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Wehre

Wehre sind lästig. Bei uns in der Gegend fehlen Umtragestrecken und die Böschungen sind steil, ungepflegt und schikanös menschenfeindlich. Wenn sie dann auch noch hässlich sind wie dieses Wehr bei Kirchentellingsfurt, das offenbar von einem Architekten entworfen wurde, der hauptberuflich Bunker gebaut hat, will einem die Erfindung des Dynamits und noch effizienterer Sprengmittel doch als segensreiche Leistung erscheinen. Wer hat ein hässlicheres Wehr zu bieten?
Ist es schon mal jemandem gelungen Wehrbetreiber zum Anlegen von Umtragestellen zu bewegen?
Hat jemand das schon mal selbst in die Hand genommen?
Unternimmt jemand von Euch was zur Gangbarmachung von Umtragestellen?
Wer kann Sprengstoff auftreiben?
neugierige Grüße
Axel
P A D D E L B L O G P O L I N G T R E F F E N 2011
There's more means to move a canoe than paddles
#2 RE: Wehre
Gib's zu - du hasst das Teil von der hässlichen Seite aus fotografiert!
Im Ernst: grauslich.
Gruß
Frank

Das ist die "schöne Seite":
Axel
P A D D E L B L O G P O L I N G T R E F F E N 2011
There's more means to move a canoe than paddles
#4 RE: Wehre

Das Wehrgebäude ist doch frisch gestrichen und sieht schon dadurch etwas besser (na ja, dass ist relativ gemeint) aus. Ich kann mich noch an den ungestrichenen Zustand erinnern, und da sah es noch mehr wie ein Relikt aus der Wolfsschanze aus. Hast Du da keine Fotos mehr von?
Und wo bleiben die Beiträge für weitere potentielle Gewinner in dieser Reihe? Kommt, die Radarbilder waren doch langweilig, hier gibt es doch sicher originelle Wettbewerber.
Beste Grüße, Rolf

Dieses schöne Bauwerk habe ich an der Aller erlebt, die Umtragestelle war auch nicht so doll. Aber es gab auch einen schönen Ausgleich.
Grüße
Bernd
Indian Canoe Solo 14, Indian Canoe Nova 16, We-no-na prism, We-no-na Sundowner 18
#6 RE: Wehre

Lieeeberr Axelllll,
Bunker und Kraftwerke, sofern nicht in den letzten zwei Jahrzehnten entstanden, sind meist reine Ingenieursbauten!
Nix mit Baukunst!
Auch von Ihrer schieren Größe und um den Naturgewalten was eintgegensetzen zu können, haben sie was gewalttätiges, gegen jeden meschlichen Maßstab.
Denn die größte Mauer ist: Geld. Dafür sind diese Bauwerke da.
Und so werden sie auch betrieben.
Ausnahmen:
Bis ins erste Viertel des vergangenen Jahrhunderts sind Ingenieursbauten mit hoher funktionaler und ästhetischer Qualität entstanden. Veiträgliche Maßstäblichkeit ist, sei es mangels Möglichkeit, sei es aus Verpflichtung an eine gewachsene ( historisierende ) Architektursprache, oder einfach, weil Architektur und Ingenieursbauten in einer Hand waren, von wenigen Großprojekten abgesehen, eingehalten worden. Der Wiederaufbau war primär quantitativ eine Erfolgsgeschichte, Ausnahmen selten.
Derzeit sehe ich gute Ansätze, besonders auf Druck von Außen müssen Projekte verträglicher gestaltet werden.
Das Bild zeigt KW Schwabegg, von der "schönen" Seite.
Bei mir rennst Du offene Türen ein, im Flußdialog Lavant - vor meiner Haustür, bin ich fest eingebunden.
Dennoch - Danke für den Anstoß

Ja, Wolfgang,
vielleicht hat es auch damit zu tun, dass das flussaufwärts gelegene Wehr eines von der hübscheren Sorte ist. Hier ist es von oben zu sehen...
...und hier von unten:
Es war mir klar, dass niemand hässlichere Wehre zu bieten hat als das in meinem ersten Beitrag. Trotzdem wundert es mich, dass niemand sich mit
der Umgehung von Wehren (oder deren Beseitigung) beschäftigt. Aber wir starren vermutlich alle zu gebannt und ungläubig auf die Hunde- und
Katzenthreads in diesem Forum um uns mit den Dingen zu befassen, die wirklich mit dem Paddeln zu tun haben.
Axel
P A D D E L B L O G P O L I N G T R E F F E N 2011
There's more means to move a canoe than paddles
#8 RE: Wehre

...bleibt wohl kaum einem Paddler erspart.
zB in Schwabegg ( Bild ): Während der Woche ist das Umtragen recht einfach, da kann man den Weg am Werksgelände verwenden, wenn Personal da ist.
Am Wochenende hat man Pech: Von der AHP - Austrian Hydro Power ( warum die englisch heißen weiß ich nicht) wird alles per Fernwirksystem gesteuert, nur das Türchen im Zaun nicht.
dh. 2km umtragen!!!!
Wir sind zuwenige um was zu bewirken. Vorteil: Man kann unterwegs sein, ohne andere Paddler zu treffen - wenn man das mag - besonders am Wochenende.
LG

Bei unseren Stadtwerken habe ich mich erkundigt, ob sie wohl bereit wären eine Umtragetreppe ober- und unterhalb eines bestimmten Wehres anzulegen um das Unfallrisiko zu vermindern. Geantwortet haben sie, dass sie das nicht machen weil sie dann für die Beschaffenheit der Treppe in Haftung genommen werden können (da wurde ein juristischer Fachbegriff - sowas wie "Wegesicherheit" oder so - angeführt).
Die Logik hat sich mir nicht erschlossen. Da werden Unfälle in Kauf genommen weil Maßnahmen zur Unfallverhütung zur Folge haben, dass eine Haftpflicht eintritt. Paradox, oder?
Axel
P A D D E L B L O G P O L I N G T R E F F E N 2011
There's more means to move a canoe than paddles
"um uns mit den Dingen zu befassen, die wirklich mit dem Paddeln zu tun haben".
haben Wehre wirklich was mit dem Paddeln zu tun. Ich habe da so meine heftigen Zweifel, immerhin sind Wehre der Grund, warum ich oft weite Strecken zurücklege, um Wehrfreie Flüsse befahren zu können. Nee, das hat auch nichts mit Portage zu tun, ich liebe Portagen, aber, ich gestehs, ich hasse Wehre. Ist vielleicht auch der Grund, warum ich fast keine Bilder davon habe, ich versuche immer, die Erinnerungen daran schleunigst und intensivst zu verdrängen. Halt jetzt fällt mir ein, ich hab auch was zu bieten http://www.canadier-muenchen.de/bilder/2...ento/bilder.htm
, das Wehr an der Autobahnbrücke bei Ossoppo. Leider nur im Hintergrund zu sehen, aber die Kombination des dreistufigen Wehres mit der Autobahnbrücke drüber find ich nu wirklich konkurrenzfähig, das mußt du zugeben, Axel.
Gruß T o m m y, der gerne mit zum sprengen geht ....
Freiheit für unsere Flüsse

Zitat von Wolfgang Hölbling
Ausnahmen:
Bis ins erste Viertel des vergangenen Jahrhunderts sind Ingenieursbauten mit hoher funktionaler und ästhetischer Qualität entstanden. Veiträgliche Maßstäblichkeit ist, sei es mangels Möglichkeit, sei es aus Verpflichtung an eine gewachsene ( historisierende ) Architektursprache, oder einfach, weil Architektur und Ingenieursbauten in einer Hand waren, von wenigen Großprojekten abgesehen, eingehalten worden. Der Wiederaufbau war primär quantitativ eine Erfolgsgeschichte, Ausnahmen selten.
Derzeit sehe ich gute Ansätze, besonders auf Druck von Außen müssen Projekte verträglicher gestaltet werden.
Bei mir rennst Du offene Türen ein, im Flußdialog Lavant - vor meiner Haustür, bin ich fest eingebunden.
Dennoch - Danke für den Anstoß
Flussdialog - nettes Wort.
Wie es auch geht, wenn man nur genügend Druck macht, zeigt das aktuelle Beispiel aus meiner ehemaligen Heimatgemeinde,
wo sich die Energie AG auf Druck von Gemeinde und Anrainern bereit erklärt hat, weitreichende Renaturierungsmaßnahmen und ein IMHO
ansprechendes Turbinengebäude* zu schaffen.
Ich bin sowieso hin und weg, man lese den Text, alleine was Bootsbefahrbarkeit betrifft:
http://www.energieag.at/eag_at/page/3395...5632598,de.html
Somit kann ich meine geliebte Hausstrecke der Oberen Traun ohne mühsame Portage um gut 3km verlängern.
Wenn das nix ist?!?
*: das Turnbinenhaus sollte ursprünglich ein Betonklotz werden, aber ein pensionierter Architekt und ehemaliger Grüner Gemeinderat hat denen
- weil er betroffener Anrainer ist - kostenfrei ein Konzept nebst Modell hingeknallt, dem sie sich nicht entziehen konnten.
Hallo Ulme.
Ich bin auch gelegentlich auf der Traun unterwegs. Insofern bin ich positiv überrascht bzgl. der Bootsbefahrbarkeit.
Mir ist nur unklar was mit autorisiertem Personenkreis gemeint ist: "Im Bereich der Stadlerwehr wird ein 84 m langer bootsbefahrbarer Borstenfischpass errichtet. Damit ist die Bootspassierbarkeit der Stadlerwehr für einen autorisierten Personenkreis gegeben."
Vielleicht weißt du ja mehr.
lg Thomas
#13 RE: Wehre


Hi,
zum Thema Borstenfischpass:
http://www.vol.be.ch/site/borstenfischpass-2.pdf
LG Günter
#15 RE: Wehre


Hier eine Info zum "Borsten-Fischpaß" (bzw. "Fisch-Kanu-Pass") in Fürstenberg/Havel:
http://www.naturschutzfonds.de/unsere-ar...erstenberg.html
Gruß
Horst

Aloha,
So`ne Unterwasserbootwaschanlage haben wir hier auch in der Oker
Zur Zeit gibts hier in BS leider 2 größere Baustellen, so das fast ständig das Wasser auf niedrigstem Niveau ist *hmpf*
Einmal das Dreieck BS-Südwest (Brückenarbeiten) und dann wird das Wehr selber grade erneuert.
Auf den weiteren Bildern ist, ein paar km Okeraufwärts, ein Wehr, an dem ich normalerweise gerne einsteige und einmal Flussauf-ab paddele.
Bild 1+2 Die Baustelle für die neue Wehranlage
Bild 3 alte Generatoranlage, derzeit Regulierungsersatz für das abgerissene Wehr
Bild 4+5 die "Bootswaschanlage" (normalerweise schwimmen die Bojen )
Bild 6+7 unterer Einsetzsteg
Bild 8+9 Das Wehr in Rüningen
Man mag darüber denken was man will, aber das hier ist wenigstens mal was besonderes und bezieht die Originalbesetzung der Bühne auch mit ein.. Bootsrutsche sehe ich allerdings keine.
Bei dem Projekt auf Architizer.com gibts auch noch ein paar interessante technische Details. Warum wird mir bei innenliegenden Rechen eigentlich immer so mulmig.. können die nicht einfach so konstruiert werden,
daß das schlimmste was einem als Schwimmer da passieren könnte wäre, daß man an der Oberseite von so einem Dingen rausklettern muss? Nun ja. Architizer Projekt

Warum fällt mir bei dem Anblick gleich unsere örtliche Waldorfschule ein? Gibt es in der Antroposophie Auslassungen über Wehrbau? Ich konnte auf den Plänen den innenliegenden Rechen nicht erkennen aber außen ist er ja auch nicht zu sehen. Bei aller architektonischen Finesse - für Paddler ist das ein grausiger Anblick. Dabei gibt es auf der Iller so nette Passagen zum Paddeln...
Axel
P A D D E L B L O G P O L I N G T R E F F E N 2011
There's more means to move a canoe than paddles
#20 RE: Wehre

Hier etwas von der schönen Traun
Robert
aka oldmaster

You made my day!
Ich wollte exakt vom Bild ganz links ebenfalls eines einstellen, hatte aber keines da ich es stets vermieden habe mich beim Einstieg auch nur einmal umzuwenden oder nach rechts zu blicken.
Dürfte aber in der Hitliste der hässlichsten Wehre einen der vordersten Plätze erreichen...
Schaut aus wie eine Ausgeburt von Dante oder Hieronymus Bosch.
Dafür sind die Anlagen 500m weiter oberhalb einwenig ansehnlicher (und die Brücke im Hintergrund ein Albtraum):
#22 RE: Wehre

#23 RE: Wehre

Hallo,
warum sollten wir uns hier nur auf Wehre beschränken? Es gibt doch mehr Optionen, einen Fluss durch Beton zu verbessern. Warum sollte das Gewässer nur durch hässliche Bauten alle 500m unterbrochen werden, wenn es doch möglich ist, den ganzen Verlauf durch Beton zu begleiten?
Hier die Sihl bei Zürich. Hinter den Pfosten kann man übrigens super Kehrwasserübungen machen. Und zum Einsteigen gibt es auch eine breiten Treppensteg.
Grüße, Rolf
----------------------------
"Bound is boatless man" - Altisländischer Sinnspruch
#24 RE: Wehre

#25 RE: Wehre

hallo
wir sind letzhin von Luzern nach Basel gefahren. Dabei konnten wir einige Wehre bestaunen. Interessant war auch, dass jedes Wehr eine andere "Umtragestrategie" hat. 2 mal durften wir durch die Schleuse fahren, 2 mal konnten wir auf fest installierten Rollen das Boot schieben und 6 mal mussten wir umtragen. Bei fünfen stand ein Bootswagen bereit, aber jeder Bootswagen war wieder anders konstruiert. An einem war es wie im Einkaufszentrum mit den Wagen dort, mit 2 Franken Depot konnte man den Wagen mitnehmen. In Birsfelden mussten wir den eigenen Bootswagen hervorkramen.
Dennoch war der mühsamste Umtrageort das Kraftwerk Säckingen. Neu gebaut, Merkel war auch schon da. Es gibt da zwei Möglichkeiten: Entweder lässt man sich umtragen indem das Kraftwerkspersonal bei einem Schwebekran zwei Seile in eine Box lässt in die man hineinfahren muss. Keine Ausstiegsmöglichkeit. Die ziehen einem dann hoch und fahren unters Wehr. Dort lassen sie einem wieder hinunter, wobei man etwa 10 Meter über dem Wasser ist. Ziemlich mumlig war uns das, auch weil wir nicht sicher sein konnten ob nicht eines der Seile vom Boot rutscht. Wir haben uns dann für das Umtragen entschieden. Es hatte auch einen Wagen, gefühlte huntert Kilo schwer. Allerdings hat es oberhalb des Wehres keine Rampe, so dass wir das Gepäck ausladen mussten. Die Rampe unterhalb des Wehres gibt es zwar, aber mit 20% Gefälle konnten wir das Boot gar nicht mehr stoppen bis zum Wasser. Der Bootswagen mussten wir danach zu zweit wieder hochschieben. Das Kraftwerk ist auch so eine Augenweide
grüsse
Thomas
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