärts. Einige Meter ging es auch ganz gut, bis doch der Gegenwind unter dem Brückenjoch den Bug anstupste und die zunehmende Strömung das Kanu doch nun quer trieb, sodass ich kurz Treibgut spielen durfte. Danach paddelte ich wieder durch das Brückenjoch nach oben und wiederholte dieses Manöver noch einmal von vorne. Diesmal kam ich nicht zu sehr quer durch den steileren gewählten Bootswinkel und fuhr in das Kehrwasser wie gewünscht hinein. Vor der Ausfahrt heute hatte ich meinen Schiebsitz etwas noch vorne gerückt, um für Seilfähren rückwärts meine leichte Hecklastigkeit meiner Bergfahrttrimmung etwas zu verringern. Nach Vorgaben von Bill Mason, sollte Buglastigkeit bei Seilfähren rückwärts, sich günstiger auswirken. Auf den letzten Kilometer der Talfahrt klingelte mein Handy, ich nahm den Anruf an, ab diesem Moment war der restliche Vormittag im Eimer.




94. Bergfahrt und 1. Bergfahrt zu zweit in einem Tandem

Sonniger Sonntag am 1. November. Die erste Bergfahrt in einem 5, 65 m langen Tandemkanu zu zweit stand bevor. Der Donaupegel zeigte unter 160 cm an. Wir waren riesig gespannt, wie es funktionieren würde.
Kurzum saßen wir im Boot, die Anfangsstabilität des Bootes beim zu Bord gehen kam uns entgegen. So legten wir gegen den Strom ab, querten die Donau nach jenseits, kamen den Ufer nahe, sodass der Bugmann das erste Manöver einleitete, um den Bug vom Ufer fernzuhalten. Ich als Heckmann korrigierte nur etwas dazu. So paddelten wir bergauf, gab mein Biberschwanzpaddel nach vorne ab und nahm das Flachwasserpaddel entgegen, sodass spürbar mehr Ruhe ins Boot einkehrte. So wichen wir den kleineren Baumhindernissen weiter aus, bis wir im ersten Donaustrand einliefen. Dort probierten wir eine Drehung auf der Stelle aus und schließlich nahmen wir uns dem Wriggen an, das ganz passabel auf Anhieb funktionierte. Einmal auf etwas Kante, dabei fühlte ich mich nicht so wohl dabei. Klar das Vertrauen und die Fertigkeiten im Team, muss ja noch heranreifen. So nun paddelten wir zur Einsetzstelle der Feuerwehr unterhalb der Schillerbrücke heran. In diesem Kehrwasser drehten wir das Kanu um 360 Grad auf der Verschneidung ohne große Paddelarbeit. Danach querten wir im Schatten der Schillerbrücke, mittels klassischer Seilfähre ein Teil der Donau. Ein Teilstück hielten wir nur unsere Paddel im günstigen Winkel leicht gegen den Strom und ließen uns ohne Paddelschläge unter Ausnutzung der Gegenströmung durch das Wasser ziehen. Dieses schöne dahingezogen werden fühlte sich sehr souverän an. Wir entschieden uns, hoch zur Donaubühne zu paddeln. Die Schillerbrücke wurde im Handstreich durchpaddelt, die Eisenbahnbrücke war nur einen Tick mühsamer.
Die Geschwindigkeit die gegen den Strom unter den Brücken aufgebaut wurde, obwohl wir noch nicht optimal abgestimmt waren, war ganz ordentlich. An der Donaubühne angelangt, paddelten wir nach einer Pause bergab. Knapp unterhalb der Eisenbahnbrücke steuerten wir das Kehrwasser rechter Hand an, wo ich unzählig Einfahrten solo geübt hatte. Wir stachen in das Kehrwasser ein, der Bug wurde verankert und die Strömung drückte das Heck zügig bergab, geschafft. Mit diesem Erfolg hatte ich nicht gerechnet, zumal das Kehrwasser für ein Tandemkanu, für Anfänger wie wir es sind, nicht optimal an Größe hatte. Auf Halben Wege bergab wurde ich zum Bugmann, was mir auch sehr viel Laune machte, zumal der Trimm so auch etwas besser wurde. Nun experimentierten wir mit Sideslips, die nach kürzerer Abstimmungsphase weich wie durch Butter und weit funktionierten. Das Gefühl während der Sideslips, war in etwa gleich wie in meinem Solo. Im Tandem, durch die aufgebaute höhere Geschwindigkeit, wurden deutlich weitere Strecken verzeichnet. Zum Abschluss fuhren wir unsere Ab und Anlegestelle an. Dort fuhren wir einen ticken zu fix hinein, aber eine Notbremse und ein Zug mit dem Paddel parkte schließlich das lange Kanu dann doch noch ein.
Es war eine schöne andere Erfahrung, zumal wenn man oft im Solo unterwegs ist, vielen Dank dafür. Klar es sind hier und da noch einige kleinere Baustellen, glücklicherweise keine tragischen.


Grüße von der Donau oder nicht weit weg davon Mike


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03.11.2015 11:09 (zuletzt bearbeitet: 03.11.2015 11:10)
#156 RE: Bergfahrt 95 / 2015
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95. Bergfahrt

Zurück im eigenen Solo, ging es am ersten Montag des angelaufenen Novembers auf die Donau. Der Donaupegel Ingolstadt / Luitpoldstrasse zeigte konstant 151cm an. In der Sonne war es gut warm, im Schatten kühler Natur. Am Einstieg gegen 14:45 Uhr angelangt, brauchte ich nur mit meinem Kanu über meinen eigenen Schatten zu springen, um in dem herrlichen sonnigen Herbst einzutauchen. Der Ausblick war einfach nur schön.
Als ich über den Fluss fuhr, viel mir plötzlich ein, das wir gestern auf demselben Wege noch einen stattlichen Biber gesichtet hatten, der noch bis zur späteren Morgenstunde abgefeiert hatte. Er schlich an seiner Biberburg entlang und verschwand plötzlich. Ruhig und entspannt an der Donaubühne angekommen, genossen auch dort wenige Leute die Sonnenstrahlen. Weil mir danach war, ließ ich wieder einmal mein Kanu kreiseln, was durch die windstille richtig gut gelang. Auf Bergfahrt und Talfahrt bin ich natürlich auch an meinen Spielstellen nicht zu kurz hängengeblieben. Kurz vor dem Heimathafen wieder ein willkommener Eisvogel als Begleiter.

So nun ist wieder eine Paddelpause angesagt. Nächste Woche geht es weiter.

Nebeninfo: Bei 100 nerv ich nicht mehr...

Grüße von der Donau oder nicht weit weg davon Mike


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03.11.2015 13:05
#157 RE: Bergfahrt 95 / 2015
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Salve Mike....nerv ruhig weiter, auch wenn kaum Kommentare kommen,wird trotzdem gelesen :-)

Gruß

Hans

Aus am grantigen Orsch kimmt koa lustiga Schoaß

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03.11.2015 13:09
avatar  @xel
#158 RE: Bergfahrt 95 / 2015
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Ich bekenne auch, dass ich nicht alle Texte gänzlich lese und mich eher mal durch die Bilder klicke, aber ich würde die Beiträge sehr vermissen, Mike.

Axel

P A D D E L B L O G
"Why would you want to sit and pull your canoe along, when you can stand tall and carry a big stick?" Harry Rock

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03.11.2015 16:27
#159 RE: Bergfahrt 95 / 2015
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Ja, lese auch mit, W


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04.11.2015 06:45
avatar  Ulme
#160 RE: Bergfahrt 95 / 2015
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Durch Menschen wie dich ist und bleibt dieses Forum lesenswert!
Und die Bilder sind ohnehin immer gut.

---------

Ein Leben ohne Kanu ist möglich, aber sinnlos.

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12.11.2015 16:33 (zuletzt bearbeitet: 12.11.2015 16:35)
#161 RE: Bergfahrt 96, 97 / 2015
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Wirklich schön zu erfahren und motiviert... Vielen Dank!

96. Bergfahrt

Am 10. November nach längerer Zwangspause endlich wieder auf dem Wasser, und dies bei frühlingshaften Temperaturen bis zu 17 Grad im Herbst. So ging die Reise buglastiger Weise im Mix der Gegenströmung und des Gegenwindes mit bis zu 5 m/s aus West, bei einem niedrigen Pegel von 136 cm, gegen West. Nach Sichtung eines mir unbekannten verendeten Fisches und einer Fahrradleiche, kam ich nun oben unterhalb der Staustufe an.
Nach Erkundung eines sogar hoch oben windgeschützten Lagerplatzes, richtete ich mich nach der Sammlung vom trockenen Holz gemütlich ein. Eine Stufe im Erdreich diente gut als Sitzplatz, davor war eine alte kleine Feuerstelle, wie gemacht für meine Belange. Ja, es gab dann irgendwann gegen 11:30 Uhr Ravioli aus der Dose. Ich dachte, einmal im Jahr kann man sich so etwas schon gönnen. Glücklicherweise waren die Ravioli gut heiß geworden und schmeckten auch ganz gut, sodass die ganze Dose verspeist wurde (nur der Inhalt!). Während der Mahlzeit, wurde es unter der Sonne ziemlich warm, sodass ich meine Paddelstiefel ausziehen und meine Jacke ablegen musste. So saß ich nun kurzärmlig in der Sonne und aß ruhig zu ende. Nach dem Mittagessen brach ich das kleine Lager ab, weil die Sonne plötzlich verschwand und gut Windiger wurde. Auf dem Weg zum Lagerplatz hatte ich anfangs Glasscherben entdeckt, die ich noch alle aufsammelte, dabei kamen noch vier leere Bierflaschen zum Vorschein, die gingen auch noch mit.
Nach dem ablegen musste das Ufer nach etwa 100 Metern wieder angesteuert werden, weil der böige Rückenwind, um den Kurs zu halten, schwieriger machte. Am Ufer verfrachtete ich die Gepäcktonne nach achtern, und schon ließ es sich um einiges leichter talwärts zum Heimathafen paddeln.



97. Bergfahrt plus Überschreitung zum Donaustausee

Mittwoch der 11.11.2015, Pegel gegen 142 cm, sonniges Wetter um die 15 Grad, in der Sonne bis zu 23 Grad. Weil weniger Wind und mehr Zeitpolster vorhergesagt wurde, ging die Bergreise ähnlich wie gestern nach oben, diesmal bis zur Staustufe weiter und darüber hinaus. Die Treppenstufen wurden fix erklommen und nun lag das Kanu vor dem Donaustausee. Es war dort windiger wie erhofft. Das Wasser plätscherte an die Treppe des Ein und Ausstieges, der Stausee war etwas welliger Natur. Kurz kam mir in dem Sinn das ganze hier wegen dem Gegenwind... abzubrechen, schiffte dann doch ein und paddelte weiter. An der Staumauer ein Singen einer Motorkettensäge. Ein Motorboot mit Besatzung machte sich an einem verkeilten Baum zu schaffen. Der schallende Lärm stimmte die Vogelwelt zum natürlichen Lärm an. Auf dem Stausee ging es etwas flotter zur Sache, wollte schnellstens queren zum jenseitigen Ufer. Die kleinen Wellen liefen irgendwie unter dem Kiel des Kanus durch. Im Uferbereich angelangt, auf Kurs ein Schwimmsteg, backbords mehr dahinter die Vogelschutzinsel, wo richtig viel Betrieb war, Kormorane, Graureiher, Schwäne, Enten, Gänse... Der Wind und die kleineren Wellen nahmen stetig ab. Am Ufer begleitete mich ein gutes Stück ein Wolfsblut, der nach Wühlmäusen Ausschau hielt. Nach ein paar Kilometern kam natürliches Ufer zum Vorschein. Kurz danach eine Sandbank mit einigen leeren Ansitzen von Anglern. Nun wurde es Zeit einen Ankerplatz zu finden, dachte schon auf einer der schmalen vogelfreien Inseln anzulegen. Plötzlich fand sich doch am Ufer nach einem Schilfgebiet ein ruhiges Plätzchen. Nach einer Pause mit Verpflegung wieder Kurs Richtung Staustufe rechter Hand, zur Aussetzstelle mit danebenliegender Schleuse. Die steile Treppe hinab mit Kanu auf der Schulter, ließ sich einfacher bewerkstelligen wie gedacht. Die Stromkilometer Richtung Stadt wie gestern, diesmal an der Stadt vorbei im Tunnelblick, bis der Eisvogel pfeift.

Grüße von der Donau oder nicht weit weg davon Mike


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12.11.2015 17:04 (zuletzt bearbeitet: 12.11.2015 17:05)
#162 RE: Bergfahrt 96, 97 / 2015
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Zitat von Donaumike im Beitrag #161
Nach Sichtung eines mir unbekannten verendeten Fisches ...

Für mich sieht das aus wie eine Barbe.

Ihr werdet ja zZ so richtig verwöhnt, was das Wetter angeht. Bei uns hier ist es viel herbstlicher.

Gruß Michael


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12.11.2015 19:58
#163 RE: Bergfahrt 96, 97 / 2015
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Hallo Mike,
ich halte das auch für eine Barbe. Recht typischer Fisch für die Donau in Deinem Bereich. Gemessen an Blättern und Gras hatte sie schon eine stattliche Größe.
Du hattest auch mal Fotos von laichenden Fischen im Wasser. Das werden auch Barben gewesen sein.

Ich kann häufig auch immer nur bergauf und zurück zum Verein fahren - beim Lesen Deiner Berichte kommt aber nie Langeweile auf!
Beste Grüße, Thomas


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17.11.2015 13:21 (zuletzt bearbeitet: 21.11.2015 10:42)
#164 RE: Bergfahrt 98,99,100 / 2015
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Hallo Michael und Thomas,
war einmal vor drei Jahrzehnten Angler, nicht weiter sagen beschränkte sich nur auf Karpfen, XXL Graskarpfen und Rotfeder.
Richtig Thomas, das von Dir erwähnte Foto stammt von dem Bericht, Bergauf Richtung Donaudurchbruch. Ja, das untypische Wetter vom diesem November..., der Klimawandel ist hautnah spürbar. Schön, wenn gerne gelesen wird, vielen Dank.

98. Bergfahrt

Donnerstag, 12.11 2015, Pegel 139 cm fallend, Wetter sonnig, nur 13 Grad. Einfach nur nach dem Mittagessen mit Kanu und Jagdpaddel, auf der Donau für eine Stunde die Sonnenstrahlen genießen. In der Bucht am Donaustrand stupste ich noch verhangenes Gehölz in die Strömung, weil ein angelloser Angler mich darum gebeten hatte. Nun gut, so kam das Wriggen nicht zu kurz und meine Freunde haben nun freie Bahn für ihre Schnüre. Danach unter der Sonne ein Experiment eines noch nie dagewesenen Paddelschlages. Ich arbeite noch daran und werde ihn in fernerer Zukunft noch vorstellen.

99. Bergfahrt

Mützenwetter bei einstelligen Temperaturen um fünf Grad am Freitag den 13! Guter Grund erst etwas über vier Kilometer talwärts Richtung Nebelvorhang zu paddeln, wo sich mein Ziel dahinter verbirgt. Ist es die Sonne? Auf dem Weg dorthin ziehen Nebelwölkchen dahin, ein Graureiher fliegt und kreischt, setzt sich auf einen grauen umgebrochenen Baum wieder nieder und wartet ab. Ein Habicht fliegt davon und einige Eisvögel sind auch unterwegs. Auf dem Wasser andere viele Wasservögel, auch ein paar Schwäne. Das angepeilte Ziel ist eine Insel mitten in der Donau, grob zwischen der Autobahnbrücke Ingolstadt (A9) und der Nibelungenbrücke von Großmehring. Die Insel ist von vergangenen Talfahrten und einer Talfahrt mit anschließender Bergfahrt Nr. 39, vom Januar 2014 bekannt. Betreten hatte ich sie noch nie. Die Insel oder besser gesagt die Inseln, sind bestimmt durch den Staustufenbau entstanden. Einiges an Landmassen im Uferbereich sind deshalb überflutet worden, das was höher gelegen war, sind jetzt die Inselzungen. Der Vermessungspunkt von damals ist auch noch an Ort und Stelle. An der Insel angelangt, findet sich fix ein brauchbarer Anlegeplatz. Nach kurzem Einrichten brennt auch schon das Grillfeuer, es soll Käse- Krainer geben. Käse- Krainer, hatte mir vor etlichen Jahren, ein netter Österreicher bei einem Wintertreffen für Motorradfahrer vom Grillfeuer aus angeboten. Nach dem Schmaus brach ich die Zelte ab und paddelte zurück bergauf.



100. Bergfahrt am Montag dem 16.11.2015.

Ich wünschte mir an diesem Vormittag schon, dass es arbeitstechnisch nicht länger gehen würde, und so kam es auch. Das aufgeheizte Thermometer hing in der Sonne und zeigte 30 Grad an. Nach dem Mittagsessen eingeschifft, ging es bei meiner einhundertsten Bergfahrt dieses Jahres auf Zeichensuche. Irgendein Zeichen muss es doch heute geben...es ist doch nur eine unbedeutende Zahl. Einiges könnte als Zeichen gegolten haben, war es der Eisvogel, die Krähe, der Sonnenschein, die sommerliche Wärme. Irgendwann verstand ich, dass mein Kanu, Paddel, und letztendlich ich, das miteinander verschmolzene Zeichen auf dem Wasser wurde. Beim Paddeln dachte ich oft über die vergangene Agnes - Bernauer -Fahrt nach, ein schönes Zeichen. Oben an der Stadt angekommen, drehte ich nun wieder talwärts, ließ mich einfach hier und da weiter treiben und paddelte weiter.


@Corvus,
Fotos mit und ohne Turmspitze / Kanuspitze!



Nebenher:

Für die 100 An- und Abfahrten mit dem Fahrrad zum Bootshaus und zurück, läppern sich etwa 460 Kilometer zusammen. Die Fahrzeit zusammengerechnet, Betrug etwa 23 Stunden und 20 Minuten.

Grüße von der Donau oder nicht weit weg davon Mike


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17.11.2015 13:27
avatar  cb1p111
#165 RE: Bergfahrt 98,99,100 / 2015
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Glückwunsch zur 100!!!

Eine sehr beachtliche Leistung in dem Zeitraum. Damit bist du vermutlich wesentlich mehr mit dem Kanadier auf dem Wasser als die meisten von uns.

Eine Bereicherung für die Community bist du eh...

Dir also weiterhin viel Spaß... Ob im geliebten Soloboot oder doch mal wieder im Tandem.


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18.11.2015 19:46
#166 RE: Bergfahrt 98,99,100 / 2015
ch

Guten Abend und

alles Gute zum 100-er. Vielen Dank für viele spannende Donaublicke und Schilderungen.
Und weiterhin viel Spass auf dem Wasser und drumherum.

Grüße aus Singen/Htwl.

Marc

==
ohne Worte

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25.11.2015 10:57 (zuletzt bearbeitet: 25.11.2015 11:11)
#167 RE: Bergfahrt 101, 102 / 2015
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Vielen Dank für die Blumensträuße. Ich wünsche euch ebenfalls viel Spaß auf dem Wasser und auch daneben.

101. Bergfahrt

Zu flott zum Ufer, im Sinne von „Path of the paddle: Solo Basic“.

Schneefall hatte am Samstagabend die vierte Jahreszeit angekündigt. Sonntags am 22. Tage des Novembers, waren zu guter Zeit noch einige Schneeschleier zu entdecken, die im Verlaufe des Tages nach und nach verschwanden.
Am Nachmittag bei drei Grad plus radelte ich Richtung Bootshaus. Zwei riesige einsame Schneekugeln lagen noch auf der grünen Klenzeparkwiese.
An der Eisenbahnbrücke richteten sich meine Blicke zur rauschenden Schlüsselstelle. Der Pegel wanderte gerade zu dieser Zeit von 243 cm Richtung 236 cm. Tags zuvor zeigte der Pegel über 320 cm an, in der vergangenen Nacht etwas höher. Grund waren langanhaltente Regenfälle am Freitag, die sich meist einen Tag später am permanent steigenden Pegel bemerkbar machen. Beim nun doch seit längeren ungewohnten Anblick des reißenden Flusses, der zwischen den zwei Kehrwassern an der Eisenbahnbrücke hindurchschoss, bekam ich Respekt oder vielmehr ein mulmiges Gefühl vor dieser flüssigen Naturgewalt. Ich konnte gar nicht glauben, dass ich dort bei etwas mehr Pegel (251cm), Kehrwassermanöver gepaddelt bin. So schaute ich gleich noch einmal auf die Pegelanzeige, um mehr Gewissheit zu bekommen.
Mit Kanu auf dem Wasser angekommen, bekam ich nach Monaten hoch oben einen Logenplatz, der Pegel war ja nun um etwa einen Meter angestiegen. Ein neuer Focus fürs Auge, zugleich spürbar am Kanu und Paddel. Die Strömung war anfangs noch ungewohnt, sowie der Wechsel vom bisher klaren zum trüben Wasser und die Kälte an den Fingerspitzen. Der kalte Gegenwind mit Schneeduft gab eine zusätzliche Note. Nach wenigen Minuten wurde ein Paddelwechsel zum größeren Blatt erforderlich. Diesseits waren einige Baumhindernisse durch den raschen Pegelanstieg verschwunden, etwas Ufer hatte auch wieder nachgegeben, hier und da Überbleibsel von Schnee. Völlig überraschend zischte ein Eisvogel oberhalb meiner Kanuspitze ab. Nach zwei Sekunden hielt ein klangvoller Artgenosse im Flug dagegen. Ein Eisvogel verschwand plötzlich, der andere begleitete mich ein gutes Stück in Etappen weiter nach oben. Auf diesem Wege hing im Ufergeäst eine verendete Sturmmöwe... wenn ich mich nicht irre.
Unterhalb der Schillerbrücke schleppend angekommen, gönnte ich mir eine kurze Auflockerungspause im Kanu. Bei der folgenden Talfahrt steuerte ich einige Kehrwässerchen an, um mittels Duffek einzuparken. Bei der Anfahrt einer kleineren Parklücke schoss ich glatt daran vorbei, weil ich die Strömung bzw. Abtrift unterschätzte. Dabei kam mein Bug nach dem Kehrwasser dem Ufer fix zu nahe. In diesem Augenblick dachte ich nach, so verging kurz tatenlos wertvolle Zeit. Bevor es wirklich zu spät wurde, ließ ich das Denken sein und reagierte endlich. Das war knapp, obwohl ich dachte gut gefestigt zu sein.
Nach dieser Lehre, stattete ich dem Donaustrand noch einen Besuch für Spielerein ab.
So fuhr ich u. a. ein Eindrehmanöver (ich nenne das mal so), wo das Paddel gut in Bugnähe seitlich unterm oder nahe am Kiel platziert wird. Ich mag dieses Manöver gerne dort fürs anlanden. Dieses hatte ich von Bill Mason im Lehrfilm „Path of the paddle: Solo Basic“ abgekupfert, was auch nach längerer Übung und steigenden Bootsgefühl immer wieder gut, und besser gelang. Die Eindrehung verlief anfangs wie erwartet, währenddessen kantete ich das Boot noch etwas mehr an, weil es so zügiger eindreht. Währenddessen rutschte mir das Paddelplatt zu weit unterm Kiel, zumal kam noch eine kurze Grundberührung hinzu. Ein Rucken mit anschließenden mehr kippen nach Steuerbord überraschte mich kurz. Das Paddel ließ ich geschwind locker und konnte glücklicherweise gerade noch so ausbalancieren. Gefühlsmäßig war dies knapp, zumal die Grundberührung noch hinzukam.
Im oben erwähnten Lehrfilm bei 12 min20s, ist Bill Mason nahezu dasselbe passiert, wo er darüber kurz lächelte. Einen Versuch mit mehr Abstand zum Ufer hing ich noch dran, der zufrieden endete.
So nun querte ich wiederholt die Donau und absolvierte an einer meiner Lieblingsstellen einige Kehrwassereinfahrten. Bei dem gegenwärtigen Pegel und bei viel höher, macht dies dort richtig Laune. Besonders wenn es riskantes Hochwasser gibt, ist diese Passage richtig gut zum Üben geeignet. Zufrieden paddelte ich zurück, als Zugabe die treue Vorhut eines Eisvogels.



102. Bergfahrt.

Dienstag, einem Monat vor Heilig Abend, Vortag vor der Eröffnung des Ingolstädter Christkindlmarktes. Der Pegel war mittlerweile wieder gesunken, er stand auf zwei Meter, Tendenz fallend. Ein Schönwetterfenster bei wenigen Plusgraden nahe Null, zog mich nach der Arbeit zur Mittagsstunde auf die Donau. Der Pegelabfall machte sich vorerst spürbar bemerkbar. Nachdem der Eisvogel abflog, querte ich zur Sonnenseite der Donau. Dort angekommen, startete auch dort ein Eisvogel. An den Ufern sind gegenwärtig eine Vielzahl von Biberrutschen, Höhlen, Biberaktivitäten an Bäumen und an den Biberburgen zu erkennen. Während dem Hindurchpaddeln der Schillerbrücke, musste mehr Paddelarbeit wie erwartet abgerufen werden. Ich dachte: Zwei Meter Pegel sind auch nicht ganz ohne, besonders wenn man im Sommer fasst nur bei Ebbe gepaddelt ist.
An der Eisenbahnbrücke fuhr ich einige Kehrwassermanöver, und bin auch froh darüber es gemacht zu haben, auch weil der Pegel wieder stetig absinkt und man aus der Übung kommen könnte.

Meine Sitzverstellung ist gegenwärtig wieder etwas nach vorne gerückt. Das Kanu fühlt sich bei mehr Gegenströmung, speziell direkt im turbulenten Kehrwasserende der Eisenbahnbrücke, kurz vor der dem Einklinken in die Gegenströmung etwas nervöser an, was mich nicht stört, weil das Kanu im gutmütigen Rahmen bleibt. Bei hecklastiger Sitzverstellung, fühlt sich das Kanu zwar anfangs dort nicht so nervös an, glaubte aber eigens erlebt zu haben, das durch mehr Hecklastigkeit des Kanus, ein kontrollieren bei mehr seitlicher überraschender Strömung auf das Vorschiff etwas schwieriger machte, weil das Kanu durch den längeren Hebel rascher abdrehte. Bestimmt / Vieleicht ist dies für ein Abdrehen in die Stromzunge vom Vorteil.
In meinem Fall ist dies für ein gutes Positionieren im Kehrwasser, für den Start Richtung Stromzunge, ein Seiltanz, weil ein rasches ausbrechen oder verlieren des Kanus Richtung Wackersteine der Brückenpfeilerinselbefestigung immer präsent ist.
Diese bestimmt nicht allzu ernst zu nehmenden Eindrücke, haben stetig andere Gesichter, es spielen ja so viele Dinge eine Rolle, es kommt halt auf die Kursrichtung an.
Während der Talfahrt entdeckte ich noch drei Tannenbäume, ich bin mir noch nicht einmal sicher, sie schon bewusst wahrgenommen zu haben.


Grüße von der Donau oder nicht weit weg davon Mike


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26.11.2015 18:33
#168 RE: Bergfahrt 101, 102 / 2015
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to be continued...

servus Mike...freut mich dass es weitergeht.

Gruß

Hans

Aus am grantigen Orsch kimmt koa lustiga Schoaß

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30.11.2015 14:06
#169 RE: Bergfahrt 103 / 2015
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103. Tal und Bergfahrt

Freitag 27. Nov. 2015. Die Bootsspitze ohne Feder zeigte Richtung östlicher Nebelwand. Dorthin verschwand sie auch, mit Kurs zur entfernteren Inselgruppe.
Irgendwo auf einer der Inseln wollte ich für ein heißes Süppchen zur Mittagszeit anlanden. Voraus eine Nebelwand, wo die Nebelschwaden daraus über dem Fluss von Osten nach Westen zogen. Beim Ausblick nach achtern stauten sich die Nebelschwaden zu einer Wand vor der nun unsichtbaren Stadt.
Einige Kormorane waren wieder im Jagdfieber, ein Graureiher zog sich gemächlich zurück, ein Eisvogel ein kurzer Begleiter, ein bekannter Habicht suchte mehr im Tiefflug das weite.
Kurzzeitig war der Nebel teils rasch abgezogen; aber so schnell war er auch schon wieder aufgezogen. Die erste Insel die nun aus dem Nebel kroch, ist ja schon bekannt. Nach Bodenschätzen wurde damals aber nicht gegraben. Zu diesem Zeitpunkt war ich über vier Stromkilometer unterwegs gewesen. Wenig später tauchten die anderen Inseln auf. Eine Biberburg am rechten Ufer, wenig später streifte mein Paddelblatt einen verborgenen Baumstumpf. Hinter einer dieser Inseln tauchten plötzlich Schwäne auf. Diese Insel sollte es werden, ließ aber nun doch von einer Anlandung ab, weil die Schwäne dort ihr Lager wohl aufgeschlagen hatten. So paddelte ich nicht weit weg davon zu einer andern Insel. Das Fahrwasser zwischen Ufer und den kleineren Inseln glich kurz einem Labyrinth. Das Fahrwasser um die Inseln wurde seichter. Hoch in den Bäumen flog verdeckt ein Storch oder ein Graureiher davon. Die Nebelfassade spielte ihr eigenes Spiel. Die Nibelungenbrücke vor den Toren von Großmehring, tauchte aus dem Nebel und wartete wieder verschluckt zu werden.
So entschloss ich mich doch auf dem Festland Fuß zu fassen, um zur Mittagspause überzugehen. Ich bastelte an meinem Mittagessen, genoss heißen Tee und später die heiße Geflügel – Gemüsesuppe. Eine Feder schmückt nun meine Kanuspitze. Während der Bergfahrt zurück, scheuchte ich erstmalig einen Storch auf, wir hatten uns gegenseitig wohl nicht erwartet. Über dem Fluss kreiste eine Zeit lang ein größerer dicker weißgrauer Vogel, er glich einer übergroßen Möwe? Weit voraus die Silhouette der Stadt, die nur für wenige Augenblicke erlesene Sonnenstrahlen erwischte.

Grüße von der Donau oder nicht weit weg davon Mike

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30.11.2015 16:42
#170 RE: Bergfahrt 103 / 2015
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So kommt die Natur zur Ruhe. Bei uns sind es besonders, die im Sommer gut besuchten Badeseen, denen eine Pause guttut. Oder auch nur mir. So bilden sich die eigenen Bedürfnisse in Berichten von anderen Paddlern ab....
Schön finde ich das Bild mit der Goldrute.
Mike, LG aus dem Süden, W


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30.11.2015 19:45
#171 RE: Bergfahrt 103 / 2015
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....dem ist nix hinzuzufügen...

Gruß

Hans

Aus am grantigen Orsch kimmt koa lustiga Schoaß

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01.12.2015 08:52
avatar  docook
#172 RE: Bergfahrt 103 / 2015
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Moin Mike,
auch ich lese gerne hier die fast täglichen Zeilen. Momentan tolle Herbstimpressionen. Mach so weiter!
Insidernotiz: Ganz besonders gefällt mir natürlich das "Tellerbild"
Viele Grüße
docook


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07.12.2015 17:30 (zuletzt bearbeitet: 07.12.2015 17:37)
#173 RE: Bergfahrt 104, 105 / 2015
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104. Bergfahrt

Polizeieinsatz

Mittwoch, 02.Dezember, Pegel 200 cm steigend, Wassertemperatur 6,7 Grad, Lufttemperatur 8 Grad. Ein Polizeieinsatz zu Wasser und an Land am ersten Donaustrand überraschte mich. Grund des Polizeiaufgebots war; das am Sonntag den 29.11. 2015, verübte Gewaltverbrechen an eine junge schwangere Frau. Ein Spaziergänger hatte den leblosen Körper in der Donau entdeckt. In den lokalen Zeitungen und im TV wurde darüber berichtet. Glücklicherweise war ich nicht diesen Sonntag wie so oft auf der Donau... Der Donaustrand liegt auf meiner Route, der etwa knapp zehn Minuten vom Einstieg, je nach Pegel entfernt liegt.
So paddelte ich mit gemischten Gefühlen meine gewohnte Strecke, fuhr den Donaustrand verständlicherweise diesmal nicht an. An den Brücken versuchte ich mich wieder an Kehrwasserfahrten und anderen Geschichten. Unterhalb der Schillerbrücke wurde ich leider eines Damenschuhs fündig. Ich fischte ihn mit einem Hölzchen auf. Bei der anschließenden Talfahrt rief ich die Polizisten vom Kanu aus an, ob ein Damenschuh vermisst würde. Ein Polizist sagte: Es fehle keiner, eine Polizistin bedankte sich kurz. Grund der Suchaktion war die Tatwaffensuche.





105. Bergfahrt

Nikolausabstecher

Das Wetter war bis 1200 Uhr Mittag noch neblig. Nach der Mittagsstunde wurde der Nebelmantel plötzlich weggerissen. So ging es mit dem Kanu Bergauf zum oberen Donaustrand unterhalb der Staustufe. Dort wollte ich mich bei Ankunft mit einer Schokoladenkugel belohnen, die vorne am Bug baumelte. Da es irgendwie auf dem Wasser so schön war, wurde ich nicht zur Landratte und blieb im Kanu einfach sitzen. Und so kam mir unter der Sonne die Schokoladenkugel aus dem Sinne. Zurück angekommen konnte ich dieser Schokoladenkugel, die so eine schöne Reise gemacht hatte, nun doch nicht widerstehen.






Nachbrenner: etwas OT!

U- Boote von Kiel nach Ingolstadt

Am 5. Oktober während der 76. Bergfahrt, entdeckte ich einen Gleisabschnitt in der Donau, in etwa 50 Metern Entfernung vom Ufer aus. Dieser war nur mit etwas Glück vom Boot aus und bei niedrigem Pegel etwas zu erkennen.
Durch Zufall bin ich jetzt auf des Rätsels Lösung gekommen, hier eine kurze Beleuchtung.

1942 wurden unter strengster Geheimhaltung, u.a. sechs U- Boote der Baureihe II B auf Pontons von Kiel, über den Nord- Ostsee – Kanal nach Hamburg zur Elbe, um daraufhin im Schlepp bergauf auf der Elbe bis nach Dresden zu gelangen, gebracht. Dort wurden die U- Boote über Slipanlagen auf spezielle Culemeyer Tieflader mit Zugmaschinen verladen, um die 300 Kilometer auf der Autobahn bis nach Ingolstadt im Schneckentempo zu bewältigen.
Am Westufer unterhalb der Schillerbrücke, der Bucht wo ich schon einiges darüber berichtet hatte, sind damals per Slipanlage die U- Boote ins Wasser verfrachtet worden. Der Gleisabschnitt ist ein Überbleibsel dieser Slipanlage. Im Internett gibt es auch ein Foto davon, die Eisenbahnbrücke ist auch darauf zu erkennen. Der Donaudurchbruch, speziell die Weltenburger Enge, stellte mit seinen damaligen Strömungsverhältnissen auch eine besondere Herausforderung für den Transport auf dem Wasser dar, wie auch die Steinerne Brücke in Regensburg... In Wien oder Linz wurden die U- Boote wieder aufgerüstet und sind dann aus eigener Kraft Überwasser, talwärts bis ins Schwarze Meer gefahren....

Grüße von der Donau oder nicht weit weg davon Mike


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08.12.2015 08:58
#174 RE: Bergfahrt 104, 105 / 2015
ch

Hi @Donaumike ,

wie immer danke ich zuerst mal für Deine schönen Bilder und Impressionen. Im Sommer werden wir auch wieder ins Kanu steigen, denn als Anfänger und Familienvater ist es mir im Moment nicht zu kalt (ich habe 40kg Isolierung eingebaut, die mich aber leider auch vom Normalgewicht trennen ), sondern eher noch zu gefährlich. Und da finde ich Deine Impressionen einen sehr guten Ersatz. Vielen Dank für Deine vielen tollen Bilder!

Im Spiegel war ein sehr guter Artikel über die U-Boot Verladung ins schwarze Meer.

Viele Grüße aus Singen (trüb, <100m Sicht, feucht, 1,5 °C) und immer eine Handbreit Wasser unterm Kanu

Marc

==
ohne Worte

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08.12.2015 17:39 (zuletzt bearbeitet: 08.12.2015 17:39)
#175 RE: Bergfahrt 106 / 2015
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Hallo Marc,
gerne geschehen und Danke für den passenden Link. Hier ist die Sicht fasst eine Zumutung, siehe folgenden Beitrag.

106. Bergfahrt

Heute am 08. Dezember bei null Grad, null Wind, einem Wetter für Nebelhörner, und einem fasst freien Tag im Köcher, führten mich auf die Donau.
Die Fahrt durch diese spezielle Nebelsuppe, war etwas anderes wie zuvor. Mein Zeit und Weggefühl war wie weggeblasen. Meine markanten Wegpunkte erreichte ich entspannt, aber in einer doch fixen Abfolge. Diesseits der Donau hatte ich zwar etwas Sicht, konnte bis auf dem Donaustrand jenseits, nichts sicher weiter zuordnen.

Ein Eisvogel entwischte mir knapp, er lies mich glücklicherweise danach sehr nahe heranpaddeln. Eine bekannte schwarzweise Katze streifte am Ufer herum. Ein Graureiher flog ab und protestierte in der Luft. Einige Bäume machten urige Geräusche. Eine nicht kleine Biberburg, wurde seit meiner letzten Bergfahrt neu erbaut. Die Biberspuren an den Bäumen, die hellen Hölzer am und im Wasser, Biberrutschen und Biberröhren, hatten sich merklich mehr abgezeichnet.

Irgendwann ließ sich die Schillerbrücke im Nebelvorhang blicken, kurz danach die Eisenbahnbrücke, die etwas unheimlich wirkte. Mitten zwischen den Stadthälften angekommen, wurde die Sicht etwas besser. Kurz vor der Konrad- Adenauer- Brücke, wechselte ich mein Paddel, um für mehr Dampf zu sorgen, wenn es nötig sein würde. Der Pegel war flach mit seinen um die 150 cm, aber unter dieser wie auch unter den anderen Brücken nicht zu unterschätzen, weil Steinkontakte mit dem Paddel zu befürchten sind, um überhaupt durchzuschlüpfen. Keine 50 cm zu weit weg von der noch fahrbaren Linie, und ein Durchpaddeln, Wäre strömungsbedingt unmöglich. Besonders dort war ich noch mehr bei der Sache, um keine Kette von unglücklichen Dingen auszulösen. In Sit´ n Switsch Verdächtiger Form, schaufelte ich mein Kanu zum Ende hin durch die Konrad- Adenauer Brücke hindurch.

Danach ging es irgendwie flott zur Sache, dabei einen gröberen Steinkontakt mit meinem Paddel, der glücklicherweise keine grobe Unruhe ins Kanu brachte. Auf einmal entdeckte ich das Bettgestell, ich dachte nicht, dass ich schon so weit oben bin. Die Staustufe war auch nicht in der Nebelsuppe zu erkennen, das jenseitige Ufer etwas schon. An den Konturen des oberen Donaustrandes und am Rauschen des Zulaufs, was seit Monaten als Fischtreppe mit dient, konnte ich mich gerade so noch orientieren. Dies war wichtig, um an der richtigen Stelle überzusetzen, um über der Kiesbank anzukommen, die durch den Zulauf über Jahre entstanden ist. In diesem Bereich sind auch Untiefen, die einen über das Paddel aushebeln könnten..., wenn man nicht darauf gefasst ist. Die Strömung ist dort auch recht munter. So kam ich gut am oberen Donaustrand an.

Es war ein Wetterschutzaufbau mittels Plane geplant, lies aber davon ab, weil es ja nicht regnete. Auf ein gedachtes Lagerfeuer, trotz Holzvorrat an Bord, verzichtete ich ebenfalls. Neben der Stelle, wo ich letztens Ravioli erhitzte, Ist derzeit (vergangenen Sonntag noch nicht?)mit einem Holzgeländer versehen, was einen Zuritt zur Abbruchkante abweisen soll. Einiges ist seit Sonntag von dem Kiesigen Berg wieder abgegangen. Das Holzgeländer, könnte gut als Dachfirst für einen fixen Notwetterschutz, mittels Plane dienen.

Nach dem Erkunden mit einem heißen Tee in der Hand, erhitzte ich nun mein Mittagessen auf dem Gasbrenner. Es gab Nudeln mit Fleischresten. Danach packte ich alles zusammen, probierte mal ein Selbstbildnis aus und verschwand dann auf dem Wasser im Nebel. Besonderes im Stadtgebiet, hier und da, war es nebliger geworden. Ein Eisvogel wurde wieder ein kurzer Begleiter. Beim nächsten oberen Donaustrandbesuch gib es Kaffee und Kuchen.

Grüße von der Donau oder nicht weit weg davon Mike


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