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Schade um den Bären
#26 RE: Schade um den Bären

Es ist die Frage, ob wir bereit sind für Werte, die nicht in sofortigem Profit, oder Shareholder Value messbar sind etwas zu tun.
Für mich ist intelligenter Umgang, wenn mit wenig Mitteln viel erreicht wird ( Grüngürtel, Biotopverbund …), das Gegenteil: mit wenig Nutzen, oder einseitigem Nutzen viel zerstören.
Beispiel: Flurbereinigung - die hat als Begriff eine gute Entwicklung hinter sich gebracht. Erst, als reine Maßnahme zur optimalen Ausbeutung landwirtschaftlicher Flächen für so manchen Verlust an Biodiversität ( weniger Hecken, industriell bewitschaftbare Flächen, Lokal bei uns: Verschwinden von vielen, unsere ländlichen Gebiete prägende Streuobstwiesen …) verantwortlich, ist es heute in der Regionalplanung ein Instrument nachhaltige Entwicklungen zu forcieren.
Dazu ist eine ganzheitliche Sicht wichtig, die von Politikern erwartet, aber zu selten eingelöst wird – siehe Presse oben.
Noch ein Beispiel: In meinem Beruf war ich unter anderem auch mit der Rekultivierung von Schotterabbauflächen befasst. Die Entwicklung in ca 20 Jahren: Erst war das Ziel möglichst schnell alles mit Fichten „aufzuforsten“. Dann fand eine neue Generation in der Landesregierung mit offensichtlich anderem Gesichtsfeld, daß es kaum noch offene Flächen, kaum noch Magerwiesen gibt. Mit allen Konsequenzen, wie das Verschwinden vom „Bläuling“ ...
Seitdem werden viele Flächen „offen gelassen“. Der Betreiber spart Geld, die Umwelt hat eine wichtige Nische wieder. ( Hundsdorf im Rosental – selbst erlebt: eine Bienenfresserkolonie hat sich in einer ehemaligen – Schottergrube etabliert. )
Interessanterweise hat auch eine Änderung im Verfahren viel zur Nachhaltigkeit solcher Projekte beigetragen: Wurden einst alle Genehmigungsverfahren getrennt verhandelt, führt das „konzentrierte Verfahren“ alle Themen (Bergrecht, Wasserrecht, Flächenwidmung, Landschafts- und Umweltschutz, Abbaupläne ….bis Rekultivierung) vorverhandelt, an einem einzigen Termin Vorort zusammen.
Dadurch werden alle Prozesse viel transparenter!
Jäger und Forst:
Interessensausgleich, ist notwendig und logischerweise ein permanenter Prozess.
Umdenken, und Veränderung auch.
Beispiel? Bitte: Die Zeit der Monokultur ist Geschichte! ( Wenn ich an „Energiepflanzungen“ denke, bin ich mir nicht sicher, ob das bis in ferne Zukunft so sein wird. )
Zum Schmunzeln: Zwei große Waldbesitzer ( Habsburg ) in nächster Umgebung, verkaufen für ihre Wälder eine Tages- und Wochelizenz zum Schwammerlsuchen ( Pilzsucher ).
Freizeitsport: Schneekanone, Nachtskilauf, … ??? Ich glaube, es ist auch hier an der Zeit zu überlegen was berechtigte Interessen sind.
Die größten Schäden entstehen durch Unwissen und Desinteresse, durch schieres Proftdenken und durch einseitige Lösungsansätze.
Auch wenn ich mich wiederhole: da bin ich oft froh, dass Richtlinien von außen wirken, siehe Wasserrahmenrichtlinie der EU.

Bei dieser Meldung besteht ein direkter Bezug zum Paddeln, denn wer freut sich nicht vom Kanu aus diese großen majestätischen Greifvögel sehen zu können. Ich denke hier auch an Welle (Onkel Albert ), der beim Schutz der Seeadler im Norden aktiv ist.
Seeadler im Visier von Giftmischern
#28 RE: Schade um den Bären

Um das Thema für mich abzurunden: http://www.kleinezeitung.at/kaernten/266...or-kamera.story
...den vom Kanu aus zu sehen wird schwierig!
Ps. Gerade erhielt ich einen Anruf folgenden Inhalts: Bei Schäden durch geschützte Tiere zahlt das Land, bei jagbarem Wild die Jägerschaft. So banal kann Tagespolitik sein!
Git bei den Seeadlern
wir haben hier auch diverse Vergiftungen von Seeadlern schon seid Jahren
zu verzeichnen und neben den Seeadlern noch Dutzende Greife (Mäusebussarde, Milane,
Habichte...)Ob da ein Zusammenhang mit den großen Gänsefreigehegen besteht konnte bisher
noch nicht geklärt werden.
Wir haben das mal kartografiert und die Gänsefreigehe eingezeichnet, Zufälle????
Auch in der Cuxhavener Ecke wurden Seeadler vergiftet, hier konnte bisher der Zusammenhang
mit Taubensportlern nicht nachgewiesen werden...
Leider ist bei vielen Leuten in der Bevölkering noch die alte "Nutzen:Schaden"-einstellung
fest verankert. (auch die Rabenvögel sind da einbezigen...die hacken immer die Silofolie kaputt)
es gilt schon die Kinder zu sensibilsieren und ich sehe das auch mit als unsere Aufgabe
(anadierfahrende Naturnutzer) hier aktiv zu werden oder zu sein!!!
Gruß aus der Nordheide
(Onkel) Albert
siehe auch hier:
http://www.projektgruppeseeadlerschutz.de/
Albert,
zumindest für mich wäre die "einfach" darstellbare Grafik eine große Hilfe. In meinem Einzugsbereich höre ich auch von solchen Verbrechen, habe auch schon Kadaver gefunden. Stell doch mal eine solche Karte ein und erläutere wie ihr das kartographiert.
Stefan
hi
ganz einfach
Du nimmst für jedes Jahr ein passendes 25.000er Kartenblatt und markierst die
genauen Fundorte der toten Greife (oder was auch immer)
hilfreich ist für jede Art ein anderes Symbol
gefüllte Kreis = Seeadler
leere Kreis = Rotmilan etc....
diese nummerierst Du und legst dazu ein Verzeichnis an
(Datum, Verwesungszusatnd - Foto/Nummer)
dann haben wir in diese Blätter (dem entsprechenden Jahr zugeordnet)
auf die betreffenden Flurstücke die Gänsegatter eingezeichnet.....
Diese nebeneinander gelegt ergeben eine Übersicht.
Sicherlich ließe sich das auch mit elektronischen Hilfsmittel besser
bewerkstelligen (Axel hat da so eine Gerätschaft!!!)
aber wir hatten das unbeschreibliche Glück, dass einer von unseren
Leuten über Jahre (10 und mehr!)in dem Distrikt unterwegs war und alles in seine
Feldkladde eingetragen hat
Ich kann Dir leider keine graf. Darstellung davon geben, da diese bei den Ermittlungs-
behörden liegen.
Bei Interesse kann ich Dir ein Handbuch über feldornitholgische Arbeitsweisen leihen,
da sind Grundtechniken drin.
Albert
lithiumhabib
(
gelöscht
)
#34 RE: Schade um den Bären


Zitat von welle
...
Leider ist bei vielen Leuten in der Bevölkering noch die alte "Nutzen:Schaden"-einstellung
fest verankert. (auch die Rabenvögel sind da einbezigen...die hacken immer die Silofolie kaputt)
...
Gruß aus der Nordheide
(Onkel) Albert
Hier muss ich vehement wiedersprechen.
Carbofuran in illegal ausgelegten Giftködern ist absolut verdammenswert und eine Schweinerei, darüber will ich nicht diskutieren.
Aber das massive Problem mit explodierenden Rabenkrähenbeständen (von der Saatkrähe redet eh keiner) kann ebenso wenig
verleugnet oder negiert werden wie jenes mit dem Kormoran, und hier geht es nicht nur um Silofolien.
Ich lade dich ein mitzugehen, wenn nun der erste Satz Hasen (noch haben wir welche) auf die Welt kommt und die Rabenkrähen,
mittlerweile schon beinahe Standvogel infolge der Kompostier- und Biogasanlagen, sich in ganzen Kompanien Scholle für Scholle darüber hermachen.
Oder im späteren Frühjahr über frisch gesetzte Rehkitze.
Der Anblick eines klagenden Rehkitzes, in dessen leeren Augenhöhlen die Maden wimmeln, weil sie ihm ausgehackt wurden
ist selbst für Hartgesottene nicht ohne.
Letzten herbst beobachtete ich einen jungen Mäusebussard, welchem einen ganzen Nachmittag lang Krähen so zugesetzt hatten,
dass ihm über den ganzen Rücken die Knochen frei lagen und er nicht mal mehr hüpfen, geschweige denn fliegen konnte.
Die mittlerweile ebenso geschützten Elstern machen das ebenso.
Wunderbar auch die Geschichte eines befreundeten Schafzüchters aus dem Lammertal, bei dem sich junke Lämmer freiwillig
aus Verzweiflung über den Abgrund gestürzt haben, weil die Scharen von Krähen ihnen die Rücken blutig hackten.
An meinem Hausfluss, der o.ö. Traun findet das Stift als Besitzer des Fischwassers, keine Pächter mehr.
Der Grund?
Als vor 14 Tagen Robert meinen Pathfinder probepaddeln kam, habe ich beim kurzen Warten auf ihn zuvor 72 Kormorane gezählt,
welche vorbei gestrichen sind.
Wer mal so wie ich an der Donau gesehen hat, wie sich ein Kormoran einen ausgewachsenen Schied (= Rapfen) mit drei Würgern
runtergedrückt hat, kann sich vorstellen wie es den Forellen und Äschen in einem Fluss mit hellem Kiesgrund geht.
Die rosarote oder grüne Brille funktioniert nur bei hochrangigen EU Beamten perfekt.
öähm Albert,
ich kann da keinen link finden! bitte editiere das noch;
und um die Teddys mach ich mir auch meine Gedanken, hab aber nicht das Hintergrundwissen. sorry
lithiumhabib
(
gelöscht
)
#38 RE: Schade um den Bären

hi Ulme (die ja auch am Aussterben ist),
Deine Überlegungen, Entdeckungen und Beobachtungen in allen Ehren - aber:
...es wird gezeugt, geboren, genährt, getötet! Punkt.
klagende Kitze, Maden auf Kadavern... is das nicht eher die Regel? Deine Beobachtungen machen mich neidisch - ich komm immer zu spät zu Rissen, nur schwerelose Federn oder Haare übrig. Akzeptieren wir die so brutale Natur? ich für meinen Teil hab mich damit schon abgefunden! Nicht immer so ein Aufsehen machen, Emotionen aus- und den Verstand mal einschalten! Hier ist kein Platz mehr für Raubtiere. Wieder Punkt. Vielleicht sollten wir uns unseren Raum ein wenig beschneiden, um zumindest Euren Kindern zeigen zu können, "wer" hier mal gelebt hat. Punkt!
...die Lämmer, welche sich freiwillig über (besser in) einen Abgrund stürzen halte ich für eher schlechtes Kino...
...und die Kormoranproblematik ist auch mit den Lemmingen vergleichbar...
Die Zeit der Natur ist vorbei! Leider!
p.s. wie sagt ein Freund: nicht nur d´rüber reden, selber machen!
und noch ein p.s. ...es könnte besser gehen...
perspektivlos... Stefan
DIESER LINK IST GEMEINT
http://www.projektgruppeseeadlerschutz.de/
lithiumhabib
(
gelöscht
)
#41 RE: Schade um den Bären

welle
(
gelöscht
)
#42 RE: Schade um den Bären

Zitat von mir
Leider ist bei vielen Leuten in der Bevölkering noch die alte "Nutzen:Schaden"-einstellung
fest verankert. (auch die Rabenvögel sind da einbezigen...die hacken immer die Silofolie kaputt)
Zitat von Ulme
Die rosarote oder grüne Brille funktioniert nur bei hochrangigen EU Beamten perfekt.
Ulme,
Wenn ich Deine Zeilen so lesen, scheint bei Dir die Nutzen:Schaden Einstellung auch noch
fest verankert zu sein.
Es gibt Beutegreifer/Prädatoren und Beute, wenn das Verhältnis zueinander aus dem
Gleichgewicht geraten ist, überwiegt ein Teil. Die Fragestellung ist doch: Auf Grund
welcher Ursachen gerät das aus dem Gleichgewicht???
Wenn die Krähen auf den Hasen rumhacken, haben die Hasen entweder zu wenig Deckung oder
es gibt zu viele davon. Und wenn es davon zuviele gibt (Überbesatz nennt man das wohl)
werden davon viele Krähen satt und diese wiederum können sich wieder gut vermehren bis
sie soviele sind, daß irgendwann alle Häschen weggefressen sind und dann werden die
Krähen weiterziehen der auch verrecken.
Frage ist dabei doch: Warum gibt es zu wenig Deckung = weil zu viel Acker???
Oder warum gibt es zu viele Hasen = optimale Bedingungen
Wir könnten das noch stundenlang fortführen.
Man muss kein hochrangiger EU Beamter sein, um fest stellen zu können: In der Natur regelt sich vieles
von selbst , wenn das menschlichen Verhalten mehr Rücksicht auf diese natürlichen Abläufe nehmen
würde.
Gruß aus der Nordheide
Albert
#43 RE: Schade um den Bären

@ Albert
Da gebe ich Dir völlig Recht, es geht immer nur um Schaden und Nutzen, immer in Euro definiert.
Leider maßt sich die Menschheit schon seit langer Zeit an, alles regeln zu wollen und regeln zu müssen. je weiter weg der "zivilisierte Mensch" von der Natur entfernt ist, desto weniger Verständnis bringt er dafür auf, desto weniger Wertschätzung gibt es.
von Frank >>> je weiter weg der "zivilisierte Mensch" von der Natur entfernt ist,
Und jetzt kommen diese "Viecher" auch schon in die Stadt. Wenn das mit der Industriellen Nutzung von Boden und Wald so weiter geht, ist der Lebensraum Stadt dem Land ja auch vorzuziehen. Da fahren wir dann zum Wanderfalken beobachten mal auf den Alexander Platz.
Kiebitze auf Verkehrsinseln, Seeschwalben auf Flachdächern, Wildschwein im Vorgarten -
Halt Stopp! - so ja nun nicht die Schweine machen was kaputt, da hört der Spaß aber auf.
Naturliebe ja, aber bitte in der Natur, doch nicht vor der Hasustür.
Natur ist eben überall, und wer sich mal ein, zwei Jahre tot in den Garten legt, wird tatsächlich ein Teil davon.
Gruß
Andreas

Aktuell: wieder wurde ein Wolf illegal geschossen:
Wolfsabschuss bei Niesky in Sachsen
eine Aktion des NABU
#47 RE: Schade um den Bären

Langsam gewöhnen sich auch hier die Menschen an den Gedanken, daß Bären in der Bergwelt Kärntens nicht nur als Grenzgänger aus Italien und Slowenien vorkommen. In den Reaktionen wird bedeutend differenzierter argumentiert als noch vor wenigen Jahren.
http://www.kleinezeitung.at/magazin/tier...twortlich.story
In der Steiermark:
http://www.kleinezeitung.at/steiermark/l...hoert-weg.story
http://www.kleinezeitung.at/steiermark/l...ungstrieb.story
In Ontario hat man wieder - jetzt auch offiziell - noch ganz andere Mitbewohner:
http://www.cottagecountrynow.ca/article/...back-in-ontario
http://www.cottagecountrynow.ca/news/art...r-attack-on-pet
Bei meinem letzten Besuch in Killarney war der Stand der Dinge: Ja, sie sind da, aber kaum jemand hat einen zu Gesicht bekommen.
Mit Bären, auch in gar nicht so abgelegenen Gebieten in Muskoka, hat man sich offensichtlich arrangiert. Ziemlich pragmatisch: wenn es Probleme im Zusammenhang mit Menschen gibt, wird das Tier erlegt.
Schlaft gut, W
Zitat
"Wir fordern: Der Bär gehört weg!"
Dutzende tote Schafe, erboste Züchter und ratlose Experten: Das ist die Bilanz, nachdem sich Meister Petz zwei Wochen im Almgebiet von Donnersbachwald an Schafen gütlich tut. Der Unmut ist groß.Zwar bekommen sie die toten Schafe ersetzt. "Das ist aber nur der Fleischpreis, etwa ein- bis zweihundert Euro. Wir haben jedoch prämierte Zuchtschafe darunter, die pro Stück mehrere Tausend Euro wert sind", erklärt Landwirt Franz Lackner."
Wenn man die großen Beutegreifer wieder haben will, dann muß man die Bauern eben entschädigen, bin gespannt ob der NABU bei uns zum Beispiel da großzügig aushilft und nicht nur bequem und dummdreist fordert die Bauern sollen die Herden besser schützen. Noch besser wäre allerdings, die Menschen da oben umzusiedeln in die Städte, die können da dann die Strassen fegen oder von Hartz 4 leben. Wir brauchen große zusammenhängende, menschenfreie, länderübergreifende Naturräume, um die das Großraubwild wieder anzusiedeln. Ich denke man könnte mit gut 200-300 Wölfen und 200 Bären rechnen erst mal. Dazu kämen Luchs, Wildkatze, Adler und Geier. Das wäre auch für den Genpool besser. Es ist ohnehin besser, die Menschen auf engem Raum zu konzentrieren, das wäre sicher CO2 positiv, weniger Autos etc.
moose
#49 RE: Schade um den Bären

Jetzt ist es offiziell: Kärnten ist Bärengebiet.
Foto von Isolde Andre`
http://www.canoebase.at/
http://www.swiftcanoe.eu/
Wolfgang Hölbling

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