Tipi im Gewitter

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27.08.2009 09:22 (zuletzt bearbeitet: 27.08.2009 09:22)
avatar  Bo
#26 RE: Tipi im Gewitter
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Bo

Gewitter - "Das ist ein Dreckswetter, da bleib ich zu Haus!"

https://www.youtube.com/watch?v=ijvXUuk0POQ


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27.08.2009 09:26
avatar  Bo
#27 RE: Tipi im Gewitter
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Bo

Da war kein Gewitter! Wo? Nein!

https://www.youtube.com/watch?v=RgkYUNJGKlk


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27.08.2009 12:20 (zuletzt bearbeitet: 27.08.2009 12:20)
#28 RE: Tipi im Gewitter
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Klasse Bo!!!!!!!!

Mir tut alles weh vom lachen!!!!!!!!!!!!!!!!!

gruß ausm Norden

Andreas


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27.08.2009 15:45 (zuletzt bearbeitet: 27.08.2009 16:50)
avatar  josh
#29 RE: Tipi im Gewitter
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Hej Gefahrensucher,
heuer am Allier, am Tag als unser schöner Chum einige Rippenbrüche hat hinnehmen müssen, nachdem Andrea und Josh wohl den einzigen Felsen im Fluss gefunden hatten, schliefen wir schlecht, eigentlich gar nicht. Temperaturen über 40 Grad und eine kaum auszuhaltende hohe Luftfeuchtigkeit hätten uns eine Warnung sein müssen.
Zuerst flog uns gegen Mitternacht das Tarp um die Ohren. Ohne Schaden konnten wir es bergen und ich habe die Sturmleinen gesetzt, alle 16! Das war gut so, denn kurz danach drehte der Wind mächtig auf. Begleitet wurde das Getöse durch derart mächtiges Donnergrollen und fiese Blitze, dass mir angst und bange wurde. Natürlich erinnerte ich mich an diesen alten Fred und das machte die Sache nicht besser. Es folgen Einschläge, die ich phonetisch nicht mehr mit Regen verbinden konnte. Tatsächlich waren es Daumengroße Hagelkörner, die zwei Inselchen weiter bei einer 15köpfigen Freundestruppe einige Zelte und als Tarp gedachte Baumarktplanen zerfetzt haben. Das Treiben dauerte bis zum frühen Morgen, etwa 4 Stunden, wobei es sich anhörte, als würde das Unwetter immer hübsch um uns herum kreisen. Geschlafen haben wir nicht, die Kinder natürlich schon. In der darauf folgenden Nacht das gleiche Spiel, nur kein Hagel, was ja schon mal nicht schlecht war. Der Sturm, den das Gewitter auch diesmal mit sich brachte, war noch eine Nummer heftiger und zerrte mächtig an der Kata. Was waren wir froh, dass wir diesmal nicht das Campfire Tent mitgenommen hatten. Ganz sicher wäre uns das weggeflogen, selbst wenn wir vorn das Canopy komplett heruntergezogen hätten. Andererseits wäre es nicht so hoch gewesen.
Besonders in dieser Nacht war das ununterbrochene Wetterleuchten. Hätte ich die Ruhe dazu gehabt, wäre Lesen ohne Lampe möglich gewesen.
Ich brauche das nicht noch mal. Natürlich war auf unserer Insel kein hoher Baum, der als Blitzmagnet hätte fungieren können. Die Zeltspitze war weit und breit der höchste Punkt; und natürlich haben wir unsere Behausung schön nah am Ufer aufgebaut. Wer schleppt schon gern...
Furchtbar, sage ich Euch. Im Nachhinein eine feine Abenteuer-Geschichte für jedes Lagerfeuer aber mittendrin ist das Mist.
Ole


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27.08.2009 17:08 (zuletzt bearbeitet: 27.08.2009 17:09)
#30 RE: Tipi im Gewitter
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Hej,

"spannungsvolles" Thema! Also bei Gewitter im Zelt ... da ist mir jedenfalls auch nicht besonders wohl. Vielleicht auch, weil ich zumindest ein bisschen ein "gebranntes Kind" bin. Während meiner Schulzeit wurde ein Schulkamerad und sein Freund an einem Seeufer von einem Blitz "erschlagen". Wenige Stunden zuvor habe ich damals mit ihm "kurioser" Weise in der Physik-Konsultation zur Prüfungsvorbereitung gesessen. Beide hatten übrigens Schutz unter einem ziemlich großen Baum gesucht. 1997 in Dalarna: Ich bin morgens durch heftiges Donnern eines heranziehenden Gewitters wach geworden. Wir haben schnell unser Zeltkram zusammengepackt und konnten uns ins sichere Auto verkriechen. Wenigen Minuten später ist direkt vor uns ein Blitz zwischen (!) den Bäumen eingeschlagen. Ungefähr 5 m neben der Stelle an der unser Zelt gestanden hat. Ich kann nur sagen "alter Schwede"!
Ansonsten haben wir ja doch irgendwie alle schon in unserer Kindheit von den Eltern und in der Schule gelernt, wie man sich bei Gewitter verhalten sollte und wo man sich nicht aufhält. Ist ja hier schon alles gesagt worden.
Für wichtig halte ich auch, das Wetter auf Tour zu beobachten. Wolkenbildung, Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit geben sehr gut Auskunft, ob Gewitter zu erwarten sind. Dabei wird man zusätzlich für die Wahl eines gewittersicheren Zeltstandortes sensibilisiert. Persönlich ist mir bei Gewitter auch auf einer See-Insel (auf nordischen Gewässern als Biwakplatz ja sehr beliebt) immer etwas mulmiger als auf dem "Festland", weil ich diese für blitzschlag-gefährdeter halte. Ist vielleicht ein subjektives Empfinden. Wir stehen mit unserem Zelt aber auch sehr gerne auf solchen Inseln. Ich habe in meiner Erinnerung, dass im Buch "Kanuwandern in Schweden" in einer der beschriebenen Touren sogar vor einer Insel auf einem bestimmten See (irgendwo in Dalarna glaub ich) gewarnt wird, weil dort schon häufig der Blitz einschlug.
Achtsam sein, aber nicht ängstlich!

Gruß

Peter


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27.08.2009 18:15
#31 RE: Tipi im Gewitter
Ka

Hallo Ole,

wann wart Ihr am Allier? Uns ist es ähnlich ergangen.

Hatte extra Sandhäringe mit, die schafften aber nur die ersten 10 cm im Sand. Danach kamen Steine. Ende vom Lied: Häringe kaputt, obwohl das Tipi 16x abgespannt war, hat es nicht gehalten. Sylvias Laune auf Null!

Paar Tage später wieder zuhause hat es 1 m neben unserem Haus in den Weg eingeschlagen obwohl das Haus und ein Baum wesentlich höher sind. Leider oder zum Glück waren wir am arbeiten. Konnten uns nur von den Nachbarn berichten lassen, dass es unwahrscheinlich gefunkt und gedonnert hat.
Grüße
Michael


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27.08.2009 20:29
#32 RE: Tipi im Gewitter
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Hallo Ole und Karl-Michael,

bei unserer letzten Tour am Allier (2006) habe ich das
krasseste Gewitter meines Lebens erlebt. In etwa genau so,
wie Ole es beschreibt. Damals war ich drauf und dran (habe
ich den Rest des damaligen Sommers so gehalten ;) ) nie mehr
eine Gepäckfahrt zu machen.


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27.08.2009 21:37 (zuletzt bearbeitet: 27.08.2009 21:49)
avatar  josh
#33 RE: Tipi im Gewitter
avatar

hej Michael,
das war um den 20.7 herum. Ich hatte die Easton Nägel dabei. Mit der Axt konnte ich die Dinger bis zum Anschlag versenken. Die Grundheringe waren jedoch morgens nach diesen Schauernächten jeweils 10 cm herausgerüttelt worden. Sonst hat alles gehalten. Das hätte mir nach dem Bruch meines Lieblingsholzbootes auch noch gefehlt. Dann wäre ich bedient gewesen. Ich kann Silvia gut verstehen. Vor allem läuft man ja bei einem derart heftigen Gewitter nicht gern draußen im Sturm herum, um das Zelt wieder aufzurichten.
Tim, auch deine Vorbehalte gegen Gepäcktouren sind gut nachvollziehbar, wenngleich sie gemeinhin nicht lange halten;-)
Einer der freundlichen Menschen der Gruppe, von der ich schrieb, hat mir ein Bild geschickt, das ich euch nicht vorenthalten möchte. Ich hoffe, er hat nichts dagegen. Bedenkt, die Körner lagen schon einige Zeit bei etwa 20-25 Grad auf der Plane herum und sind ordentlich geschmolzen. als dieses Paukentrommeln zu dem Donnergrollen und dem Sturm, der unser Tipi immer und immer wieder aufpumte, hinzukam und sich mischte mit dem fürchterbaren Getöse, dachte ich wirklich, nun wäre es aus. Ich konnte diess Geräusch schlicht nicht ausmachen und einordnen, nicht an einem hochsommerlichen Tag, wie er hochsommerlicher nicht sein kann.
Der Allier sieht mich jedenfalls auch so schnell nicht wieder, das hat er nun davon, wenngleich einer der feinsten Bäche in Zentraleuropa; und so einsam.
Vielleicht ist es gerade die Einsamkeit, die mich zu einem derartigen Hosenschisser werden ließ. Einige Tage später am Atlantik auf einem Campingplatz hat mich das Gewitter dort deutlich weniger aufgeregt. Wohl auch deswegen, weil wir jederzeit Zuflucht im sicheren Auto hätten finden können.
Ich glaube ja auch, jede Party hat ihren Guide, der weiß wie´s geht und der einen letztlich retten wird. In Maine war es Jörg, auf den wir uns gnadenlos verlassen haben. Mit der Familie bin ich es halt und während die Kids selbst in solch lauten Nächten selig schlummern, weil sie wissen, Papa, der Held, macht, dass alles gut gehen wird, mache ich mir über Verantwortung Gedanken, die ich nicht abschieben kann. Händchenhaltend mit meiner Liebsten lag ich da und zählte Sekunden zwischen den Blitzen und dem höllischen Krachen über mir. Ich hätte nicht einmal die Notrufnummer gewußt, wenn ich gezwungen gewesen wäre, anzurufen. Solche Patzer in der Planung passieren mir auch nicht wieder...
Gruß
Ole


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28.08.2009 08:31 (zuletzt bearbeitet: 28.08.2009 17:09)
avatar  Andreas Schürmann ( gelöscht )
#34 RE: Tipi im Gewitter
An
Andreas Schürmann ( gelöscht )

Bisher hatte ich das Blitztot-Risiko immer nach der üblichen verbreiteten Zahl 1:10Mio betrachtet.
Der Satz: "Wie ein 6er im Lotto!", ist ja weit verbreitet.
Liest man allerdings bei diesem Link nach(weiter unten Beispiel4):http://www.dpat.de/unzahl/
wird einem klar das, dass Risiko für den, der sich draussen aufhält seeehr viel größer ist.

Eine ernsthafte Beschäftigung mit optimalen Verhaltensweisen erscheint doch sinnvoll. Hat noch jemand einen Link/Literatur-Hinweis?
Frank hat ja schon das Kanu-Magazin genannt.

Gruß
Andreas


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28.08.2009 09:19 (zuletzt bearbeitet: 28.08.2009 09:22)
avatar  Walter_Wipf ( gelöscht )
#35 RE: Tipi im Gewitter
Wa
Walter_Wipf ( gelöscht )

Komisches Thema

Risiko durch Blitzschlag? Wie viele Leute sterben in der Schweiz denn durch Blitzschlag? 4 pro Jahr? Wie viel durch den Verkehr? Ich glaube das sind einige hundert. Ich erachte das Risiko der Anfahrt zum Zelten als höher als das Risiko eines Trffers durch einen Blitz.

Auf dem Wasser vermeide ich den Blitz durch die sicherste Methode die es gibt, ich gehe bei schlecht Wetter nicht mit dem Boot raus. Beim Zelten halt die Üblichen Regeln: Das Zelt darf nicht der höchste Punkt in der Umgebung sein und sich auch nicht unter dem höchten Punkt befinden. So habe ich das immer gemacht und wurde bis jetzt nicht vom Blitz gtroffen. Ich denke echt, dass jede Bootsfahrt gefährlicher ist als das Campen im Gewitter.

Der Aspekt der Urangst erscheint mir interessant. Wenn ich einen Bitrag schreiben würde zu Risiko der Autofahrt auf den Camipingplatz, dann würde das kaum der meistgelesene Beitrag werden. Zum Thema Blitz gab es praktisch sofort eine Unzahl von Antworten. Ich denke, dass ein Gewitter, besonders im Freien oder in einem Zelt, viele Emotionen weckt. Es ist wirklich ein grossartiges Erlebnis.

WENN ich mal vom Blitz getroffen werde, dann hoffe ich, dass es wenigstens ein Volltrefer ist und sich die Sache dann so gleich erledigt :-)


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28.08.2009 09:52 (zuletzt bearbeitet: 28.08.2009 10:04)
avatar  MrDick
#36 RE: Tipi im Gewitter
avatar

In Antwort auf:
Ich erachte das Risiko der Anfahrt zum Zelten als höher als das Risiko eines Trffers durch einen Blitz.



Die Kaufleute berechnen: RISIKO = SCHADENSHÖHE * EINTRITTSWAHRSCHEINLICHKEIT

Auch wenn es nicht sehr wahrscheinlich ist vom Blitz getroffen zu werden, so ist die Schadenshöhe doch beträchlich, ergo das Risiko sehr hoch. Ignorieren würde ich das Risiko dennoch nicht, und alles tun um die Eintrittswahrscheinlichkeit weiter zu verringern. Die Frage der wir aber recht Hilflos gegenüber stehen ist doch: Wie tut man das? Natürlich kennen wir alle die Faustregeln, aber wirken die immer? Vielleicht sollte man mal ins Deutsche Museeum gehen und die Kollegen dort ausquetschen, die das alles direkt ausprobieren können. Vermutlich wirken sie nicht immer, aber es ist sehr Wahrscheinlich, und somit unwahrscheinlicher, dass man vom Blitz getroffen wird.
In Antwort auf:
WENN ich mal vom Blitz getroffen werde, dann hoffe ich, dass es wenigstens ein Volltrefer ist und sich die Sache dann so gleich erledigt :-)

Vom Blitz getroffen zu werden ist übrigens nicht immer gleich tödlich. Wie bei den meisten Hochspannungsunfällen (z.B. Oberleitung) kann es da auch zum sog. Skin-Effekt kommen. Das bedeutet, dass sich die Spannung über die Oberfläche des Leiters (in dem Fall das Menschlein), und nicht hindurch bewegt (deshalb versilbert man Kupferdraht aussen um die Leitfähigkeit zu erhöhen). Die Folge ist, dass nicht das Herz aussteigt, oder man sofort tod umfällt, sondern es kommt zu oberflächlichen Verbrennungen der Haut am ganzen Körper. Menschen atmen zum Teil aber auch über die Haut - wenn mehr als x% der Haut verbrannt sind, hat man wenig Chancen. Das ist also kein besonders schneller Tod, wie man von Stromunfällen immer annimmt.

Es gibt Vollschutzanzüge aus Kettengliedern, die wie ein Faradayscher Käfig wirken, allerdings dürften die das Ertrinkungsrisiko wieder erhöhen ;(

Wie man es dreht und wendet - Das Leben kann manchmal tödlich sein!

NACHTRAG: hier mal noch was Konstruktives: http://www.feuerwehr-thueringen.de/jugen...beiGewitter.pdf

--
"Das Wasser ist ein freundliches Element für den, der damit bekannt ist und es zu behandeln weiß." (Johann Wolfgang von Goethe, 1749 - 1832)
-
...der will nur spielen!
Für alle die am Bodensee spielen wollen: http://www.freestylecanoeing.org


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28.08.2009 09:58
#37 RE: Tipi im Gewitter
Ka

Hallo Ole,

es war dasselbe Gewitter. Nur waren wir da schon auf der Loire und hatten keinen Hagel abbekommen. Der war bei Dir schon abgehagelt!

Stahlhäringe hatte ich auch mit. Die hielten aber absolut nicht zwischen den Steinen. Der Versuch mit den Sandhäringen war eine reine Verzweiflungstat. Ich bin jetzt auf der Suche nach den optimalen Häringen.

Grüße
Michael


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28.08.2009 10:45 (zuletzt bearbeitet: 28.08.2009 11:04)
avatar  Bo
#38 RE: Tipi im Gewitter
avatar
Bo

Hallo Ole,

fein, dass wir Euch nächste Woche heil beim Treffen sehen werden!

Bestand nicht auch die Gefahr, dass das Wasser schnell ansteigt? Ihr ward doch sicherlich auf einer Flussinsel?!

Liebe Grüße
BO


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28.08.2009 11:14
avatar  josh
#39 RE: Tipi im Gewitter
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hej Michael,
optimale Häringe: ich finde ja, der Northwestwoodsman hat sie, ich weiß nur nicht, woher wir die bekommen sollten. Wenn einer eine Quelle weiß, nur her damit...
Ja, Bo, ich freue mich auch auf ein gesundes Wiedersehen! Wir waren auf einer Flußinsel, hatten aber bezüglich ansteigenden Wassers keine Angst. Die wäre auch unbegründet gewesen. Trotz sinflutartiger Niederschläge stieg der Wasserstand nicht merklich an. Das kann dir auf Loire/Allier nur passieren, wenn irgendwo ein Schott geöffnet wird, glaube ich. Regen allein würde das kaum schaffen...

Ich weiß nicht, ob wir es schon hatten. Es geht in diesem Fred ja um Tipis im Gewitter. Und immer wieder wird die Alustange (oder eine andere aus Metal halt) kritisch beäugt. Wie sähe es aus, wenn ich eine Polingstange aus Holz nähme? Physik war nie meine Stärke aber ich denke mir, das würde einen Unterschied machen. Wie die Stakstangen sich im Sturm verhalten, weiß ich allerdings auch nicht. Ist nur so eine Idee...
Gruß
Ole


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28.08.2009 11:26 (zuletzt bearbeitet: 28.08.2009 12:03)
avatar  moose
#40 RE: Tipi im Gewitter
mo

finde ich auch daher hab ich mir die besorgt, zwar nicht von ihm aber praktisch das gleiche, mit Loch, Hammerfläche, Haken, guckst Du
http://www.bergfreunde.de/oxid.php/sid/d...44e346.71832275

geht auch billiger http://www.spax.com/download_save_as.php...tur/Holzbau.pdf 10 mm bis 600 mm hält überall, hoch elastisch, kann geschraubt werden

moose


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28.08.2009 11:39
avatar  MrDick
#41 RE: Tipi im Gewitter
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Momentan verwende ich Zimmermannsnägel: Nachteil: die rosten und haben kein T-Stück, weshalb sie immer schräg wie Pfläcke eingeschlagen werden müssen. Vorteil: kosten so gut wie nix und kommen mit fast jedem Untergrund zurecht (habe sie schon in Sandstein eingeschlagen)

Werde mir wohl demnächst diese zulegen: Pimped Zimmermannsnagel sozusagen:
http://www.truman.de/in/ara/pno_/I1_6650...68d6e4adcecb40d

--
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28.08.2009 11:50 (zuletzt bearbeitet: 30.11.2009 22:12)
#42 RE: Tipi im Gewitter
avatar

"Wie sähe es aus, wenn ich eine Polingstange aus Holz nähme?" (notfalls ausprobieren)

Der Blitz schlägt ja auch in exponiert stehenden Holzstrommasten oder Totholzbaumleichen ein, die mutmaßlich eine ähnliche Restfeuchtigkeit haben dürften wie eine Polingstange...

Ich denke, wenn man mittig auf einer freien erhöhten Wiese steht, ist es egal, aus welchem Material die Zeltstange ist (auch ohne die genaue physikalische Erklärung darlegen zu können)

Daher finde ich es jedesmal wieder spannend, welche Wissenschaft man um die Zeltplatzwahl betreiben kann, uns wie lustig schön man darüber sinnieren und diskutieren kann...
(...und Ihr alle auch Eure diversen Erfahrungen habt, die ich immer wieder gerne mit meinen Erlebnissen vergleiche - wenn ich "Normalen" Menschen etwas von der Wissenschaft der Zeltplatzwahl und die Komplexität von unterschiedlichen Zeltstangen und Häringen erzähle, holen die die weißen Männer mit den unbequemen Jacken und den schönen Pillen, die alles soooo schön bunt und lustig machen...)

Aber der 45°-Winkel zum höchsten Punkt der Bäume hat mich etwas beruhigt und meine Mutmaßungen untermauert.
Hat übrigens jemand den genannten Artikel aus dem namhaften Kajak-Magazin vorliegen, bei uns (in dieser schönen Stadt) gibt es die nicht mehr, da am 3.9. die neuste Ausgabe rauskommt...

Ich würde den zitierten Artikel gerne lesen, nur hat der Zitierende den nicht in seinem Besitz...
Kann mir jemand den zukommen lassen... Bitte...


lG Leichtgewicht


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28.08.2009 12:24
#43 RE: Tipi im Gewitter
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Vor einigen Jahren bin ich im Gewitter samt Zelt mit einer Mure ca 15 m abgerutscht. Vor drei Jahren hat ein umstürzender Baum das Wartehäuschen, in dem ich einen Tag zuvor Schutz vor einem Gewitter gesucht hatte, völlig demoliert. Seither meide ich freistehende Bäume.
Besonders Fichten kenne ich als wenig sturmsicher. Entweder fallen die Flachwurzler großflächig um, oder werden irgendwo in Stammitte einfach abgedreht. Dann fliegen eben 10 m hohe Baumwipfel durch die Gegend. Es rächen sich kurzsichtige Pflanzungen von Monokulturen der letzten Jahrzehnte, oft in Gebieten und Höhenlagen, wo die natürliche Schlußgesellschaft Misch- oder sogar Laubwald wäre.
Und Blitze? Ja, die schrecken mich auch im kleinen Bergsteigerzelt! Meist hat man gar nicht die Wahl, einen optimalen, scheinbar sicheren Platz für das Zelt zu nutzen.
Drei Gewitter habe ich inzwischen in meiner Hennessy Hammock erlebt, aber kein schweres. Habe ich in meiner Hammock mehr Sicherheit als in einem Tipi? Was, wenn es in einen der Bäume einschlägt an denen ich hänge?
- eher theoretische Fragen, zum Glück!

Wolfgang Hölbling

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28.08.2009 12:41
avatar  HeinzA
#44 RE: Tipi im Gewitter
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Hi Wolfgang,

es gab vor einigen Jahren den Trend, große Bratenstücke in so genannter Bratfolie im Ofen zu braten, ich könnte mir vorstellen, dass das Ergebnis eines Blitztreffers in einem deiner Hammock-Bäume ähnlich aussehen kann. Rundherum braun, im eigenen Saft gegart, braucht man nur mehr eine Seite aufschneiden und geniessen...

Aber jetzt im Ernst, Wolfgangs Frage würde mich auch interessieren, obwohl ich kein Hängemattentyp bin (lasse mich lieber selber hängen...).

Heinz


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28.08.2009 12:47 (zuletzt bearbeitet: 28.08.2009 12:48)
avatar  Trapper
#45 RE: Tipi im Gewitter
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@ ole: der Northwestwoodsman hat,glaube ich zumindest, solche hierhttp://www.woick.de/catalog/product_info...oducts_id=34961
Gibt es auch bis 500 Länge. Aber im Sandboden.... na ich weiß nicht! Bin auch noch auf der Suche nach der optimalen und leichten Lösung für Allroundhäringe.

Internette Grüße Thomas


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28.08.2009 12:54
avatar  MrDick
#46 RE: Tipi im Gewitter
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Von Bäumen, egal welcher Rasse, sollte man immer Abstand halten. Mit der Hängematte kännte man zwar das Schrittspannungsproblem umgehen, ein Überschlag vom Stamm auf die Hängematte ist aber auch nicht Unwahrscheinlich.
Ein Tipi sollte sogar garnicht so schlecht sein. Wenn man eines mit mehreren Stahlstangen hat (aussen) und keine Mittelstange, die Stangen dabei leitend verbunden und geerdet sind, könnte sowas ähnliches wie ein Faradeyischer Käfig entstehen. Dann hätte man nurnoch das Schrittspannungsproblem auf dem Zeltboden. Ein 'Kettenhemd' fürs Zelt könnte auch funktionieren.

Eine einzelne Mittelstange gegenüber dem Boden zu isolieren dürfte das Problem sogar noch verschärfen. Wenn der Blitz da einschlägt steigt die chance, dass er nicht in den Boden abgeleitet wird, sondern auf einen Zeltinsassen überspringt und sich so den Weg zum Boden sucht.

Wie man es auch dreht und wendet: Blitz ist Mist!
Am Besten nicht bei Gewitter draußen sein, oder aber Schutz unter einem Hang suchen, von dem möglichst nix runterfallen kann.
Interessant finde ich auch die Bemerkung, die man immer wieder liest: "Einzeln und nicht in Gruppen Schutz suchen" Eine Erklärung warum steht nirgends. Habe schon den Verdacht, dass es dabei um simple Wahrscheinlichkeitsrechnung bei der Opfervermeidung geht, frei nach dem Motto: wenn es einen Trifft, dann sind wenigstens die anderen nicht betroffen.

--
"Das Wasser ist ein freundliches Element für den, der damit bekannt ist und es zu behandeln weiß." (Johann Wolfgang von Goethe, 1749 - 1832)
-
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28.08.2009 13:05 (zuletzt bearbeitet: 30.11.2009 22:12)
#47 RE: Tipi im Gewitter
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"Einzeln und nicht in Gruppen Schutz suchen???"
"Habe schon den Verdacht, dass es dabei um simple Wahrscheinlichkeitsrechnung bei der Opfervermeidung geht, frei nach dem Motto: wenn es einen Trifft, dann sind wenigstens die anderen nicht betroffen"

(auch eine schöne Erklärung... )

NEIN!!! Die Spannungsladung (Jeder Körper hat ein eigenes "spannungsgeladenes" Magnetfeld, welches den Blitz "anzieht" bzw den Blitz von dort aus "steigen" lässt")
multipliziert sich beim "Zusammenstehen", also simpel ausgedrückt, wenn 10 Mann zusammenglucken, ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Blitz in die 10 einschlägt 10 Mal so hoch, als wenn die einzeln stehen bzw hocken...


lG Leichtgewicht


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28.08.2009 13:08
avatar  MrDick
#48 RE: Tipi im Gewitter
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Ahhhhh! klingt logisch, hätte ich auch drauf kommen können. Wieder was gelernt.
Na denn hat jeder alleine Angst und man hört die Anderen wenigstens nicht bibbern und schluchzen

--
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28.08.2009 14:44
#49 RE: Tipi im Gewitter
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Monika meint:
Bei Gewitter im Tipi ohne Ofen heizen!
Wirkung: Ruß = Kohlenstoff, macht die Zeltwand leitfähig, ein Faradayscher Käfig entsteht.
Oder nicht.
Bitte ausprobieren, und die Angehörigen posten das Ergebnis hier im Forum.

Meine Meinung dazu: --- - -- -- --

Ps. Anregung: Der tragbare "FK" wartet auf seine Erfindung!

Wolfgang Hölbling

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28.08.2009 15:08 (zuletzt bearbeitet: 28.08.2009 15:19)
avatar  Rene11
#50 Nicht nur in elektrischen Feldern stehen dem Physiker die Haare zu Berge
Re

Au Backe,

so viel Sachverstand kommt da zusammen!?

Jetzt muss man beide Augen feste zudrücken.

Nicht nur in einem starken elektrischen Feld,
sondern auch schon beim Lesen dieses Threads
stehen so manchem die Haare zu Berge.



Hier gehts zum Paddel- ääh ----- Gewitter-Kurs:

http://www.google.de/#hl=de&source=hp&q=...fc4ead9b83d2fb9[/URL]"

oder auch hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Gewitter

Gruß
René


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